Antikriegstag in Freiburg am 1. September

Kundgebung und Demonstration
Freitag, 1. September, 17.30h auf dem Rathausplatz

Es reden: Ginger Edwards-Menz, Friedensforum * Werner Siebler, Vorsitzender DGB Stadtverband Freiburg * Pfarrer Michael Philippi, ev. Kirche und ACK (Arbeitskreis Christlicher Kirchen)
Musik: Benny Feldmann

Verantwortung für Frieden in der Welt übernehmen, Für Dialog und Entspannung, Völkerrecht stärken!
Am 1. September 1939 überfielen Hitlertruppen Polen und lösten den 2. Weltkrieg aus. Seit 1957 ist dieser Tag als Antikriegstag ein Tag der Erinnerung, der Mahnung und des Strebens nach Frieden. Das Friedensgebot ist nicht umsonst im Grundgesetz festgelegt worden. „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“, lautete das Vermächtnis der Überlebenden der NS-Diktatur. Aber: Die Bundesregierung setzt heute mehr denn je auf Aufrüstung und Kriegseinsätze und weniger auf friedliche Lösung internationaler Konflikte (“mehr Macht, mehr Verantwortung“). Verantwortung sieht jedoch anders aus. Vom US – Militärstützpunkt Ramstein werden völkerrechtswidrig Drohnen in Zielgebiete überall in der Welt geleitet. Von Deutschland geht wieder Krieg aus. Wir haben so viel Kriege wie nie zuvor. Die BRD ist weltweit an 17 militärischen Interventionen beteiligt. Unter Druck der USA soll die militärische Aufrüstung um viele Milliarden Euro intensiviert werden. Nationalistische, kriegerische und protektionistische Töne bestimmen die US-Politik unter Trump. Internationale Verträge werden gekündigt.
Die Rechtsentwicklung und das Wiederaufleben neonazistischer Gruppen in Europa, auch bei uns, sind Folgen einer widersprüchlichen Politik von Parteien, sowie wirtschaftlicher und finanzieller Krisen in Europa. Diesen gilt es entgegenzutreten mit Aufklärung und gewaltfreien Widerstand.
Die Militarisierung nach Innen zeigt sich im Werbefeldzug der Bundeswehr an Schulen, Hochschulen, Berufsberatung, bei Ausbildungs- und Jobmessen. Über 3000 Minderjährige hat die Bundeswehr rekrutiert.
In Büchel befinden sich US-amerikanische Atomwaffen, deren Einsatz von deutschen Tornados aus geübt wird. USA und Russland modernisieren ihre Atomwaffen. Hiroshima und Nagasaki mahnen uns alle.Der Nordkorea USA Konflikt um die nordkoreanischen Atomwaffen droht zu eskalieren. Die Androhung der USA Atomwaffen einzusetzen und das ständige Säbelrasseln beider Seiten bedrohen den Weltfrieden.
Der Ukraine Konflikt ist ungelöst und bedroht den Frieden in Europa. Die Manöver der NATO in Osteuropa tragen nicht zur Entspannung bei. Es bedarf einer europäischen Friedenslösung, die auf Gewalt verzichtet.
Folgen militärischer Konfliktlösungen: weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Kriegen, Dürre, ökologischen Katastrophen, Unterdrückung, Hunger, Krankheit. Deutschland und Europa sind dafür mitverantwortlich. Mit der Festung Europa wird das Mittelmeer noch mehr zum Grab für tausende Menschen. Andere darben eingesperrt in Elendslagern in Libyen. Die Solidarität mit Geflüchteten ist uns besonders wichtig. Eine Welt des Friedens, der Freiheit und der Menschlichkeit entsteht dort, wo Menschen für Flüchtlinge eintreten.

