Bleiberecht für Samargol Zadran: Bericht von TV Südbaden

Samargol Zadran, afghanischer Flüchtling in Freiburg, kämpft seit fünf Jahren um Bleiberecht in Deutschland. Ein Härtefallantrag wurde von der Härtefallkommission Baden-Württemberg angenommen, ein Ersuchen um Bleiberecht ging an das Innenministerium. Das Innenministerium lehnte das Ersuchen jedoch ab. Der dritte Asylantrag wurde beim Bundesamt für Migration in Karlsruhe eingereicht.

Aktueller Videobeitrag von TV Südbaden

Bleiberecht für Samargol Zadran

Unterstützerschreiben/Unterschriftenaktion

Samargol Zadran muss bleiben!

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,
Liebe KollegInnen, MitschülerInnen, GemeinderätInnen,
Liebe FreundInnen aus Afghanistan,

Das RüstungsInformationsBüro sammelt Unterschriften für einen jungen Mann, der 2003 aus Afghanistan nach Deutschland geflohen ist. Er lebt in einem Asylbewerberheim in der Umgebung von Freiburg und ist unmittelbar von Abschiebung bedroht. Seit er in Freiburg lebt, geht er zum ersten Mal zur Schule, kann sich auf Deutsch verständigen und ist gut integriert. Er hat eine feste Arbeitsstelle und verdient seinen Lebensunterhalt.

Wir müssen davon ausgehen, dass Samargol nach Afghanistan abgeschoben werden soll. Sein Asylfolgeantrag wurde zurückgewiesen, ein Paß ist bereits in Bearbeitung. In Afghanistan ist er jedoch an Leib und Leben bedroht. Auf Grund einer nicht-staatlichen Verfolgung wurden schon viele seiner Familienmitgliedern umgebracht – die restliche Familie ist nach Pakistan geflohen. Dort wird die Familie jedoch auch verfolgt – sein Vater wurde ermordet. Außerdem besteht bei seiner Rückkehr die Gefahr einer Zwangsrekrutierung. [Read more…]

Verrückte Politik: Tornados und Asylbewerber nach Afghanistan

Während es nach Meinung der Bundesregierung unumgänglich ist, zur Unterstützung der Verbündeten das Kampfsystem Tornado zum Einsatz zu bringen, berichtet Amnesty International Deutschland: “ Mehrere Gerichte haben in den letzten Monaten eine extreme Gefährdungssituation für alleinstehende arbeitsfähige afghanische Männer bei einer Rückkehr nach Afghanistan ausgeschlossen, so dass kein Abschiebungsschutz nach § 60 Abs. 7 AufenthG gewährt wurde.“

Der AI-Bericht beschreibt detailiert, dass nicht nur im umkämpften Süden, sondern auch und gerade in der vermeintlich befriedeten Region Kabul von Sicherheit keine Rede sein kann. Darüber hinaus sind zwangsabgeschobene Asylbewerber vom Wiedereingliederungsprogramm RANA faktisch ausgeschlossen.
Der gesamte AI-Bericht von Verena Harpe als PDF-Datei:

Keine extreme Gefahrenlage in Afghanistan?

Erkenntnisse zur Versorgungs“‘ und Sicherheitslage und zum RANA“‘Programm

Veranstaltung zu Mauretanien am 18. Januar 2007

Mauretanien: Transitland für MigrantInnen oder Hilfspolizist der EU?

Veranstaltung mit Amadou M“˜Bow

von der AMDH (Menschenrechtsvereinigung Mauretaniens)

Donnerstag, den 18.1.07 um 19.30 Uhr

Alter Wiehrebahnhof, Urachstr. in Freiburg, Galerie

Im März 2006 ging das bisher eher unbekannte westafrikanische Land Mauretanien auch in Deutschland durch die Schlagzeilen: Marokko hatte nach dem Sturm von MigrantInnen auf die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla im Oktober 2005 mit Hilfe der EU seine Grenzsicherung verstärkt. Als Konsequenz versuchten seitdem Tausende von Bootsflüchtlingen, über die wesentlich weitere und riskantere Route von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln zu gelangen.

Die EU bot der mauretanischen Regierung Geld für gemeinsame Küstenpatrouillen mit der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“, den Bau von Internierungslagern und die Durchführung von Abschiebungen. Im Lager Nouadhibou waren seit März 2006 mehr als 4000 MigrantInnen interniert. Im September waren es noch 700, vor allem aus Senegal und Mali. Auf der Veranstaltung möchten wir mit Amadou M“˜Bow, der als Vertreter der AMDH Ende Juni 2006 auf einer euro-afrikanischen Konferenz zu Migration, Grundrechten und Bewegungsfreiheit in Rabat war und am transnationalen Migrations-Aktionstag am 7.10.06 Pressekonferenzen und einen Tag der offenen Tür in Mauretanien organisierte, u.a. über folgende Fragen diskutieren:

– Wie ist die Situation der MigrantInnen und Flüchtlinge in Mauretanien?

– Welchen Widerstand gibt es gegen die EU-Migrationspolitik, wie sind dessen Bedingungen und welche Unterstützung wünschen sich AktivistInnen in Mauretanien und seinen Nachbarländern?

– Was für Diskussionen, Forderungen und Aktivitäten gibt es in afrikanischen Ländern bzgl. Migration, z.B. auf dem Weltsozialforum im Januar 2006 in Bamako/Mali, auf der Konferenz in Rabat sowie im Hinblick auf das Weltsozialforum Ende Januar 2007 in Nairobi und die Mobilisierungen gegen den G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm?

Veranstalter sind:

Südbadisches Aktionsbündnis gegen Abschiebung (SAGA)

Aktion Bleiberecht (abr)

Freiburger Friedensforum

You're at the bottom!