Härtefallantrag für Najib Oryakhail erfolgreich!

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Najib Oryakhail hat aufgrund seines Härtefallantrags eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr erhalten.  Er möchte an dieser Stelle alle Personen und Organisationen, die ihn beim Härtefallantrag unterstützt haben, herzlich danken. 

 

Abschiebung nach Afghanistan

Unterstützungsschreiben des Rechtsanwalts PDF

NAJIB ORYAKHAIL MUSS BLEIBEN!

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,

Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Liebe FreundInnen aus Afghanistan,

ein junger Mann, den wir gut kennen, ist 2009 aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Er lebt in einem Obdachlosenheim in Freiburg und ist von Abschiebung bedroht. Seit er in Freiburg lebt, hat er gelernt sich auf Deutsch zu verständigen und ist gut integriert. Er hat eine feste Arbeitsstelle und verdient sein Lebensunterhalt. Die Arbeitserlaubnis wurde im Februar 2013 für ein Jahr verlängert. Um die Arbeitsstelle zu erhalten, hatte er seinen afghanischen Pass bei der Ausländerbehörde in Freiburg abgegeben. Er sollte am 22. August 2012 damit abgeschoben werden.

Darum wurde eine Petition beim Petitionsausschuss des Landtags Baden-Württemberg eingereicht.

Najibs Asylantrag wurde zurückgewiesen. In Afghanistan ist er jedoch an Leib und Leben bedroht. Auf Grund einer nichtstaatlichen Verfolgung wurden schon einige seiner Familienmitglieder bedroht oder umgebracht – die restliche Familie ist in die Türkei geflohen.

Ende Januar erfuhren wir, dass der Petition nicht abgeholfen werden konnte. Es wurde uns empfohlen, einen Härtefallantrag für Najib zu stellen.

Wir wollen, dass Najib in Freiburg wohnen bleiben darf und seiner Arbeit nachgehen kann. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatte bisher bei Alleinstehenden in Kabul eine extreme Gefahrenlage angenommen und Abschiebeschutz gewährt. Diese Rechtsprechung hat er jedoch in seinen jüngsten Entscheidungen aufgrund bestimmter Vorgaben des Bundesverwaltungsgerichts aufgegeben und Abschiebeschutz in diesen Fällen abgelehnt. Trotzdem kann von Sicherheit in Kabul nicht die Rede sein – amnesty international berichtet, dass die Infrastruktur dort nach wie vor vor dem Kollaps steht.

 

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