Freiburger Friedenswochen 2018

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V E R A N S T A L T U N G E N am 5., 8., 14. und 20. November 2018

Montag, 5. November 2018
19.00 – 21.45 Uhr
KG III, Hörsaal 3044, Uni Freiburg
Fluchtgründe bekämpfen – nicht Flüchtlinge
Veit Cornelis und Alexander Supady von der Global Initiative on Health, Migration and Development und
Jürgen Grässlin,Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.) und Mitbegründer des GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE
68,5 Millionen Menschen weltweit wurden gewaltsam vertrieben – Deutschland und andere Industriestaaten liefern die Waffen. Mehr als 25 Millionen
Menschen flüchten außerhalb ihres Heimatlandes, ihre Zahl steigt. Auf Fluchtrouten kommen Tausende ums Leben, der Weg der Überlebenden endet vielfach
an von Rüstungskonzernen errichteten Grenzsicherungsanlagen.
Die Politik der EU ist auf Flüchtlingsabwehr fokussiert – das Mittelmeer ist die weltweit tödlichste Grenze. Die Referenten berichten über Fluchtrouten, Menschenrechtsverletzungen und Rüstungsprofite – und sie zeigen sinnvolle Handlungsansätze auf.

Donnerstag, 8. November 2018
19.00 – 21.45 Uhr
KG I, Hörsaal 1221, Uni Freiburg
Migration trotz Entwicklungshilfe – was muss sich ändern?
Vortrag und Diskussion mit Katrin Gänsler
Die Journalistin lebt und arbeitet seit 2010 als Autorin und Korrespondentin in Westafrika, Cotonou/Benin und Abuja/Nigeria
Migration ist innerhalb Westafrikas seit Jahrhunderten Normalität und Europa für die Mehrheit der Migranten keinesfalls das erste Ziel.
Die, die sich trotzdem auf den Weg in Richtung Norden aufmachen, nehmen große Risiken in Kauf.
Dazu gehören auch die jungen Frauen aus der nigerianischen Provinzhauptstadt Benin City.
Sie wissen mittlerweile, dass sie in Libyen und Europa in die Prostitution gezwungen werden.
Warum ändert sich trotz vieler Milliarden Euro aus Brüssel und den EU-Staaten seit Jahren nichts? Und welche Rolle spielen die afrikanischen
Regierungen?

Mittwoch, 14. November 2018
20.00 – 21.45 Uhr
KG III, Hörsaal 3044, Uni Freiburg
Das UNrecht des Stärkeren zerstört die Weltordnung
Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf
Die USA versuchen ihren relativen Verlust an Macht und Einfluß aufzuhalten durch wachsende ökonomische und militärische Aggressivität
gegenüber der aufsteigenden Weltmacht China, der transatlantischen Konkurrenzmacht EU sowie unliebsamen Regierungen im Nahen und
Mittleren Osten.
In der Trump-Administration haben die Regime-Change-Strategen mit ihrem Hauptfeind Iran die Oberhand gewonnen.Wird diese Politik bei den
Zwischenwahlen im November vom amerikanischen Volk bestätigt? Welche Gegenstrategien gäbe es für Europa?

Dienstag, 20. November 2018
20.00 – 21.45 Uhr
KG I, Hörsaal 1098, Uni Freiburg
Friedensmacht Europa? Zur Frage der Militarisierung der EU
Vortrag und Diskussion mit Jürgen Rose, Oberstleutnant a. D. der Bundeswehr und Mitglied im Vorstand des Darmstädter Signals.
Am 11. Dezember 2017 trafen die Außenminister von 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Entscheidung zu einer engeren militärischen
Zusammenarbeit im Rahmen einer gemeinsamen Verteidigungspolitik. Die offiziell beschlossene »Ständige strukturierte Zusammenarbeit (Pesco)«
soll mittelfristig zum Aufbau einer echten europäischen Verteidigungsunion führen.
Als Geburtshelfer dieser EU-Entscheidung fungierten ausgerechnet US-Präsident Donald Trump und der Brexit. Welchem Maßstab aber müsste aus friedenspolitischer Perspektive eine derartige »Europäische Verteidigungsunion« genügen und nach welchen Kriterien wäre sie zu konstruieren?
Und vor allem: Wie kann sichergestellt werden, dass die Europäische Union sich als eine Friedensmacht konstituiert, die vor allem der Maxime folgt: »Frieden schaffen mit möglichst wenigen Waffen«?“

