Freiburger Friedenswoche 2017

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Montag, 6. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG I, HS 1221

Krieg oder Diplomatie – wie sollten internationaler Streit und Konflikte ausgetragen werden?

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf

Ob Syrien, oder die Ukraine, Israel/Palästina, das südchinesische Meer oder Saudiarabien/Iran – fast überall in der Welt erleben wir in jüngster Zeit, dass Interessenkonflikte nicht mehr im Dialog auf der Suche nach Lösungen ausgetragen werden, sondern unter Androhung oder Ausübung von Gewalt. Dabei wird
immer häufiger gegen die seit Ende des Zweiten Weltkrieges vereinbarten Völkerrechts- und Menschenrechtsnormen verstoßen. Sind diese Normen überhaupt noch relevant? Bieten die UNO oder in Europa die OSZE, in denen Regierungen miteinander verhandeln, überhaupt noch einen brauchbaren Rahmen für die friedliche Austragung von Konflikten? Oder brauchen wir dafür neue, andere Institutionen, Normen und Verfahrensweisen und Akteure?

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Mittwoch, 15. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG II, HS 2004

Die Rolle Deutschlands im grenzüberschreitenden Widerstand gegen Killerdrohnen

Vortrag und Diskussion mit Elsa Rassbach, deutsch-amerikanische Filmemacherin und Friedensaktivistin. Mitbegründerin der deutschen Drohnen-Kampagne.

Das Überwachen-und-Töten durch Kampfdrohnen ist ein neues Paradigma in der aggressiven Kriegsführung. Dieses lukrative Waffensystem wird durch mehr und mehr Länder entwickelt und/oder gekauft. Deutschland sollte eine Schlüsselrolle in den internationalen Bestrebungen spielen, die Ächtung von Kampfdrohnen durchzusetzen. US-Basen in Deutschland wie Ramstein und AFRICOM sind unerlässlich für die nach deutschem Recht illegalen US-Drohneneinsätze. Deutschland ist federführend in der Entwicklung einer europäischen Kampfdrohne. Wie kann der Widerstand gegen die Killerdrohnen in Deutschland verstärkt werden?

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Mittwoch, 22. November
20 – 22 Uhr, Universität KG I, Hörsaal 1016

Adinda Flemmich – Eine mutige Frau ihrer Zeit:  Zeitgeschichte und Biografie in Bildern

Ulrike Schubert vom Aktionskreis Kunst Vauban e.V.

Mit hohem persönlichen Einsatz, gegen starke Widerstände der Stadt Freiburg, gründete die heute eher unbekannte Adinda Flemmich (1867 Antwerpen
– 1942 Freiburg) im Vorfeld des Ersten Weltkriegs 1905 mit FriedensfreundInnen die Freiburger Sektion der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG).
Auf Weltfriedenskongressen, wie 1905 in Luzern, war Adinda Flemmich Mitglied der deutschen Delegation. In jenem Jahr wurde erstmals der Friedensnobelpreis an eine Frau, Bertha von Suttner, verliehen. In Freiburg engagierte sich Adinda Flemmich vor dem Ersten Weltkrieg gegen die zahlreichen
Kriegsvorbereitungen sowie während des Ersten Weltkriegs. Sie leitete die örtliche Friedensgesellschaft (DFG) bis ins Jahr 1920. Die Freiburger
Friedensgesellschaft engagierte sich aktiv bis zu ihrem Verbot 1933. Eine Straße im Stadtteil Vauban ist dieser mutigen Kämpferin für den Frieden
gewidmet.

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Freitag, 24. November
19 – 21 Uhr, KG III, HS 3043

Globale Eskalation oder Rückkehr zur Vernunft – Ein systemischer Blick

Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund, deutscher Zweig

Kriege im Mittleren Osten um Öl und Gas, der Klimawandel mit den Folgen der Verschlechterung von Süßwasser-Ressourcen,Wüstenbildungen und
Wirbelstürmen und die dadurch bedingte Migration von Millionen Menschen auf der südlichen Erdhalbkugel sowie die wachsenden Ungleichheiten zwischen
Arm und Reich stellen enorme Herausforderungen dar, zumal die Weltbevölkerung weiter wächst. Wie könnte eine Kultur der Vernunft und des
Friedens aussehen?

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Samstag, 25. November
15 – 18 Uhr, Katholische Akademie,Wintererstr. 1

Jubiläumsfeier: 125 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft

1892 gründeten die Friedensnobelpreisträger Bertha von Suttner und Alfred Herrmann Fried mit vielen Mitstreitern in Berlin die Deutsche Friedensgesellschaft.
Der Verband blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.“Die Waffen nieder!”, so hieß das 1889 von Bertha von Suttner veröffentlichte Buch, in dem die Brutalität und das durch Kriege verursachte Leiden geschildert werden. Damals wie heute engagieren sich Menschen gegen Krieg, Rüstung und Waffenexporte
und warnen vor der Anwendung von Massenvernichtungswaffen. Hauptredner ist Prof. Dr. Wolfram Wette. Durch die Veranstaltung führt Jürgen Grässlin. Die Feier wird musikalisch umrahmt. Alle FriedensfreundInnen sind herzlich eingeladen.

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Dienstag, 28. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG I, HS 1221

Rüstungsexport ist oft Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen und zu Mord

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin und Stephan Möhrle

Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK und der Kampagne “Aktion Aufschrei”,Vorsitzender des RüstungsInformations-Büros (RIB e.V.) und
Bestsellerautor.
Stephan Möhrle, DFG-VKVertreter in der Kampagne “Aktion Aufschrei”, Mitglied im DFG-VKLandvorstand Baden-Württemberg und RIB-Büroleiter.

Maßgeblich verantwortlich für die Genehmigung von Kriegswaffenexporten an sogenannte “Drittländer” außerhalb von NATO und EU ist der Bundessicherheitsrat (BSR). Geführt von den Kanzlern Gerhard Schröder und Angela Merkel sowie je acht Ministern wurden und werden in geheimer Sitzung Waffentransfers in Krisen- und Kriegsgebiete genehmigt. Involviert waren Minister von CDU, CSU, SPD, Grünen und FDP.
Zahlreiche Kriegswaffenlieferungen an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten führten dazu, dass Millionen Menschen in die Flucht getrieben
wurden oder starben. Was muss sich ändern, damit Kriegswaffenexporte gestoppt werden? Welche Aktionen müssen wir durchführen, damit Menschenrechte geachtet und die Kriegsgefahr gemindert werden? Die beiden Referenten zeigen konkrete Handlungsansätze auf.

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