 Wir verlangen von der Bundesregierung:
Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen.
Reduzierung des Rüstungsetats zugunsten von Sozialem, Bildung, Gesundheit und Wohnen.
Stopp der Rüstungsexporte, durch Rüstungskonzerne, keine Vergabe von Lizenzen zum Bau von Waffen und Rüstungsgütern.
Ächtung von Kampfdrohnen.
Öffnung der EU-Außengrenze für Flüchtlinge und legale Fluchtwege.
Unterzeichnung des UNO-Vertrages zum Verbot von Atomwaffen durch die BRD, Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Büchel in der Pfalz.
Bekämpfung neonazistischer Parteien und Organisationen.
Schaffung legaler Fluchtwege.
Einstellung der Beteiligung an NATO Manövern an den Grenzen Russlands.
Ende der Sanktionen gegen Russland.

Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein System gemeinsamer Sicherheit in Europa und in der Welt. Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und fairen Handel.

Den Aufruf unterstützt: Freiburger Friedensforum, Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK), DGB Stadtverband Freiburg, RüstungsInformationsBüro Freiburg (RIB), Evangelische Kirche in Freiburg, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Freiburg (ACK), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA).

ViSdP: Freiburger Friedensforum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg, Max Heinke

Nagasaki-Tag in Freiburg am 9.8.

Am 9. August wird auf dem Rathausplatz von 16.00 – 19.00 h mit einer Mahnwache der  Atombombenabwürfe auf Hiroshima (6. August 1945)
und Nagasaki (9. August 1945) gedacht. Trotz der weiter nachwirkenden Folgen der Verstrahlung 72 Jahre danach, bestehen die Atommächte auf der
„Atomaren Abschreckung“. Allein in Deutschland lagern 20 US-Atombomben in Büchel in der Eifel. Die Veranstalter wollen, dass der Atomwaffenverbotsvertrag vom 7. Juli 2017, der ab 20. September 2017 zur Unterschrift freigegeben wird, auch von der Bundesregierung unterschrieben wird.

Es beteiligen sich:
Anti-Atom-Gruppe, BUND, Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte Kriegsdienstgegener (DFG-VK),
Freiburger Friedensforum

Abschiebungen nach Afghanistan: Brief vom Auswärtigen Amt

Das Freiburger Friedenszentrum beteiligt sich an einer Postkartenaktion gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Hier finden Sie die Postkarte und die Bestellmöglichkeit: postkarte_juli2017

Hier finden Sie eine Antwort des Auswärtigen Amtes:

ausw_amt_juli2017

Petition erfolgreich! Abschiebung eines afghanischen Mannes

Liebe Unterstützende,

heute (10.8.2017) erhielten wir die Nachricht, dass Navid Farzad ein Abschiebungsverbot nach §60 Abs. 7 Aufenthaltsgesetz erhalten wird und zunächst eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr, die danach verlängert werden kann.  Damit erhält er auch eine Arbeitserlaubnis.

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

 

Unterstützungsschreiben/Unterschriftenaktion PDF

Abschiebung eines afghanischen Mannes

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegung in Freiburg,
Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Ein 30-jähriger Mann, den wir gut kennen, ist im Alter von 23 Jahren von Afghanistan nach Pakistan geflohen. 2012 ist er in Deutschland eingereist. Navid Farzad wohnt in der Nähe von Freiburg. Bis vor kurzem hat er in Vollzeit mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag bei einem beliebten Döner-Restaurant in Freiburg gearbeitet.

Navid hat ab 2005 für die Internationalen Streitkräfte als Leibwächter und Begleiter von NATO-Konvois gearbeitet. Sein Asylantrag wurde dennoch abgelehnt, über einen Wiederaufgreifensantrag wurde noch nicht entschieden.

Da Navid bei seiner Tätigkeit im Afghanistan-Krieg traumatisierienden Erlebnissen ausgesetzt war, wurde bei ihm von einem Facharzt und zwei PsychologInnen eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt.

Nun soll jedoch nach einem Schreiben des Landratsamts die Abschiebung nach Afghanistan vorbereitet werden, falls er nicht bereit ist freiwillig auszureisen. Navid kann jedoch nicht nach Afghanistan zurückkehren. Als ehemaliger Beschäftigte der alliierten Streitkräfte ist er dort besonders gefährdet.