Hinweis auf andere Veranstaltungen im November 2018:
Freitag, 9. November 2018,
17.30 Uhr, Platz der alten Synagoge
Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Donnerstag, 15. November 2018,
20.00 Uhr, Hebelschule
Vortrag und Diskussion mit Tobias Pflüger
Bericht aus Berlin:Warum rüstet Deutschland auf? Was steckt hinter den Drohnenprojekten der Großen Koalition?“

Träger:
RIB – RüstungsInformationsBüro e.V.,
www.rib-ev.de
Freiburger Friedensforum
www.fffr.de
DFG-VK – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Freiburg, www.freiburg.dfg-vk.de
und Stadt Freiburg

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.
Um Spenden wird gebeten, gerne auch als Überweisung an die
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE56 4306 0967 8041 0738 00
BIC: GENODEMIGLS
Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden
Veranstalter: RüstungsInformationsBüro e.V., Stühlinger Str. 7, 79106 Freiburg
V.i.S.d.P: Jürgen Grässlin, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

Vortrag zum Netzwerk Friedenssteuer am 28. Juni

Das Friedensforum informiert:

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe "Zivilgesellschaft im Dialog":

Dr. Wolfgang Steuer, Vorsitzender des Netzwerk Friedenssteuer e.V. 
gibt Einblick in die Idee und den Entwurf eines Zivilsteuergesetzes
und informiert über die weltweite Bewegung von
Conscience and Peace Tax International
Ort: Quartierstreff Wannerstr. 33
am: 28. Juni 2018, 
um:18.00 - 19.30 h,

Eines der ältesten Denkmodelle in der Friedensbewegung ist die
Vorstellung, Menschen dürfen nicht gegen ihr Gewissen gezwungen werden,
durch Steuern Militär und gar Krieg mitzufinanzieren.

Zu diesem Denkmodell, das sich auf den Rang des Gewissens (vgl. GG,
Artikel 4, Absatz 3) stützt, wird der Bundesvorsitzende des Netzwerks
Friedenssteuer, Dr. med. Wolfgang Steuer, am 28. Juni 2018 in Freiburg
sprechen. Dieses Netzwerk, das international mit Partner*innen
zusammenarbeitet, berührt moralische bzw. ethische Kategorien, die
immer wieder tagespolitisch brisant sind (das sog. Zwei-Prozent-Ziel auf
Basis des Bruttoinlandprodukts bei Rüstungsausgaben).

FRIEDENSPLATZ statt SIEGESDENKMAL: Kundgebung zur Wiederaufstellung des Siegesdenkmals

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FRIEDENSPLATZ statt SIEGESDENKMAL: Kundgebung zur Wiederaufstellung des Siegesdenkmals
am 3. Februar 2018, 11:00 Uhr am Siegesdenkmal
mit Beiträgen zur eigenen Position und über den Freiburger Tellerrand hinaus:
u.a. Tobias Pflüger (MdB die Linken)
Johannes Remmer (Rektor Dt.-Frz. Gymansium)
Hintergrund ist die bevorstehende Entscheidung des Gemeinderats zur Benennung des Platzes am Siegesdenkmal. Die Ratsmitglieder wurden eingeladen.
Veranstalter: Initiative Platzbenennung Siegesdenkmal
vertreten durch: Bastian Gabel, ini.platzname@web.de
unterstützt durch: Freiburger Friedensforum, Die LINKE Freiburg, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, u.v.m.
diskutiere und unterzeichne! – www.openpetition.de/!platzname

Freiburger Friedenswoche 2017

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Mittwoch, 15. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG II, HS 2004

Die Rolle Deutschlands im grenzüberschreitenden Widerstand gegen Killerdrohnen

Vortrag und Diskussion mit Elsa Rassbach, deutsch-amerikanische Filmemacherin und Friedensaktivistin. Mitbegründerin der deutschen Drohnen-Kampagne.

