{"id":2191,"date":"2014-10-06T16:31:37","date_gmt":"2014-10-06T14:31:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fffr.de\/?page_id=2191"},"modified":"2014-10-17T18:15:10","modified_gmt":"2014-10-17T16:15:10","slug":"friedenswochen-2014","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fffr.de\/?page_id=2191","title":{"rendered":"Freiburger Friedenswochen 2014"},"content":{"rendered":"<h3>Grenzen schliessen f\u00fcr Waffen<\/h3>\n<h3>Grenzen \u00f6ffnen f\u00fcr Menschen auf der Flucht<\/h3>\n<p>2014, einhundert Jahre nach Beginn von Weltkrieg eins 1914 und 75 Jahre nach Beginn von Weltkrieg zwei 1939, der mit dem \u00dcberfall der deutschen Wehrmacht auf Polen ausgel\u00f6st wurde, ist wieder Krieg in Europa. Die Ukraine ist der neue Schauplatz. Die Gro\u00dfm\u00e4chte haben wieder Partei ergriffen, der Westen auf der einen, Russland auf der anderen Seite. Der Versuch zur fortgesetzten NATO- und EU-Erweiterung nach Osten hat im Lande geteiltes Echo gefunden. Demonstrationen f\u00fchrten zum Sturz der Regierung und in einen B\u00fcrgerkrieg. Dem Lande droht die Spaltung auf Dauer. Die offene Parteinahme der Gro\u00dfm\u00e4chte kann zu einem weit gr\u00f6\u00dferen Krieg f\u00fchren.<\/p>\n<p>Aber auch vor Europas Haust\u00fcr, in Syrien, Irak und Libyen herrscht seit Jahren Krieg, in den sich ausl\u00e4ndische M\u00e4chte engagiert haben. Zur Zeit sind islamische Dschihadisten auf dem Vormarsch in Syrien und im Irak und sollen nun mit Waffenhilfe aus Europa und den USA gestoppt werden. Der Nahe Osten ist schon seit Jahren Empf\u00e4nger von Waffen aus Europa und den USA. Die neuen Waffen heizen das Kriegsgeschehen weiter an.<\/p>\n<p>Die Kriege in Nahost und der neue Krieg in der Ukraine haben gewaltig anwachsende Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me zur Folge. \u00dcber 50 Millionen bewegen sich in den Kriegs- und Krisengebieten, Hunderttausende suchen Zuflucht in den EU-Staaten, die weder untereinander noch gegen\u00fcber den Fl\u00fcchtlingen ausreichend Hilfsbereitschaft walten lassen.<\/p>\n<p><strong>Die Friedensbewegung fordert zusammen mit zahlreichen Menschenrechtsorganisationen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Stoppt den Waffenexport, schlie\u00dft die Grenzen f\u00fcr Waffen, \u00f6ffnet die Grenzen f\u00fcr Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror, leistet humanit\u00e4re Hilfe in all den Krisen- und Konfliktgebieten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Programm-Flugblatt <a href=\"https:\/\/www.fffr.de\/fff-docs\/2014\/Freiburger-Friedenswochen_2014\/FRFW-2014_Flyer_print.pdf\" target=\"_blank\">zum Ausdrucken<\/a>\u00a0 \u00b7 \u00a0 <a href=\"https:\/\/www.fffr.de\/fff-docs\/2014\/Freiburger-Friedenswochen_2014\/FRFW-2014_Flyer_screen.pdf\" target=\"_blank\">f\u00fcr den Bildschirm<\/a>\u00a0\u00a0 \u00b7 \u00a0 <a href=\"https:\/\/www.fffr.de\/fff-docs\/2014\/Freiburger-Friedenswochen_2014\/FRFW-2014_Plakat.jpg\" target=\"_blank\">Plakat<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Veranstaltungen:<\/h4>\n<p>Montag, 10.11.2014<\/p>\n<h4>Fl\u00fcchtlingsdramen in Nahost<\/h4>\n<p>Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Vers\u00f6hnungsbund, deutscher Zweig<\/p>\n<p>19.00 h, 19.00 h, Alte Universit\u00e4t, H\u00f6rsaal 1<\/p>\n<p>Seit 3 Jahren tobt in Syrien ein blutiger B\u00fcrgerkrieg mit bereits mehr als 200.000 Toten und gewaltigen Zerst\u00f6rungen in den St\u00e4dten. Die bewaffnete Opposition gegen das