Navid kommt aus Jalres in Maidan-Wardak, einer Gegend, die nach einem neuen Bericht des „European Asylum Support Office“ seit 2008 durch die Taliban in einer besonderen Weise destabilisiert wurde. Im August 2015 hat der Gouverneur die Provinz Jalrez als explosiv beschrieben. Seit den Anschlägen auf deutsche Einrichtungen wissen wir auch, dass Kabul und Mazar-i-Sharif nicht mehr sicher sind. Nach dem Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul wurde im Juni 2017 ein bundesweiter Abschiebestopp nach Afghanistan von der Bundesregierung beschlossen.
Wir wissen jedoch nicht, wie lange dieser Abschiebestopp eingehalten wird. Straftäter, Gefährder und Menschen, die bei der Passbeschaffung nicht mitwirken werden ohnehin weiter abgeschoben.

Darum wurde für Navid eine Petition beim Petitionsausschuß des Bundestags eingereicht.

Wir wollen, dass Navid Farzad eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland erhält und hier in Frieden ohne Angst leben kann.

So geben Sie Ihre Unterschrift ab:

Per Post schicken: Freiburger Friedensforum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg
Mailen: fff@fffr.de

Die Unterschriften werden an den Petitionsausschuß des Bundestags weitergeleitet.

Ich/Wir fordern ein Bleiberecht in Deutschland für Navid Farzad!

Name                                                   Adresse                                                 Unterschrift

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ErstunterzeichnerInnen: Peter Adler, Dr. Michael Berger, Dr. med. Arndt Dohmen, Virginia Edwards-Menz, Dr. Guntram Ehrlenspiel, Dorothea Adler-Flittner, Jürgen Grässlin, Martina Herrmann, Gideon Horowitz, Pfarrer Christian Keller, Dr. Oebel-Horowitz, Tobias Pflüger, Barbara Volhard, Dr. Manfred Westermeyer, Annegret und Helmut Zeilinger

Gruppen: Freiburger Friedensforum, Afghanischer Humanitärer Verein Freiburg, Betriebsgruppe Radio Dreyeckland

 

Fahrt nach Büchel am 17. Juni

BÜCHEL IST ÜBERALL!  atomwaffenfrei. jetzt

Das Freiburger Friedensforum lädt ein zu einer Fahrt zum US-Atomwaffenlager Büchel (Pfalz)
am 17. Juni 2017
7.00 h Abfahrt vor Konzerthaus
Freiburg, Rückkehr ca. 20.00 h
Kosten: 20,00 Euro pro Person

Bankverbindung des Freiburger Friedensforums
Volksbank Freiburg, BIC GENODE61FR1
IBAN DE18680900000017068407
(Die Kosten sollen kein Hinderungsgrund sein)

Anmeldung zur Busfahrt:
– über das Friedensbüro s.u.
– oder Tel. 0761-16711
– oder Tel. 07664-1373

Wir werden vor einem der Eingangstore zum US-Atomwaffenlager stehen und mit IPPNW (Internationale Ärzte gegen
Atomkrieg) demonstrieren.

Freiburger Friedensforum
Stühlingerstr. 7
79106 Freiburg
Tel.: 0761-7678088
Fax: 0761-7678090
fff@fffr.de

Gefahren des Krieges

Seit der Schöpfung der Menschheit gibt es Krieg. In den vergangenen Jahrhunderten haben die Menschen nicht gelernt mit dem Krieg aufzuhören,obwohl sie sich als Krönung der Schöpfung bezeichnen. Durch den Krieg haben sie nichts erreicht, außer der Selbstvernichtung und die Vernichtung von unschuldigen Menschen. Trotz ihrer Klugheit, ihres Wissens, ihrer Entdeckungen und Technologie, die jeden Tag für ihr eigenes Glück und für ihren Alltag weiterentwickelt wird, haben sie eine grundsätzliche Arbeit nicht geleistet. Wir dürfen nicht durch den Krieg die Erde, die darauf lebende Tiere sowie weitere Lebewesen und die Natur zerstören. Was sollen wir dagegen tun?