Das Überwachen-und-Töten durch Kampfdrohnen ist ein neues Paradigma in der aggressiven Kriegsführung. Dieses lukrative Waffensystem wird durch mehr und mehr Länder entwickelt und/oder gekauft. Deutschland sollte eine Schlüsselrolle in den internationalen Bestrebungen spielen, die Ächtung von Kampfdrohnen durchzusetzen. US-Basen in Deutschland wie Ramstein und AFRICOM sind unerlässlich für die nach deutschem Recht illegalen US-Drohneneinsätze. Deutschland ist federführend in der Entwicklung einer europäischen Kampfdrohne. Wie kann der Widerstand gegen die Killerdrohnen in Deutschland verstärkt werden?

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Mittwoch, 22. November
20 – 22 Uhr, Universität KG I, Hörsaal 1016

Adinda Flemmich – Eine mutige Frau ihrer Zeit:  Zeitgeschichte und Biografie in Bildern

Ulrike Schubert vom Aktionskreis Kunst Vauban e.V.

Mit hohem persönlichen Einsatz, gegen starke Widerstände der Stadt Freiburg, gründete die heute eher unbekannte Adinda Flemmich (1867 Antwerpen
– 1942 Freiburg) im Vorfeld des Ersten Weltkriegs 1905 mit FriedensfreundInnen die Freiburger Sektion der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG).
Auf Weltfriedenskongressen, wie 1905 in Luzern, war Adinda Flemmich Mitglied der deutschen Delegation. In jenem Jahr wurde erstmals der Friedensnobelpreis an eine Frau, Bertha von Suttner, verliehen. In Freiburg engagierte sich Adinda Flemmich vor dem Ersten Weltkrieg gegen die zahlreichen
Kriegsvorbereitungen sowie während des Ersten Weltkriegs. Sie leitete die örtliche Friedensgesellschaft (DFG) bis ins Jahr 1920. Die Freiburger
Friedensgesellschaft engagierte sich aktiv bis zu ihrem Verbot 1933. Eine Straße im Stadtteil Vauban ist dieser mutigen Kämpferin für den Frieden
gewidmet.

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Freitag, 24. November
19 – 21 Uhr, KG III, HS 3043

Globale Eskalation oder Rückkehr zur Vernunft – Ein systemischer Blick

Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund, deutscher Zweig

Kriege im Mittleren Osten um Öl und Gas, der Klimawandel mit den Folgen der Verschlechterung von Süßwasser-Ressourcen,Wüstenbildungen und
Wirbelstürmen und die dadurch bedingte Migration von Millionen Menschen auf der südlichen Erdhalbkugel sowie die wachsenden Ungleichheiten zwischen
Arm und Reich stellen enorme Herausforderungen dar, zumal die Weltbevölkerung weiter wächst. Wie könnte eine Kultur der Vernunft und des
Friedens aussehen?

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Samstag, 25. November
15 – 18 Uhr, Katholische Akademie,Wintererstr. 1

Jubiläumsfeier: 125 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft

1892 gründeten die Friedensnobelpreisträger Bertha von Suttner und Alfred Herrmann Fried mit vielen Mitstreitern in Berlin die Deutsche Friedensgesellschaft.
Der Verband blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.“Die Waffen nieder!”, so hieß das 1889 von Bertha von Suttner veröffentlichte Buch, in dem die Brutalität und das durch Kriege verursachte Leiden geschildert werden. Damals wie heute engagieren sich Menschen gegen Krieg, Rüstung und Waffenexporte
und warnen vor der Anwendung von Massenvernichtungswaffen. Hauptredner ist Prof. Dr. Wolfram Wette. Durch die Veranstaltung führt Jürgen Grässlin. Die Feier wird musikalisch umrahmt. Alle FriedensfreundInnen sind herzlich eingeladen.

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Dienstag, 28. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG I, HS 1221

Rüstungsexport ist oft Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen und zu Mord

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin und Stephan Möhrle

Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK und der Kampagne “Aktion Aufschrei”,Vorsitzender des RüstungsInformations-Büros (RIB e.V.) und
Bestsellerautor.
Stephan Möhrle, DFG-VKVertreter in der Kampagne “Aktion Aufschrei”, Mitglied im DFG-VKLandvorstand Baden-Württemberg und RIB-Büroleiter.

