Freiburger Friedensforum unterstützt Demo der SEEBRÜCKE am 14. Juli in Freiburg

Seehofer, Salvini, und Kurz nutzen die Not von Menschen auf hoher See aus um ihre eigenen Machtkämpfe auszutragen. Sie treten damit internationale Menschenrechte mit Füßen. Das ist unerträglich und widerwärtig.
Viele schwerkranke Menschen auf der Lifeline und schon auf anderen Schiffen vorher mussten tagelang auf hoher See ausharren, bis der gesellschaftliche Druck so groß wurde, dass Seehofer und Konsorten nicht mehr anders konnten, als die Lifeline anlegen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits mehrere Städte und Länder angeboten, die Menschen auf der Lifeline aufzunehmen.
Doch statt die Solidarität innerhalb der Bevölkerung anzuerkennen, versucht Seehofer immer weiter Seenotrettung zu kriminalisieren. Die Crew der Lifeline wird nun von Seehofer vor Gericht gestellt.
In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin Boote aus den Häfen Libyens aus und die Menschen darauf werden keine Hilfe erhalten, denn aufgrund der angespannten Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Das heißt: Jeden Tag sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss.
Seehofers Plan ist es, dass keine Schiffe mehr auslaufen können. Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel viel mehr!

Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

Daher gehen wir am Samstag, dem 14. Juli auch in Freiburg auf die Straße und setzen ein klares Zeichen gegen die unmenschliche Asylpolitik und für die Entkriminalisierung der Seenotrettung!

Treffpunkt: Platz der Alten Synagoge, 12 Uhr

WIR ALLE SIND SEEBRÜCKE!

Vortrag zum Netzwerk Friedenssteuer am 28. Juni

Das Friedensforum informiert:

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe "Zivilgesellschaft im Dialog":

Dr. Wolfgang Steuer, Vorsitzender des Netzwerk Friedenssteuer e.V. 
gibt Einblick in die Idee und den Entwurf eines Zivilsteuergesetzes
und informiert über die weltweite Bewegung von
Conscience and Peace Tax International
Ort: Quartierstreff Wannerstr. 33
am: 28. Juni 2018, 
um:18.00 - 19.30 h,

Eines der ältesten Denkmodelle in der Friedensbewegung ist die
Vorstellung, Menschen dürfen nicht gegen ihr Gewissen gezwungen werden,
durch Steuern Militär und gar Krieg mitzufinanzieren.

Zu diesem Denkmodell, das sich auf den Rang des Gewissens (vgl. GG,
Artikel 4, Absatz 3) stützt, wird der Bundesvorsitzende des Netzwerks
Friedenssteuer, Dr. med. Wolfgang Steuer, am 28. Juni 2018 in Freiburg
sprechen. Dieses Netzwerk, das international mit Partner*innen
zusammenarbeitet, berührt moralische bzw. ethische Kategorien, die
immer wieder tagespolitisch brisant sind (das sog. Zwei-Prozent-Ziel auf
Basis des Bruttoinlandprodukts bei Rüstungsausgaben).

FRIEDEN GEHT! Rede des Friedensforums beim Staffellauf in Freiburg

Rede22.5.18EMI

Frieden geht! – Dienstag, 22. Mai 2018, Platz der Alten Synagoge

Kurz und schmerzhaft wird diese Rede sein, die ich im Auftrag des Freiburger Friedensforums halte. Aber auch eine seltsame Humor-Komponente hat ihren Platz in meiner Rede, denn als ich die Infos für „Frieden geht“ verteilte, schaute eine Frau entgeistert auf den Titel und sagte: „Um Gottes Willen nein – der Frieden soll nicht gehen, ich will keinen Krieg, wir müssen alles für den Friedenserhalt tun!“. So können Mißverständnisse entstehen. Ich konnte diese Frau beschwichtigen und auf den Friedenslauf hinweisen.

Aber grundsätzlich hat sie recht, wir müssen uns wehren gegen die im schönen Freiburg hergestellte, hoch spezialisierte Rüstungsforschung und Rüstungstechnik – ich nenne die US-Firma Northrop Grumman Litef, die Navigationsgeräte für Luft-, jetzt auch für Drohnen, Land- und Marineanwendungen produziert.

Und dann haben wir das bereits1959 gegründete Fraunhofer Ernst-Mach-Institut für Kurzzeitdynamik. Dessen Geschäftsfeld Verteidigung wurde allein 2017durch das Verteidigungsministerium mit 16.4 Millionen Euro finanziert. Geforscht wird in den Bereichen Schutz und Wirkung. Hört sich gut an. Heißt aber u.a.: Forschen für die Sicherheit der BW-Soldaten in Panzerfahrzeugen. In der EMI-Broschüre steht: „…Damit die Insassen dieser gepanzerten Fahrzeuge lu?ckenlos geschu?tzt sind, ist es notwendig, dass die transparenten Bereiche möglichst das gleiche Schutzniveau aufweisen wie die nicht durchsichtigen Teile der Panzerung.“ Soviel zu Schutz und Sicherheit!

Bezüglich Wirkung:

In hoch spezialisierten Labors werden Prozesse simuliert und wie es in der EMI-Broschüre heißt „Kennwerte unter hochdynamischen Lastbedingungen gemessen“, Davon bekommen wir hier in der Stadt nichts mit. Die Kriegsparteien aber bekommen die Ergebnisse gewaltig zu spüren. Ich zitiere weiter aus der Broschüre: Es werden auf dieser Basis Ingenieurprogramme für die einsatznahe praktische Anwendung entwickelt. Die beschriebenen Methoden stehen bei der Entwicklung neuer Technologien für Heer, Luftwaffe und Marine für experimentelle und simulationsbasierte Analysen zur Verfügung. Und: „Im Fahrzeugschutz analysieren wir die Wirkung von Schulterwaffen, Minen und IEDs (Improvised Explosive Devices) und entwickeln neue Ansätze für die Bedrohungsabwehr.