Die Gedanken des Friedens und des Glücks entsprechen die Wünsche der meisten Menschen der Welt. Es ist erforderlich zur Erreichung dieser Ziele unser Denken und Arbeit einzusetzen. Intelligente Menschen wie z.B. WissenschaftlerInnen, GeisteswissenschaftlerInnen und Menschen von anderen wissenschaftlichen Richtungen sollten sich zusammensetzen und für die Rettung der Menschheit und der Natur Wege suchen, damit dieses Unglück, welches wir selbst herbeigeführt haben, beseitigt wird. Wir müssen die Gedanken der Kriegstreiber verändern. Die Menschen sollen auf die Bedeutung des Lebens und des Glücks hingewiesen werden und es sollen Wege zur Beseitigung der Atomwaffen und anderen lebensvernichtenden Kriegsmittel gefunden werden. Dann können die Soldaten der Welt Schritt für Schritt entlassen werden. Nur unter der Aufsicht der UNO soll eine internationale Militärmacht entstehen. Wir sollten uns für die Beseitigung der Unruhen, für Frieden und Glück in der ganzen Welt bemühen, weil Frieden und Glück die Wünsche jedes Menschen eigentlich sein sollten.

Durch den ersten Weltkrieg sind tausende unschuldige Menschen getötet worden. Das Ergebnis war die Vernichtung der Städte, der Landwirtschaft und die Entstehung von Armut gewesen. Im Anschluss daran mussten die Kriegsgewinner und -verlierer wieder von Null anfangen. Kaum war der Wiederaufbau beendet, fing der zweite Weltkrieg an. Und die Menschen mussten neu mit dem Wiederaufbau beginnen. Falls ein dritter Weltkrieg angefangen werden würde, würden wahrscheinlich ein Atomkrieg und damit die Vernichtung der Erde und ihrer BewohnerInnen resultieren. Wir müssen die Menschheit davor retten.

Dschingis Khan, Napoleon, Hitler, die britische und russische Angriffe auf Afghanistan, die Taliban und der IS, Al-Qaida, ISIS usw. haben sich selbst durch den Krieg mehr geschädigt als ihren vermeintlichen Feinden. Ein Ergebnis des Krieges durch die Russen in Afghanistan war die Beschleunigung des Zerfalls der Sowjetunion und die Zerstörung der Stadt Kabul und weiterer Städte in Afghanistan. Heute ist das afghanische Volk kriegsmüde und hasst den Krieg. Den einzigen Vorteil im Krieg zogen die Besitzer der Waffenfabriken, die durch die Herstellung von Waffen Geld verdienen und die Dummheit der kriegsführenden Menschen ausnutzen. Deswegen benötigen alle Menschen den totalen Frieden in der ganzen Welt, damit sie sich miteinander vereinigen und eine Erde ohne Krieg zustande bringen.

Auf jeden Fall müssen die Menschen über die Gefahren des Atomkrieges belehrt werden, welches viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

Anschließend sollten alle chemische, atomarische und konventionelle Waffen und andere menschenvernichtende Waffen mit ihren Millionen Munitionen vernichtet werden. Um dieses Ziel zu erreichen soll ein Komitee von friedlichen Menschen und AtomwissenschaftlerInnen gebildet werden, welches die Bedingungen für die Beseitigung der Atomwaffen entwerfen wird. Viele denken, dass es nicht möglich ist, aber viele haben auch gedacht, dass Deutschland nie wieder vereinigt wird. Ähnlich haben viele nicht gedacht, dass ein kleines und schwaches Land wie Afghanistan die Briten und Russen zum Abzug zwingen würde. Die meisten Menschen der Welt wollen keinen Krieg. Nur die Waffenfabrikanten und einige Führer der Großmächte wollen den Krieg aufrechterhalten. Diese bilden nicht einmal 1% der Weltbevölkerung, die den Rest der Welt als Geisel genommen haben.