Maßgeblich verantwortlich für die Genehmigung von Kriegswaffenexporten an sogenannte “Drittländer” außerhalb von NATO und EU ist der Bundessicherheitsrat (BSR). Geführt von den Kanzlern Gerhard Schröder und Angela Merkel sowie je acht Ministern wurden und werden in geheimer Sitzung Waffentransfers in Krisen- und Kriegsgebiete genehmigt. Involviert waren Minister von CDU, CSU, SPD, Grünen und FDP.
Zahlreiche Kriegswaffenlieferungen an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten führten dazu, dass Millionen Menschen in die Flucht getrieben
wurden oder starben. Was muss sich ändern, damit Kriegswaffenexporte gestoppt werden? Welche Aktionen müssen wir durchführen, damit Menschenrechte geachtet und die Kriegsgefahr gemindert werden? Die beiden Referenten zeigen konkrete Handlungsansätze auf.

Antikriegstag in Freiburg am 1. September

Kundgebung und Demonstration
Freitag, 1. September, 17.30h auf dem Rathausplatz

Es reden: Ginger Edwards-Menz, Friedensforum * Werner Siebler, Vorsitzender DGB Stadtverband Freiburg * Pfarrer Michael Philippi, ev. Kirche und ACK (Arbeitskreis Christlicher Kirchen)
Musik: Benny Feldmann

Verantwortung für Frieden in der Welt übernehmen, Für Dialog und Entspannung, Völkerrecht stärken!
Am 1. September 1939 überfielen Hitlertruppen Polen und lösten den 2. Weltkrieg aus. Seit 1957 ist dieser Tag als Antikriegstag ein Tag der Erinnerung, der Mahnung und des Strebens nach Frieden. Das Friedensgebot ist nicht umsonst im Grundgesetz festgelegt worden. „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“, lautete das Vermächtnis der Überlebenden der NS-Diktatur. Aber: Die Bundesregierung setzt heute mehr denn je auf Aufrüstung und Kriegseinsätze und weniger auf friedliche Lösung internationaler Konflikte (“mehr Macht, mehr Verantwortung“). Verantwortung sieht jedoch anders aus. Vom US – Militärstützpunkt Ramstein werden völkerrechtswidrig Drohnen in Zielgebiete überall in der Welt geleitet. Von Deutschland geht wieder Krieg aus. Wir haben so viel Kriege wie nie zuvor. Die BRD ist weltweit an 17 militärischen Interventionen beteiligt. Unter Druck der USA soll die militärische Aufrüstung um viele Milliarden Euro intensiviert werden. Nationalistische, kriegerische und protektionistische Töne bestimmen die US-Politik unter Trump. Internationale Verträge werden gekündigt.
Die Rechtsentwicklung und das Wiederaufleben neonazistischer Gruppen in Europa, auch bei uns, sind Folgen einer widersprüchlichen Politik von Parteien, sowie wirtschaftlicher und finanzieller Krisen in Europa. Diesen gilt es entgegenzutreten mit Aufklärung und gewaltfreien Widerstand.
Die Militarisierung nach Innen zeigt sich im Werbefeldzug der Bundeswehr an Schulen, Hochschulen, Berufsberatung, bei Ausbildungs- und Jobmessen. Über 3000 Minderjährige hat die Bundeswehr rekrutiert.
In Büchel befinden sich US-amerikanische Atomwaffen, deren Einsatz von deutschen Tornados aus geübt wird. USA und Russland modernisieren ihre Atomwaffen. Hiroshima und Nagasaki mahnen uns alle.Der Nordkorea USA Konflikt um die nordkoreanischen Atomwaffen droht zu eskalieren. Die Androhung der USA Atomwaffen einzusetzen und das ständige Säbelrasseln beider Seiten bedrohen den Weltfrieden.
Der Ukraine Konflikt ist ungelöst und bedroht den Frieden in Europa. Die Manöver der NATO in Osteuropa tragen nicht zur Entspannung bei. Es bedarf einer europäischen Friedenslösung, die auf Gewalt verzichtet.
Folgen militärischer Konfliktlösungen: weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Kriegen, Dürre, ökologischen Katastrophen, Unterdrückung, Hunger, Krankheit. Deutschland und Europa sind dafür mitverantwortlich. Mit der Festung Europa wird das Mittelmeer noch mehr zum Grab für tausende Menschen. Andere darben eingesperrt in Elendslagern in Libyen. Die Solidarität mit Geflüchteten ist uns besonders wichtig. Eine Welt des Friedens, der Freiheit und der Menschlichkeit entsteht dort, wo Menschen für Flüchtlinge eintreten.