Assad-Regime wird mittlerweile von Dschihadistenmilizen, vor allem dem IS beherrscht. Der IS ist seit Wochen von Syrien aus im Irak im Vormarsch. Hunderttausende Jesiden, Christen und Schiiten sind in dem Lande auf der Flucht. Die US-Luft-waffe unterst\u00fctzt den bewaffneten Widerstand gegen den IS von Kurden und Irakern. Die USA und die EU, auch Deutschland, liefern noch mehr Waffen in das Kriegsgebiet als bisher. Hunderttausende Fl\u00fcchtlinge versuchen sich \u00fcber das Mittelmeer nach Europa zu retten mit hohen Opferzahlen. Gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me in Nahost gibt es seit Jahrzehnten, angefangen mit den Pal\u00e4stinensern, von Israel vertrieben nach Jordanien und in den Libanon. Immer neue Kriege, wie der in diesem Jahr im Gaza-Streifen, versch\u00e4rfen die Vertreibungen. Der Fl\u00fcchtlingsdruck auf Europa w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Veranstalter:<br \/>\nFreiburger Friedensforum,<br \/>\nEvangelische Studierendengemeinde (ESG),<br \/>\nDeutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK),<br \/>\nStudierendenvertretung der Universit\u00e4t Freiburg<\/p>\n<hr \/>\n<p>Donnerstag, 13.11.2014<\/p>\n<h4>Ausgegrenzt, ausgelagert und ausgeliefert &#8211; Lebensbedingungen von asylsuchenden Frauen in Deutschland<\/h4>\n<p>Vortrag und Diskussion mit &#8218;Women in Exile &amp; Friends&#8216;<\/p>\n<p>19.00 h, Alte Universit\u00e4t, H\u00f6rsaal 1<\/p>\n<p>Herum geschoben durch ganz Europa, untergebracht in Sammelunterk\u00fcnften oft weit weg von jeder Infrastruktur, Gutscheine, Arbeitsverbote, ein allt\u00e4glicher Kampf um ausreichende medizinische Versorgung, die st\u00e4ndige Angst vor Abschiebung&#8230; und allgegenw\u00e4rtiger Sexismus, wie ihn jede Frau erlebt, noch dazu&#8230;<br \/>\nFl\u00fcchtlingsfrauen erleben allt\u00e4glich, dass sie sich als Asylsuchende in Deutschland nicht sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen. Im Sommer 2014 reisten &#8218;Women in Exile &amp; Friends&#8216; mit einer schwimmenden Demonstration auf Fl\u00f6\u00dfen von N\u00fcrnberg bis Berlin, um eine Verbesserung der Lebensbedingungen von asylsuchenden Frauen in Deutschland einzufordern. Dabei entstand in Gespr\u00e4chen und zahlreichen Lagerbesuchen eine Dokumentation der Situation von Fl\u00fcchtlingsfrauen in Deutschland.<\/p>\n<p>Wir berichten \u00fcber die Ergebnisse dieser Tour und wollen mit Ihnen\/Euch dar\u00fcber diskutieren.<\/p>\n<p>&#8218;Women in Exile and Friends&#8216; ist eine feministische Gruppe aus Berlin und Brandenburg, die 2011 von der Fl\u00fcchtlingsfrauenselbstorganisation &#8218;Women in Exile&#8216; gegr\u00fcndet wurde.<br \/>\nMehr \u00fcber uns: <a href=\"http:\/\/women-in-exile.net\/\" target=\"_blank\">http:\/\/women-in-exile.net\/<\/a><br \/>\nMehr \u00fcber die Aktionstour quer durch Deutschland: <a href=\"http:\/\/www.refugee-women-tour.net\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.refugee-women-tour.net\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Veranstalter:<\/strong><br \/>\nFreiburger Friedensforum,<br \/>\nDeutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK),<br \/>\nStudierendenvertretung der Universit\u00e4t Freiburg<\/p>\n<hr \/>\n<p>Montag, 17.11.2014<\/p>\n<h4>Krieg in der Ukraine \u2013 Milit\u00e4raktionen und Waffenhilfe von au\u00dfen<\/h4>\n<p>Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf<\/p>\n<p>19.00 h, Alte Universit\u00e4t, H\u00f6rsaal 1<\/p>\n<p>Seit vielen