{"id":1048,"date":"2009-09-15T10:17:59","date_gmt":"2009-09-15T08:17:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fffr.de\/?p=1048"},"modified":"2009-09-15T10:20:21","modified_gmt":"2009-09-15T08:20:21","slug":"aufruf-zur-demonstration-raus-aus-afghanistan-am-19-9-in-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fffr.de\/?p=1048","title":{"rendered":"AUFRUF zur Demonstration &#8222;Raus aus Afghanistan&#8220; am 19.9. in Freiburg"},"content":{"rendered":"<pre><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><strong>Schluss mit dem Krieg!\r\nVerteidigungsminister Jung muss zur\u00fccktreten!\r\nBundeswehr raus aus Afghanistan!<\/strong>\r\n\r\nBei einem Luftangriff der NATO-Truppe ISAF auf von Taliban entf\u00fchrte\r\nTanklastwagen sind am 4. Sept. in Nordafghanistan dutzende Menschen\r\nget\u00f6tet worden. Der deutsche Kommandeur, der den Angriffsbefehl gab,\r\nbedauert das Massaker; Verteidigungsminister Franz Josef Jung leugnete\r\nhartn\u00e4ckig, dass Zivilpersonen zu Schaden gekommen seien und behauptete,\r\nes seien \"ausschlie\u00dflich Taliban get\u00f6tet worden\". Doch das glaubt\r\nau\u00dfer ihm keiner. Selbst der oberste NATO-Kommandeur in Afghanistan,\r\nUS-General Stanley McChrystal, der sich vor Ort erkundigte, sprach\r\ndavon, dass es zivile Opfer gegeben habe. Der afghanische Pr\u00e4sident\r\nHamid Karsai sprach von rund 90 Toten und Verletzten.\r\n\r\nDieser neuerliche \"Zwischenfall\" belegt aufs Neue, dass es sich in\r\nAfghanistan nicht etwa um einen \"Stabilisierungseinsatz\" handelt (so\r\nnoch am 4. September der Sprecher des Verteidigungsministers), sondern\r\num einen veritablen Krieg. Einen Krieg, der immer h\u00e4rter und grausamer\r\ngef\u00fchrt wird und in dem zivile Opfer an der Tagesordnung sind. Jahrelang\r\nhaben uns die Politiker der Regierungskoalition einzureden versucht, im\r\nNorden Afghanistans, wo die Bundeswehr \"Aufbauarbeit\" leiste, sei die\r\nLage ruhig; gek\u00e4mpft wird nur im S\u00fcden und Osten des Landes. Auch\r\ndiese L\u00fcge ist l\u00e4ngst an der rauen Wirklichkeit zerplatzt. Es wird Zeit,\r\ndass der zust\u00e4ndige Minister wegen andauernden L\u00fcgens seinen Hut nimmt.\r\n\r\nDer Zweite Weltkrieg, an dessen Beginn vor 70 Jahren am 1. September\r\nerinnert wurde, dauerte weniger als sechs Jahre. Der Krieg des\r\nWestens in Afghanistan geht im Oktober ins neunte Jahr. An diesem\r\nungleichen Krieg sind insgesamt 40 Staaten mit Soldaten und modernsten\r\nmilit\u00e4rischen Ger\u00e4t beteiligt. Weder konnten sie den Gegner in die Knie\r\nzwingen, noch konnten sie sichtbare Erfolge im Kampf gegen die\r\nKriegs\u00f6konomie (Drogenanbau) erzielen, von wirtschaftlichem Aufbau in\r\nscheinbar \"ruhigeren\" Zonen ganz zu schweigen. Bedenkt man, dass dem\r\njetzigen Krieg ein 20-j\u00e4hriger Krieg und B\u00fcrgerkrieg vorausging, dann\r\nkann man ermessen, wie sehr die Bev\u00f6lkerung des Landes darunter zu\r\nleiden hatte und hat.\r\n\r\nVerteidigungsminister Jung und die ganze Bundesregierung sollen sich\r\nnicht weiter in die Tasche l\u00fcgen: Es wird keinen zivilen Aufbau geben,\r\nsolange das ausl\u00e4ndische Milit\u00e4r in Afghanistan bleibt. Humanit\u00e4re\r\nHilfsorganisationen wie caritas, Welthungerhilfe, medico, Kinderhilfe\r\nAfghanistan u.a. klagen seit Jahren dar\u00fcber, dass die Verquickung von\r\nziviler Hilfe und milit\u00e4rischem \"Schutz\" die zivile Hilfe verunm\u00f6glicht.\r\nDer Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen\r\ne.V. (VENRO) kritisiert schon l\u00e4nger, dass sich die humanit\u00e4re Hilfe \"im\r\nWindschatten milit\u00e4rischer Interventionen\" einzuordnen hat. Der Verband\r\nfordert eine strikte Trennung von milit\u00e4rischen Aktionen und humanit\u00e4rer\r\nHilfe. Auch der Vorsitzende der Welthungerhilfe nannte vor wenigen Tagen\r\ndie \"zivil-milit\u00e4rische Zusammenarbeit\" einen \"S\u00fcndenfall\" und forderte\r\nderen strikte Trennung.\r\n\r\nWenn es aber richtig ist, dass zivile Hilfe nur dort ankommt und\r\nwirklich hilft, wo kein Milit\u00e4r ist, dann ist es nur konsequent, wenn\r\nsich das Milit\u00e4r ganz aus Afghanistan verabschiedet. Dies entspricht im\r\n\u00dcbrigen dem eindeutigen Mehrheitswillen der Bev\u00f6lkerung in Deutschland,\r\nwie zahlreiche Umfragen immer wieder best\u00e4tigten. Der Bundestag sollte -\r\nin Abkehr seiner bisherigen Politik - die Initiative ergreifen und sich\r\nendlich f\u00fcr ein Ende des Bundeswehreinsatzes einsetzen. Dies entspr\u00e4che\r\ndem Willen der Bev\u00f6lkerung.\r\n\r\nDie Friedensbewegung ruft in diesen Tagen im ganzen Land zu Aktionen zur\r\nBeendigung des Afghanistankrieges auf.\r\n<strong>\r\n<\/strong><em><strong>Wir fordern<\/strong>\r\n- den R\u00fccktritt von Verteidigungsminister Franz Josef Jung,\r\n- den sofortigen R\u00fcckzug der Bundeswehr aus Afghanistan,\r\n- die Verst\u00e4rkung der ausschlie\u00dflich zivilen Hilfe, und zwar dort, wo\r\n  dies von der afghanischen Bev\u00f6lkerung gew\u00fcnscht wird.<\/em>\r\n\r\nWir rufen alle Menschen auf, am Samstag, den <strong>19. September um 14:30 auf <\/strong>\r\n<strong>dem Rathausplatz in Freiburg<\/strong> mit uns gemeinsam f\u00fcr diese Ziele zu\r\ndemonstrieren.<\/span><\/span><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schluss mit dem Krieg! Verteidigungsminister Jung muss zur\u00fccktreten! Bundeswehr raus aus Afghanistan! 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