 Wir verlangen von der Bundesregierung:
Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen.
Reduzierung des Rüstungsetats zugunsten von Sozialem, Bildung, Gesundheit und Wohnen.
Stopp der Rüstungsexporte, durch Rüstungskonzerne, keine Vergabe von Lizenzen zum Bau von Waffen und Rüstungsgütern.
Ächtung von Kampfdrohnen.
Öffnung der EU-Außengrenze für Flüchtlinge und legale Fluchtwege.
Unterzeichnung des UNO-Vertrages zum Verbot von Atomwaffen durch die BRD, Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Büchel in der Pfalz.
Bekämpfung neonazistischer Parteien und Organisationen.
Schaffung legaler Fluchtwege.
Einstellung der Beteiligung an NATO Manövern an den Grenzen Russlands.
Ende der Sanktionen gegen Russland.

Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein System gemeinsamer Sicherheit in Europa und in der Welt. Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und fairen Handel.

Den Aufruf unterstützt: Freiburger Friedensforum, Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK), DGB Stadtverband Freiburg, RüstungsInformationsBüro Freiburg (RIB), Evangelische Kirche in Freiburg, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Freiburg (ACK), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA).

ViSdP: Freiburger Friedensforum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg, Max Heinke

Freiburger Friedenswochen 2016

Flyer PDF

Freitag, 11. November 2016
Vernichten, verhandeln, anerkennen, austrocknen, – wie umgehen mit dem IS?
Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Der seit dem 11. September 2001 – schon 15 Jahre geführte „Krieg gegen den Terrorismus“ – ist gemessen an seinen erklärten Zielen nicht nur völlig
gescheitert, er wirkt sogar kontraproduktiv. Mit immer neuen Kriegen in der Welt ist die Zahl terroristischer Gewalttäter mit islamistischer Selbstrechtfertigung,
die Zahl ihrer Anschläge und die Zahl ihrer Opfer – überwiegend Muslime – in den letzten 15 Jahren erheblich angestiegen.
Es gibt keine Aussicht, den sogenannten „Islamischen Staat“ militärisch zu besiegen.Was wären die Alternativen zum „Krieg“ gegen den Terrorismus?
Darüber wird Andreas Zumach referieren – mit anschließender Diskussion.

Dienstag, 15. November 2016
„Türkei – ein politischer Reisebericht“?
Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund, deutscher Zweig
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Vom 13. bis 23. März 2016 war Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, mit einer
IPPNWDelegation unter der Leitung von Dr. Gisela Penteker in der Türkei. Gesprächspartner in Ankara und Diyarbakir waren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Menschenrechtsvereinen, der Anwaltskammer, der Ärztekammer, der deutschen Botschaft, der Gewerkschaft SES, der Fraktionsvorsitzende
der Partei HDP, der stellvertretende Fraktionschef der Partei CHP, der Journalist Erdem Gül von der Zeitung Cumhyriet, der inzwischen zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde wegen Landesverrats, sowie mehrere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Cizre, Mardin und Viransehir in der mehrheitlich kurdisch bewohnten Osttürkei.
Clemens Ronnefeldt wird anhand von Bildern seine Eindrücke vor dem Putsch vom Sommer 2016 schildern und Anregungen geben, welche Wege aus der
Eskalation herausführen könnten. Seit 1990 nahm er an Friedensdelegationen teil, die ihn nach Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Ägypten und Jordanien führten.
Er moderierte zusammen mit dem Journalisten Andreas Zumach eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten auf
der Nichtregierungsebene, in Bad Boll, an der 27 Personen aus neun Staaten der Region teilnahmen, darunter auch aus der Türkei.

Montag, 21. November 2016
„Internationale Flüchtlingskonvention am Ende? – Rettungsaktionen im Mittelmeer“
Vortrag von Sandra Hammamy, von Sea Watch,Politikwissenschaftlerin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie hat das Sea Watch Basiscamp in Lampedusa im vergangenen Jahr geleitet, sowie das Basiscamp Malta in dieser Saison und war im Winter drei Monate in der Ägäis zwischen Lesbos und der türkischen Küste im Einsatz.
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Sandra Hammamy ist bis kurz vor diesem Vortrag noch in Malta und wie man der Presse entnehmen konnte, hatte sie nach einem bewaffneten Überfall auf ein MSF Schiff alle Hände voll mit Umbau des Schiffes, standard operation procedures, und Sicherheitstraining zu tun, bevor Sea Watch wieder in Einsatz gehen konnte.
Zwischen der libyschen Küste und Malta fährt Sea Watch ein weiträumiges Operationsgebiet ab, um in Seenot befindliche Flüchtlingsboote zu finden und zu
versorgen. Ihr Vortrag gibt uns ein Bild aus erster Hand über die großen Flüchtlingsprobleme in Nordafrika und dem Mittelmeer und wird sicher Anlass zu einer angeregten Diskussion geben.