Jahren streben EU und NATO die Osterweiterung ihrer politischen Herrschaft an. Nach der Einbeziehung Polens, Tschechiens, Ungarns, des Balkans und der baltischen L\u00e4nder stehen seit langem auch Georgien, Moldavien und die Ukraine auf der Agenda. In der Ukraine hat das zur Spaltung des Landes gef\u00fchrt und zum Sturz der Regierung. Demonstrationen pro und contra Westanschluss eskalierten zum B\u00fcrgerkrieg, durch einseitige Parteinahme des Westens und Russlands dann zu neuen internationalen Spannungen mit Wirtschaftssanktionen, Milit\u00e4raktionen und Waffenhilfe. Der Krieg hat viele tausend Menschen in die Flucht getrieben. Auch neben Waffenstill-standsverhandlungen l\u00e4uft der internationale Wirtschaftskrieg weiter. Er wird besonders von den USA angeheizt, die aus langfristig strategischen Gr\u00fcnen jede Kooperation zwischen EU-L\u00e4ndern und Russland verhindern wollen.<\/p>\n<p><strong>Veranstalter:<\/strong><br \/>\nFreiburger Friedensforum,<br \/>\nDeutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen \u2013 (DFG-VK),<br \/>\nStudierendenvertretung der Universit\u00e4t Freiburg<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mittwoch, 19.11.2014<\/p>\n<h4>Deutsche Kriegswaffen f\u00fcr Kurden \u2013<br \/>\nwie Bundeskanzlerin Angela Merkel Grundgesetz und V\u00f6lkerrecht bricht<br \/>\nund damit einen folgenschweren Pr\u00e4zedenzfall schafft<\/h4>\n<p>Vortrag und Diskussion mit J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft &#8211; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Buchautor, zuletzt \u00bbSchwarzbuch Waffenhandel\u00ab.<br \/>\n2013 \u00bbAachener Friedenspreis\u00ab.<\/p>\n<p>19.00 h, Alte Universit\u00e4t, H\u00f6rsaal 2004<\/p>\n<p>Die Bundeskanzlerin und vier Minister von CDU\/CSU und SPD haben, ohne Einbeziehung<br \/>\nder gesamten Regierung und des Bundes-<br \/>\nsicherheitsrates, im August 2014 entschieden, umfangreiche Waffenbest\u00e4nde der Bundeswehr<br \/>\nin das B\u00fcrgerkriegsland Irak zu liefern. Der Deutsche Bundestag hat in seiner symbolischen Sondersitzung am 1. September 2014 mit den Stimmen der Regierungskoalition diesem Beschluss zugestimmt. Die Entscheidung von Kanzlerin und einigen Ministern ist politisch fundamental falsch, grundgesetz- und v\u00f6lkerrechtswidrig. Sie tr\u00e4gt<br \/>\nzur Gewalteskalation im Pulverfass Irak bei.<br \/>\nDurch den Einsatz deutscher Waffen werden auf Jahrzehnte hinaus im Nahen und Mittleren Osten weitere Menschenrechtsverletzungen ausgel\u00f6st. Deutschland wird damit auch zur Kriegspartei im Irak. J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin zeigt in seinem Vortrag die Hintergr\u00fcnde und Ziele der Neuausrichtung der deutschen Au\u00dfen- und Milit\u00e4rpolitik auf.<\/p>\n<p><strong>Veranstalter:<\/strong><br \/>\nFreiburger Friedensforum, R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro RIB e.V.<br \/>\nDeutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Ortsgruppe Freiburg,<br \/>\nStudierendenvertretung der Universit\u00e4t Freiburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grenzen schliessen f\u00fcr Waffen Grenzen \u00f6ffnen f\u00fcr Menschen auf der Flucht 2014, einhundert Jahre nach Beginn von Weltkrieg eins 1914 und 75 Jahre nach Beginn von Weltkrieg zwei 1939, der mit dem \u00dcberfall der deutschen Wehrmacht auf Polen ausgel\u00f6st wurde, ist wieder Krieg in Europa. Die Ukraine ist der neue Schauplatz. 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