Wir alle müssen für den Frieden und für die Beseitigung der Armut in der Welt gemeinsam arbeiten. Diese Pflicht soll die UNO auf sich nehmen. Es soll eine Militärmacht unter die UNO gestellt werden, die für die Erreichung dieser Ziele arbeitet.

Lasst uns Hand in Hand zusammen für den Frieden, für die Beseitigung der Atomwaffen, für eine ewige Sicherheit in der Welt, für die Menschheit sowie für die Rettung der unschuldigen Menschen arbeiten.

Freiburger Friedensforum mit Hilfe eines Menschen aus Afghanistan

Abschiebung verhindern! Härtefallantrag für Golbedin Aslami

Freiburger Friedensforum

Unterstützungsschreiben/Unterschriftenaktion

Abschiebung nach Afghanistan verhindern

GOLBEDIN ASLAMI MUSS BLEIBEN!

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,

Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Liebe FreundInnen aus Afghanistan,

Ein junger Mann, den wir gut kennen, ist 2013 aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Er lebt in einer Wohngemeinschaft in Freiburg und ist unmittelbar von Abschiebung bedroht. Seit er in Freiburg lebt hat er gelernt sich auf Deutsch zu verständigen und ist gut integriert. Er hat eine feste Arbeitsstelle und verdient sein Lebensunterhalt. Um die Arbeitsstelle zu erhalten, hat er seinen afghanischen Pass bei der Botschaft in Bonn beantragt. Wenn er seinen Arbeitsplatz nicht verlieren will, muss er den Pass bei der Ausländerbehörde Breisgau-Hochschwarzwald abgeben. Damit kann er dann jederzeit abgeschoben werden.

Darum wurde ein Härtefallantrag bei der Härtefallkommission in Stuttgart eingereicht.

Golbedins Asylantrag wurde zurückgewiesen. In Afghanistan ist er jedoch an Leib und Leben bedroht. Er wurde verletzt, weil er mit der Taliban nicht kooperieren wollte.

Wir wollen, dass Golbedin in Freiburg wohnen bleiben darf und seine Arbeit nachgehen kann. Jedoch sind afghanische Flüchtlinge seit einem neuen Abkommen zwischen Deutschland und Afghanistan von Abschiebung verstärkt bedroht. Die Schutzquote für Afghanen ist auf unter 50% eingebrochen. Es wird behauptet, dass es in Afghanistan sichere Regionen gäbe. Aber Golbedin kommt aus Mazar-i-Sharif, wo vor kurzem erst die deutsche Botschaft angegriffen wurde. Auch in Kabul wird die Sicherheitslage von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe in einer Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 erheblich in Frage gestellt.

So geben Sie Ihre Unterschrift ab:

  • Per Post schicken: Freiburger Friedenszentrum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

  • Mailen: fff@fffr.de

  • Persönlich im Friedenszentrum abgeben.

Die Unterschriften werden an die Härtefallkommission des Landes weitergeleitet.

Ich/Wir fordern ein Bleiberecht in Deutschland für Golbedin Aslami:

Golbedin muss bleiben!

Name Adresse Unterschrift

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Freiburger Friedenswochen 2016

Flyer PDF

Freitag, 11. November 2016
Vernichten, verhandeln, anerkennen, austrocknen, – wie umgehen mit dem IS?
Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Der seit dem 11. September 2001 – schon 15 Jahre geführte „Krieg gegen den Terrorismus“ – ist gemessen an seinen erklärten Zielen nicht nur völlig
gescheitert, er wirkt sogar kontraproduktiv. Mit immer neuen Kriegen in der Welt ist die Zahl terroristischer Gewalttäter mit islamistischer Selbstrechtfertigung,
die Zahl ihrer Anschläge und die Zahl ihrer Opfer – überwiegend Muslime – in den letzten 15 Jahren erheblich angestiegen.
Es gibt keine Aussicht, den sogenannten „Islamischen Staat“ militärisch zu besiegen.Was wären die Alternativen zum „Krieg“ gegen den Terrorismus?
Darüber wird Andreas Zumach referieren – mit anschließender Diskussion.

