{"id":807,"date":"2009-03-24T01:29:26","date_gmt":"2009-03-23T23:29:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fffr.de\/?p=807"},"modified":"2009-03-24T01:41:31","modified_gmt":"2009-03-23T23:41:31","slug":"zug-der-erinnerung-am-freiburger-hauptbahnhof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fffr.de\/?p=807","title":{"rendered":"&#8222;Zug der Erinnerung&#8220; am Freiburger Hauptbahnhof"},"content":{"rendered":"<h3>29. M\u00e4rz bis 1. April auf Gleis 8<\/h3>\n<p>Die rollende Ausstellung wider das Vergessen der Deportationsz\u00fcge der Reichsbahn, die Millionen Menschen in die Vernichtungs-KZs verschleppten, macht vier Tage lang Station in Freiburg. Im Fokus stehen dabei die Schicksale von Kindern und Jugendlichen aus zahlreichen St\u00e4dten und vielen L\u00e4ndern, die dem Morden der Nazis zum Opfer fielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zug-der-erinnerung.eu\/Bilder\/zde-flyer.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"margin-top: 7px; margin-bottom: 7px;\" src=\"http:\/\/www.zug-der-erinnerung.eu\/Bilder\/flyer-klein-2.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"198\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir zitieren von der <a href=\"http:\/\/www.zug-der-erinnerung.eu\/\" target=\"_blank\">Internetseite der Initiatoren<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.zug-der-erinnerung.eu\/ausstellung.html\" target=\"_blank\">Die Ausstellung<\/a><\/h3>\n<p>Der &#8222;Zug der Erinnerung&#8220; besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europ\u00e4ischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherz\u00e4hlt wird. Ob aus Skandinavien oder aus S\u00fcdgriechenland: \u00dcber Tausende Kilometer verschleppten die SS, das Reichsverkehrsministerium und die &#8222;Deutsche Reichsbahn&#8220; \u00fcber 1 Million Kinder und Jugendliche. Die Fotos der Opfer und ihre letzten Briefe, die sie aus den &#8222;Reichsbahn&#8220;-Waggons warfen, stehen f\u00fcr das Los der Millionen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden.<!--more--><\/p>\n<p>Statt entsetzlicher Bilder zeigt die Ausstellung Andenken, die aus unseren Familienalben stammen k\u00f6nnten. Zu sehen ist das L\u00e4cheln der Kindheit und der Optimismus der Jugend. Zugleich verweisen die Dokumente auf ein Tabu, das f\u00fcr alle Zivilisationen verpflichtend ist: Das Leben der Kinder zur Erhaltung der Gattung zu schonen. Mit dem Kindermord hat Nazideutschland dieses Gesetz gebrochen und zeitweise au\u00dfer Kraft gesetzt. Aus Auschwitz und den anderen Lagern kehrten nur wenige Kinder zur\u00fcck. Ihre beispielhaften Biographien, die Bilder ihrer frohen und erwartungsvollen Gesichter laden nicht nur zum Gedenken ein, sondern vermittelten einen implizite Aufforderung: Gegen die Triebfedern der Verfolgung (Rassismus, Antisemitismus und nationalistische Ideologien) deutlich Stellung zu beziehen.<\/p>\n<p>In einem erweiterten Ausstellungsbereich werden mehrere T\u00e4ter der unterschiedlichen Funktionebenen vorgestellt, die f\u00fcr den Transport der todgeweihten Kinder und Jugendlichen in die Vernichtungslager sorgten. Mehrere dieser Spezialisten setzten ihre Bahnkarrieren in der Nachkriegszeit fort.<\/p>\n<p>Am Ende des zweiten Waggons h\u00e4ngen die noch leeren, durch die Recherche von Schulen und anderen Organisationen zu f\u00fcllenden Tafeln mit den Fotos und Biographien einzelner Kinder aus den Gemeinden und St\u00e4dten entlang der Fahrstrecke.<\/p>\n<p>Der &#8222;Zug der Erinnerung&#8220; h\u00e4lt auch eine Rechercheneinheit bereit: Computer und eine Handbibliothek laden zur Spurensuche ein.<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.zug-der-erinnerung.eu\/zug.html\" target=\"_blank\">Der Zug<\/a><\/h3>\n<p>Der &#8222;Zug der Erinnerung&#8220; fuhr probeweise erstmals am 27. Januar 2007 in W\u00fcrzburg. Die historische Lok und wenige Wagen mit Fotos der Kinder und Dokumenten \u00fcber das regionale Deportationsgeschehen riefen bundesweit erhebliches Medieninteresse hervor. Die ungew\u00f6hnliche Darstellungsform und der einfache Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der im Bahnhof, dem fr\u00fcheren wie heutigen Handlungsort, hergestellt werden konnte, machte die Pr\u00e4sentation gerade f\u00fcr Jugendliche gut nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Nach mehrmonatigen Planungen begann der &#8222;Zug der Erinnerung&#8220; am 8. November 2007 seine bundesweite Fahrt in Frankfurt a.M. Das Datum war wegen des Gedenkens an die Opfer der Novemberpogrome gew\u00e4hlt worden (&#8222;Reichskristallnacht&#8220;). Bis zum 8. Mai 2008 legte der Zug mit seinen Ausstellungswagen fast 10.000 Kilometer zur\u00fcck. Mehr als 240.000 Besucher kamen auf 70 Bahnh\u00f6fe in der Bundesrepublik und in der Republik Polen. (1)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"vertical-align: middle; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;\" src=\"http:\/\/www.zug-der-erinnerung.eu\/Bilder\/2-der_1.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"206\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die letzte Etappe der Fahrt f\u00fchrte von G\u00f6rlitz zur Gedenkst\u00e4tte Auschwitz. Besonders engagierte deutsche Jugendliche begleiteten den Zug auf dieser Reise und suchten im Staatlichen Museum Auschwitz (Oswiecim) nach Spuren der Deportierten. Auf dem Gel\u00e4nde von Auschwitz-Birkenau bekannten sich die Teilnehmer am 8. Mai 2008, dem 63. Jahrestag der Kapitulation des NS-Reiches, zu einer Selbstverpflichtung:<\/p>\n<p>&#8230;Das Interesse der Nazis war es, alle Menschen umzubringen, die sie f\u00fcr nicht lebenswert befanden. Dies ist ihnen nicht gelungen! Wir haben das Gl\u00fcck noch mit den letzten Zeitzeugen sprechen zu k\u00f6nnen und von ihnen zu lernen.<br \/>\n Diese Verantwortung \u00fcbernehmen wir!<br \/>\n Diese Verpflichtung machen wir uns zu eigen!<br \/>\n Dies versprechen wir vor den Waggons der &#8218;Deutschen Reichsbahn&#8216;, mit denen die Kinder und Jugendlichen in den Tod deportiert wurden.&#8220;<\/p>\n<p>Mit dieser Botschaft kehrte der &#8222;Zug der Erinnerung&#8220; nach Deutschland zur\u00fcck. Ermutigt durch viele Tausend Spender und Dank der \u00fcberparteilichen Unterst\u00fctzung gesellschaftlicher Organisationen (insbesondere durch lokale B\u00fcrgerinitiativen, Gewerkschaften und Kirchen) setzt der Zug seine Fahrt im Winter 2008\/2009 fort. Die mobile Ausstellung ist in einer erweiterten Fassung zu sehen. Auf den Haltebahnh\u00f6fen ruft der &#8222;Zug der Erinnerung&#8220; zu einem Bund der Generationen auf.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29. M\u00e4rz bis 1. 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