Freitag, 25. November 2016
Das Oberndorf-Syndrom:Der Tod, die Waffen, das Schweigen
Ein Film von Wolfgang Landgraeber
anschließend Diskussion mit Wolfgang Landgraeber und Jürgen Grässlin, Bundessprecher “Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel”, DFG-VK und RIB
19.30 h Kommunales Kino, Urachstr. 40
Eintritt: regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Kartenreservierung unter: 0761-45 98 00 22
Wie kann eine Stadt vom Töten leben, in der viele ihrer Bewohner seit Generationen Kriegswaffen herstellen? Um eine Antwort zu finden, besucht Filmemacher
Wolfgang Landgraeber die schwäbische Kleinstadt Oberndorf am Ostrand des Schwarzwaldes, wo er vor dreißig Jahren – auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung – den Dokumentarfilm „Fern vom Krieg“ drehte.
Was hat sich seither geändert? Er sucht Bürger der Stadt, Friedensaktivisten und Gewerkschafter auf und versucht mit Beschäftigten des Rüstungskonzerns
Heckler & Koch (H&K) ins Gespräch zu kommen, wo die von Militärs und Terroristen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden.
Sein neuer Film zeigt Kriegsschauplätze im Nahen Osten, in Afrika und auf dem Balkan, wo mit H&K-Waffen gekämpft wurde und immer noch wird.
Millionen haben durch H&K-Waffen ihr Leben verloren – durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein Mensch.Tatsachen, die die meisten in der Waffenindustrie arbeitenden Menschen nicht gelten lassen. Sie pochen auf angeblich friedenserhaltende Effekte der Rüstungsproduktion. Oberndorf sieht sich an den Pranger gestellt.
Eine Koproduktion der EIKON Südwest mit dem Westdeutschen Rundfunk, entwickelt mit Mitteln des Media Programms der Europäischen Union, gefördert
aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Entwicklungsdienst.

Dienstag, 29. November 2016
„Die Waffen nieder!“
Die Dramatisierung des Nobelpreis-Romans von Bertha von Suttner
20.00h, Kulturzentrum „Glashaus“ Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz (Linie 5)
Eintritt:10 Euro, ermäßigt: 5 Euro (Arbeitslose,Studenten, Grundsicherung, Flüchtlinge)
Mit einem Highlight, nämlich mit einer Theateraufführung im „Glashaus“, Stadtteil Rieselfeld, wird die Veranstaltungsreihe der Freiburger Friedenswoche beendet. Brilliant und spannend gespielt von der in Linz geborenen Schauspielerin Lisa Wildmann, u.a. 6 Jahre Ensemble am Staatstheater Stuttgart.
Regie führt Nikolaus Büchel, u. a. Intendant an diversen Schauspielhäusern.
Angesichts der zahlreichen Kriege, Krisen und Flüchtlingsbewegungen ist das Theaterstück „Die Waffen nieder“ aktueller denn je.
Bertha von Suttner, die große Vorläuferin und Ikone des Anti-Militarismus und der ganzen Friedensbewegung, wurde vor 110 Jahren mit dem Friedensnobelpreis
weltweit gewürdigt. Die Vorzeige-Österreicherin, nicht nur auf Geldscheinen, Münzen und Briefmarken, hat den Romantitel „Die Waffen nieder“ als Aufschrei in die Welt gesetzt, der bis heute unerfüllt geblieben ist.
Die Theaterfassung fokussiert auf beeindruckende Weise die intellektuelle sowie politische Emanzipation einer jungen Frau, deren glückliche Beziehung
durch den Krieg aufs Brutalste zerstört wird, ihr Scheitern, das in der Vorhersage des Ersten Weltkrieges gipfelt. Sie zeigt aber auch das Samenkorn ihrer Sehnsucht nach Frieden.