Dienstag, 15. November 2016
„Türkei – ein politischer Reisebericht“?
Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund, deutscher Zweig
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Vom 13. bis 23. März 2016 war Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, mit einer
IPPNWDelegation unter der Leitung von Dr. Gisela Penteker in der Türkei. Gesprächspartner in Ankara und Diyarbakir waren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Menschenrechtsvereinen, der Anwaltskammer, der Ärztekammer, der deutschen Botschaft, der Gewerkschaft SES, der Fraktionsvorsitzende
der Partei HDP, der stellvertretende Fraktionschef der Partei CHP, der Journalist Erdem Gül von der Zeitung Cumhyriet, der inzwischen zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde wegen Landesverrats, sowie mehrere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Cizre, Mardin und Viransehir in der mehrheitlich kurdisch bewohnten Osttürkei.
Clemens Ronnefeldt wird anhand von Bildern seine Eindrücke vor dem Putsch vom Sommer 2016 schildern und Anregungen geben, welche Wege aus der
Eskalation herausführen könnten. Seit 1990 nahm er an Friedensdelegationen teil, die ihn nach Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Ägypten und Jordanien führten.
Er moderierte zusammen mit dem Journalisten Andreas Zumach eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten auf
der Nichtregierungsebene, in Bad Boll, an der 27 Personen aus neun Staaten der Region teilnahmen, darunter auch aus der Türkei.

Montag, 21. November 2016
„Internationale Flüchtlingskonvention am Ende? – Rettungsaktionen im Mittelmeer“
Vortrag von Sandra Hammamy, von Sea Watch,Politikwissenschaftlerin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie hat das Sea Watch Basiscamp in Lampedusa im vergangenen Jahr geleitet, sowie das Basiscamp Malta in dieser Saison und war im Winter drei Monate in der Ägäis zwischen Lesbos und der türkischen Küste im Einsatz.
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Sandra Hammamy ist bis kurz vor diesem Vortrag noch in Malta und wie man der Presse entnehmen konnte, hatte sie nach einem bewaffneten Überfall auf ein MSF Schiff alle Hände voll mit Umbau des Schiffes, standard operation procedures, und Sicherheitstraining zu tun, bevor Sea Watch wieder in Einsatz gehen konnte.
Zwischen der libyschen Küste und Malta fährt Sea Watch ein weiträumiges Operationsgebiet ab, um in Seenot befindliche Flüchtlingsboote zu finden und zu
versorgen. Ihr Vortrag gibt uns ein Bild aus erster Hand über die großen Flüchtlingsprobleme in Nordafrika und dem Mittelmeer und wird sicher Anlass zu einer angeregten Diskussion geben.

Freitag, 25. November 2016
Das Oberndorf-Syndrom:Der Tod, die Waffen, das Schweigen
Ein Film von Wolfgang Landgraeber
anschließend Diskussion mit Wolfgang Landgraeber und Jürgen Grässlin, Bundessprecher “Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel”, DFG-VK und RIB
19.30 h Kommunales Kino, Urachstr. 40
Eintritt: regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Kartenreservierung unter: 0761-45 98 00 22
Wie kann eine Stadt vom Töten leben, in der viele ihrer Bewohner seit Generationen Kriegswaffen herstellen? Um eine Antwort zu finden, besucht Filmemacher
Wolfgang Landgraeber die schwäbische Kleinstadt Oberndorf am Ostrand des Schwarzwaldes, wo er vor dreißig Jahren – auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung – den Dokumentarfilm „Fern vom Krieg“ drehte.
Was hat sich seither geändert? Er sucht Bürger der Stadt, Friedensaktivisten und Gewerkschafter auf und versucht mit Beschäftigten des Rüstungskonzerns
Heckler & Koch (H&K) ins Gespräch zu kommen, wo die von Militärs und Terroristen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden.
Sein neuer Film zeigt Kriegsschauplätze im Nahen Osten, in Afrika und auf dem Balkan, wo mit H&K-Waffen gekämpft wurde und immer noch wird.
Millionen haben durch H&K-Waffen ihr Leben verloren – durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein Mensch.Tatsachen, die die meisten in der Waffenindustrie arbeitenden Menschen nicht gelten lassen. Sie pochen auf angeblich friedenserhaltende Effekte der Rüstungsproduktion. Oberndorf sieht sich an den Pranger gestellt.
Eine Koproduktion der EIKON Südwest mit dem Westdeutschen Rundfunk, entwickelt mit Mitteln des Media Programms der Europäischen Union, gefördert
aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Entwicklungsdienst.

