{"id":1530,"date":"2011-05-28T17:37:41","date_gmt":"2011-05-28T15:37:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fffr.de\/?p=1530"},"modified":"2011-05-28T17:37:41","modified_gmt":"2011-05-28T15:37:41","slug":"brief-an-kultusministerium-zu-bundeswehr-und-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fffr.de\/?p=1530","title":{"rendered":"Brief an Kultusministerium zu Bundeswehr und Schulen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium f\u00fcr Kultus, Jugend und Sport und dem Wehrbereichskommando IV S\u00fcddeutschland der Bundeswehr vom 4.12.2009<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Ministerin,<\/p>\n<p>nach Schreiben des Freiburger Friedensforums vom 14. Januar 2010 an Herrn Kultusminister Rau und vom 5. M\u00e4rz und 19. Juli 2010 an Frau Kultusministerin Prof. Schick wenden wir uns nun an Sie als Kultusministerin der neu gew\u00e4hlten Landesregierung in Sachen o.g. Kooperationsvereinbarung. Diese betrifft den Einsatz von Jugendoffizieren der Bundeswehr im Unterricht in den allgemein bildenden Schulen der Sekundarbereiche I und II und in den Berufsschulen sowie in die aus- und Fortbildung von Referendarinnen, Referen-daren und Lehrkr\u00e4ften.<!--more--><\/p>\n<p>In den genannten Schreiben hatte das Freiburger Friedensforum um baldige K\u00fcndigung der Kooperationsvereinbarung gebeten mit einer Reihe uns wichtig erscheinender Argumente. In diesem Schreiben wollen wir nicht mehr n\u00e4her auf Inhalt und Wortlaut der Kooperations-vereinbarung eingehen, die im Ministerium vorliegt. In den Antwortschreiben des Kultus-ministeriums unter der Leitung von Frau Prof. Schick wurde zun\u00e4chst um Aufschub einer eingehenden Beantwortung zwecks Einarbeitung in die Materie gebeten, in einem<\/p>\n<p>2. Antwortschreiben aber eine Beendigung der Kooperation mit der Bundeswehr abgelehnt, mit der Begr\u00fcndung, die Bildungsangebote der Jugendoffiziere w\u00fcrden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit der Sicherheitspolitik und m\u00f6glichen au\u00dfenpolitischen Konfliktlagen vertraut machen. Dies wird offensichtlich als besonders wichtig angesehen.<\/p>\n<p>Mit diesem Schreiben treten wir an Sie als neue Kultusministerin unseres Landes wieder heran mit dem Ersuchen, die genannte Kooperation mit der Bundeswehr an Schulen und Ausbildungsst\u00e4tten zu beenden und m\u00f6chten daf\u00fcr zwei uns besonders wichtige Argumente vorbringen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist Aufgabe der Schulen, \tJugendliche zu selbst\u00e4ndig denkenden und handelnden Menschen zu \terziehen, auf ihr zuk\u00fcnftiges privates und gesellschaftliches Leben \tvorzubereiten und auf sinnvolle T\u00e4tigkeiten und Berufsausbildung \tund \u2013aus\u00fcbung. Der Soldatenberuf ist kein normaler Beruf, denn er \tist der einzige Beruf, zum T\u00f6ten zwingt und zur Opferung der \teigenen Gesundheit und des Lebens.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bundeswehr hat nicht mehr die Aufgabe der Verteidigung unseres Landes, sondern wird im Rahmen der B\u00fcndnissysteme weltweit zu Kampfeins\u00e4tzen verpflichtet, um wirtschaftliche und machtpolitische Interessen bestimmter Gremien durchzusetzen. F\u00fcr diese Interessen haftet der einzelne Soldat mit seinem Leben.<\/p>\n<ul>\n<li>Es gibt viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr, \twarum offensichtlich Gewalt und Gewaltbereitschaft zunimmt. Beklagt \twird dabei besonders die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und \tan Schulen, woran besonders Lehrer Leid tragen. Deshalb muss es eine \tder wichtigsten Aufgaben der Schule sein, junge Menschen zur \tGewaltfreiheit zu erziehen und zur Kultur der Achtung vor allem \tLeben. Die Vorbereitung zum Dienst mit der Waffe auch mit \tGewaltspielen, kann daf\u00fcr nur kontraproduktiv wirken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir sind der \u00dcberzeugung, dass das Kultusministerium f\u00fcr eine Friedenserziehung der Jugend besonders gro\u00dfe Verantwortung tr\u00e4gt und mit dieser Aufgabe die einzelnen Schulen nicht allein lassen darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium f\u00fcr Kultus, Jugend und Sport und dem Wehrbereichskommando IV S\u00fcddeutschland der Bundeswehr vom 4.12.2009 Sehr geehrte Frau Ministerin, nach Schreiben des Freiburger Friedensforums vom 14. Januar 2010 an Herrn Kultusminister Rau und vom 5. M\u00e4rz und 19. 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