Antikriegstag 2016 in Freiburg

Kundgebung und Demonstration

Donnerstag, 1. September

ab 17:30 Uhr

Rathausplatz

mit Redebeiträgen und musikalische Begleitung

Veranstalter: Freiburger Friedensforum, RIB e.V, DFG-VK, DGB Freiburg

Freiburger Friedenswochen 2015

Montag, 16.11.2015:  PROGRAMMÄNDERUNG (siehe unten)

PDF: http://www.fffr.de/fff-docs/2015/FR-Friedenswochen_2015.pdf

WEGE AUS WELTWEITEM CHAOS
Die Vereinten Nationen melden:
60 Millionen Menschen sind auf unserem Globus zur Zeit auf der Flucht. Sie sind auf der Flucht vor Krieg, Bürgerkrieg,Verfolgung, Unterdrückung und Terror, aber auch vor Hunger, Elend und Armut. Sie flüchten innerhalb ihrer Länder, aber auch über alle Grenzen hinweg und über das Meer. Solche Fluchtbewegungen gibt es in Asien, auf dem amerikanischen Kontinent, in Afrika und innerhalb Europas. Das fordert dringendes internationales Handeln der Politik zur Beseitigung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern mit Schaffung einer gerechten Wirtschafts- und Handelsordnung.

Dazu gehören:
– Sofortige Beendigung von kriegerischen Auseinandersetzungen
– Stopp aller Waffenlieferungen und militärischer Interventionen
– Aufnahme ernsthafter diplomatischer Verhandlungen

Krieg darf kein Mittel zur Durchsetzung von machtpolitischen Interessen sein.

Dienstag, 03.11.2015
Globales Chaos – machtlose UNO. Ist die Weltorganisation überflüssig geworden?
Vortrag von Andreas Zumach, freier Journalist, Genf
19.00 – 22.00 h, Alte Universität, Hörsaal I, Bertoldstr. 17 (Eingang Brunnenstr.)

Ukraine, Syrien, Krieg gegen den Terrorismus,Klimawandel: Je mehr die Welt aus den Fugen gerät, desto weniger spielt die UNO die Rolle, die für sie vorgesehen ist, eine UNO, die handlungsfähig ist bei der Bewältigung von Klimawandel, Hunger, Epidemien und anderen globalen Herausforderungen. Andreas Zumach zeigt auf, wie eine handlungsfähige UNO im 21. Jahrhundert aussehen müßte. [Read more…]

Deutsche Kriegswaffen für Kurden: Vortrag mit Jürgen Grässlin am 19.11.

Deutsche Kriegswaffen für Kurden –

wie Bundeskanzlerin Angela Merkel Grundgesetz und Völkerrecht bricht und damit einen folgenschweren Präzedenzfall schafft

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin

Bundessprecher der DFG-VK, Buchautor, Empfänger des Aachener Friedenspreis 2013

Mittwoch, 19.11.2014

19 Uhr

Uni-Freiburg, Kollegiengebäude II, Hörsaal 2004

(Platz der Alten Synagoge)

Die Bundeskanzlerin und vier Minister von CDU/CSU und SPD haben, ohne Einbeziehung der gesamten Regierung und des Bundessicherheitsrates, im August 2014 entschieden, umfangreiche Waffenbestände der Bundeswehr in das Bürgerkriegsland Irak zu liefern. [Read more…]

Krieg in der Ukraine – Militäraktionen und Waffenhilfe von außen

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf

Montag, 17. November 2014

19 Uhr

Alte Uni, Bertoldstr. 17, Hörsaal 1

(Eingang Brunnenstr.)

Seit vielen Jahren streben EU und NATO die Osterweiterung ihrer politischen Herrschaft an. Nach der Einbeziehung Polens, Tschechiens, Ungarns, des Balkans und der baltischen Länder stehen seit langem auch Georgien, Moldavien und die Ukraine auf der Agenda. In der Ukraine hat das zur Spaltung des Landes geführt und zum Sturz der Regierung. Demonstrationen pro und contra Westanschluss eskalierten zum Bürgerkrieg, durch einseitige Parteinahme des Westens und Russlands dann zu neuen internationalen Spannungen mit Wirtschaftssanktionen, Militäraktionen und Waffenhilfe. [Read more…]

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