Dienstag, 29. November 2016
„Die Waffen nieder!“
Die Dramatisierung des Nobelpreis-Romans von Bertha von Suttner
20.00h, Kulturzentrum „Glashaus“ Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz (Linie 5)
Eintritt:10 Euro, ermäßigt: 5 Euro (Arbeitslose,Studenten, Grundsicherung, Flüchtlinge)
Mit einem Highlight, nämlich mit einer Theateraufführung im „Glashaus“, Stadtteil Rieselfeld, wird die Veranstaltungsreihe der Freiburger Friedenswoche beendet. Brilliant und spannend gespielt von der in Linz geborenen Schauspielerin Lisa Wildmann, u.a. 6 Jahre Ensemble am Staatstheater Stuttgart.
Regie führt Nikolaus Büchel, u. a. Intendant an diversen Schauspielhäusern.
Angesichts der zahlreichen Kriege, Krisen und Flüchtlingsbewegungen ist das Theaterstück „Die Waffen nieder“ aktueller denn je.
Bertha von Suttner, die große Vorläuferin und Ikone des Anti-Militarismus und der ganzen Friedensbewegung, wurde vor 110 Jahren mit dem Friedensnobelpreis
weltweit gewürdigt. Die Vorzeige-Österreicherin, nicht nur auf Geldscheinen, Münzen und Briefmarken, hat den Romantitel „Die Waffen nieder“ als Aufschrei in die Welt gesetzt, der bis heute unerfüllt geblieben ist.
Die Theaterfassung fokussiert auf beeindruckende Weise die intellektuelle sowie politische Emanzipation einer jungen Frau, deren glückliche Beziehung
durch den Krieg aufs Brutalste zerstört wird, ihr Scheitern, das in der Vorhersage des Ersten Weltkrieges gipfelt. Sie zeigt aber auch das Samenkorn ihrer Sehnsucht nach Frieden.

Antikriegstag 2016 in Freiburg

Kundgebung und Demonstration

Donnerstag, 1. September

ab 17:30 Uhr

Rathausplatz

mit Redebeiträgen und musikalische Begleitung

Veranstalter: Freiburger Friedensforum, RIB e.V, DFG-VK, DGB Freiburg

Härtefallantrag für Naveed Rafiq unterstützen!

Unterschriftenliste PDF

Freiburger Friedensforum

Unterstützerschreiben/Unterschriftenaktion

Abschiebung nach Pakistan

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,

Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Ein junger Mann, den wir gut kennen, ist 2009 aus Pakistan nach Deutschland geflohen. Naveed Rafiq lebt in der Nähe von Freiburg und ist von Abschiebung bedroht. Seit er in Freiburg lebt, hat er gelernt sich auf Deutsch zu verständigen und ist gut integriert. 2014 hat er die Hauptschule abgeschlossen. Er hat die einjährige gewerbliche Berufsfachschule im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft bei der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule auch abgeschlossen und wollte im August 2015 die praktische Ausbildung in Neuenburg beginnen. Ihm wurde jedoch keine Arbeiterlaubnis erteilt, da ihm trotz Vorsprache bei der pakistanischen Botschaft kein Pass ausgestellt wurde. [Read more…]

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