{"id":1658,"date":"2012-03-10T20:06:49","date_gmt":"2012-03-10T18:06:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fffr.de\/?p=1658"},"modified":"2012-04-10T18:29:15","modified_gmt":"2012-04-10T16:29:15","slug":"es-droht-ein-krieg-mit-dem-iran-wir-sagen-nein-zu-einem-militarschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fffr.de\/?p=1658","title":{"rendered":"Es droht ein Krieg mit dem Iran. Wir sagen NEIN zu einem Milit\u00e4rschlag!"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Allen Sanktionen zum Trotz hat die Regierung Irans ein Atomkraftwerk in Buschehr in Betrieb genommen und den Bau von weiteren Urananreicherungsanlagen forciert. Israel droht massiv mit einem Milit\u00e4rschlag, USA und EU wollen vorl\u00e4ufig nur die Sanktionen versch\u00e4rfen. Die Konzentration der US-Kriegsschiffe am Persischen Golf ist die h\u00f6chste seit Beginn des Irakkrieges. Die Waffenverk\u00e4ufe an Saudi-Arabien und Kuwait sind von Deutschland und USA erheblich erweitert worden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Konfrontationspolitik Israels, der USA und der EU droht im Konflikt mit gro\u00dfen Teilen der islamischen Welt einen Krieg zu entfesseln, der den nahen Osten in ein Chaos st\u00fcrzen w\u00fcrde und die USA und Europa in einen neuen Weltkrieg verwickeln k\u00f6nnte. In einem solchen Krieg m\u00fcsste auch mit dem Einsatz von Atomwaffen gerechnet werden. Nach neuesten Erkenntnissen der US- und internationalen Geheimdienste arbeitet der Iran nicht mehr an der Entwicklung von Atomwaffen.<!--more--><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die USA und die EU wollen einen Regimewechsel im Iran. Auch viele Iraner wollen eine andere Regierung. Sie haben daf\u00fcr auf der Stra\u00dfe demonstriert, wo sie auf die brutale Gewalt der Staatsmacht trafen. Ihnen blieb der Erfolg versagt, weil der Oppositionsbewegung der n\u00f6tige R\u00fcckhalt im Land fehlte und weil die Repression so massiv war. Die Frage eines Regimewechsels ist aber eine innergesellschaftliche Angelegenheit. Alle Versuche westlicher M\u00e4chte, Regimewechsel in anderen L\u00e4ndern von au\u00dfen mit Hilfe von Boykotts und milit\u00e4rischer Gewalt zu erzwingen, haben nationalen Widerstand herausgefordert und so bestehende Regime gest\u00e4rkt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Vorschlag der UN, im Nahen Osten eine atomwaffenfreie Zone auszurufen, lehnte Israel kategorisch ab. Mit dem neuesten Vorschlag, mit Hilfe einer Konferenz im Nahen und Mittleren Osten  eine massenvernichtungswaffen-freie Zone zu installieren, haben die UN eine weitere Friedensinitiative ergriffen, die zu unterst\u00fctzen ist.   Weder die EU noch die Atomwaffenstaaten USA und Israel wollen sich mit einer Atomindustrie im Iran abfinden, mit der Begr\u00fcndung, dass der Iran somit in der Lage w\u00e4re, auch Atomwaffen herzustellen. Gleichzeitig will der Iran nicht auf die Entwicklung von Kernenergie verzichten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Treibende Kraft in allen krisenhaften Entwicklungen auf dem Globus sind Kapital- und Wirtschaftsinteressen, die nach Expansion und Vorherrschaft streben, um sich die letzten Ressourcen von Erd\u00f6l und Erdgas zu sichern. Die entsprechenden Gruppierungen bereichern sich an allen Kriegen. Auf der anderen Seite stehen gigantische Zahlen von Kriegsopfern. Zu diesen k\u00f6nnten in diesem neuen Krieg auch die Europ\u00e4er geh\u00f6ren. Der Iran verf\u00fcgt inzwischen \u00fcber Kurz- und Mittelstreckenraketen und unbemannte Flugk\u00f6rper. Europas L\u00e4nder h\u00e4tten wegen ihrer st\u00f6ranf\u00e4lligen Infrastruktur und dem Betrieb von Atomkraftwerken kaum eine Chance, einen gro\u00dfen Krieg zu \u00fcberstehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Friedensbewegung tritt wie immer f\u00fcr gewaltfreie Konfliktl\u00f6sungen ein. Die Stadt Freiburg hat vor vielen Jahren zusammen mit der Stadt Isfahan eine St\u00e4dtepartnerschaft gegr\u00fcndet. Seit dieser Zeit gibt es sehr rege kulturelle Kontakte und Zusammenarbeit zwischen beiden St\u00e4dten. Die Freiburger Universit\u00e4t hat ihrerseits intensive wissenschaftliche Kontakte mit der Universit\u00e4t Teheran gekn\u00fcpft. Auch von dieser Partnerschaft sagen Universit\u00e4tsgremien, sie sei sehr erfolgreich. Beide Initiativen haben zu sehr positiven Kontakten zwischen der deutschen und iranischen Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt, v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von machtpolitischen Auseinandersetzungen. Vergleichbare Initiativen wie in Wissenschaft und Kultur bedarf es dringend auf der politischen Ebene. Es gilt, gegenseitiges Misstrauen und Vorurteile abzubauen. Das sind menschliche Interessen, die dem gemeinsamen \u00dcberleben dienen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Die Friedensbewegung fordert die Bundesregierung auf, sich jeder Art von Kriegsbeteiligung zu enthalten. Sie ruft im Kriegsfall die Bev\u00f6lkerung zu Massenprotesten auf, zu zivilem Ungehorsam, Blockaden und Streiks gegen alle kriegsunterst\u00fctzenden Ma\u00dfnahmen. Jede Art von Kriegsdienst muss verweigert werden. \u00d6ffentliche Einrichtungen, Bildungsst\u00e4tten und zivile Verwaltungen haben ausschlie\u00dflich friedlichen Zwecken zu dienen. Forderungen nach zivil-milit\u00e4rischer Zusammenarbeit m\u00fcssen strikt abgelehnt werden. <\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>F\u00fcr die Friedensbewegung gilt:  Wird Widerstand notwendig und zur demokratischen Pflicht, ist gewaltfreies Handeln oberstes Gebot. Auch in Notsituationen gilt: Leben muss erhalten und gesch\u00fctzt werden.<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><strong>Im Falle des Kriegsbeginns gilt f\u00fcr den Tag danach: <\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><strong>TAG X + 1, 18.00 Uhr <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><strong> Treffen am Bertoldsbrunnen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allen Sanktionen zum Trotz hat die Regierung Irans ein Atomkraftwerk in Buschehr in Betrieb genommen und den Bau von weiteren Urananreicherungsanlagen forciert. 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