Ich möchte nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass das EMI außerdem zwei Außenstellen hat für Versuche in Efringen-Kirchen und in der Nähe von Kandern – im schönen Markgräfler Land – gut versteckt.

Hightech zur Überlegenheit gegenüber dem vermeintlichen Feind. Sicherheitsdenken und Sicherheitssforschen als Abwehr gegen den vermeintlichen Feind. Klare Struktur: Dort Feind, hier Freund. Feind wird eliminiert. Freund bekommt Sicherheitsweste und Sicherheitspanzer. Es geht nicht um Sicherheit der Zivilbevölkerung. Mit jedem Krieg auf unserem Globus verschlechtert sich die Sicherheit für die Menschen. Es geht nicht um Sicherheitsverbesserung durch diplomatisches Verhandeln zur Kriegsvermeidung.

Das EMI kooperiert, wie alle freiburger Fraunhofer Institute mit der Albert Ludwigs-Universität. Institutsleiter sind nicht nur Honorarprofessoren, sondern haben reguläre Vollprofessuren. So ist seit Jahren kaum unabhängige Forschung an der Uni gewährleistet.

Und ich frage uns alle: Wie sollen aus jungen Menschen, die an der Albert Ludwigs-Universität studieren, unabhängig wissenschaftlich denkende Menschen werden? Immer wieder wurde auch von Studenten und Studentinnen die „Zivilklausel“ gefordert. Zur Zeit ist es an der Uni um die Zivilklausel recht still geworden. Die meisten jungen Menschen ziehen ihr Ding durch und schauen, dass sie einen gut dotierten Job finden. Da bietet sich geradezu genial ein Fraunhofer Institut an, wie z.B. das EMI für Kurzzeitdynamik.

Seit Jahren warnt das Freiburger Friedensforum und andere Gruppierungen, dass die Stadt mit Rüstungs-Hightec bei Litef und dem EMI „ein weltweit führendes Institut der Sicherheits- und Resilienzforschung“, den falschen Weg eingeschlagen hat. Im Gegenteil: Im November 2017 weihte das EMI seinen stolzen Ergänzungsbau in der Ernst Zermelo-Straße früher Eckertstraße ein. Es ist höher, als alle anderen dortigen Gebäude. Bürgermeister und Gemeinderat als Entscheidungsträger haben dieses Mehr an Forschungsraum zur Entwicklung von Kriegs-Hightech zu verantworten.

Unsere Albert-Ludwigs-Universität hat Professoren und Gelder der Fraunhofer Institute zur Verfügung, die somit ihre unabhängige Lehre aushebeln. Sie sollte sich nicht mehr Universität nennen, sondern Klientelbedienungsinstitut.

Sinnigerweise steht in der Information des EMI:“Forschung und Entwicklung braucht attraktive Arbeitsbedingungen, damit sich Kreativität entfalten kann.“ Ein wahrer Satz, aber am völlig falschen Platz.

Soviel zu unserer schönen Staffellaufstation Freiburg. Oberndorf hat Heckler & Koch.

Freiburg hat die Firma Litef, das EMI und eine von Interessensgruppen abhängige Lehranstalt, die sich noch Universität nennt.

Wohin geht der Frieden, wenn wir uns nicht gegen diese Entwicklung weiterhin wehren?

Freiburg, 22. Mai 2017

gez. Uta Pfefferle

Saeed Warraich muss bleiben!

Unterschriftenliste:  saeed_u-liste_feb2018

Freiburger Friedensforum

Unterstützerschreiben/Unterschriftenaktion

Abschiebung nach Pakistan

SAEED WARRAICH MUSS BLEIBEN!

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,

Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Liebe FreundInnen aus Pakistan,

Ein Mann, den wir gut kennen, ist 2012 aus Pakistan nach Deutschland geflohen. Er lebt in einer Wohnung in der Umgebung von Freiburg und ist unmittelbar von Abschiebung bedroht. Seit er in Deutschland lebt hat er gelernt sich auf Deutsch zu verständigen und ist gut integriert. Er hat eine feste Arbeitsstelle und verdient seinen Lebensunterhalt. Er bezieht keine Leistungen vom Sozialamt.

Saeeds Asylantrag wurde zurückgewiesen. In Pakistan ist er jedoch an Leib und Leben bedroht. Auf Grund seiner politischen Orientierung wurde er bedroht und angegriffen – seine Familie bestand darauf, dass er Pakistan zu seiner eigenen Sicherheit verlässt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Verwaltungsgericht in Freiburg haben seine Asylgründe nicht akzeptiert. Ihm wurde eine Duldung erteilt, die dann erlischt wenn der Abschiebetermin bekannt wird.

Darum haben wir einen Härtefallantrag bei der Härtefallkommission in Stuttgart eingereicht.

Wir wollen, dass Saeed in Deutschland wohnen kann und seine Arbeit nachgeht. Damit unterstützt er sich und seine in Pakistan lebende Frau und Tochter. Seine 7-jährige Tochter hat er noch nie gesehen.

So geben Sie Ihre Unterschrift ab:

  • Per Post schicken: Freiburger Friedenszentrum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

  • Mailen: fff@fffr.de

  • Persönlich im Friedenszentrum abgeben.

Ich/Wir fordern ein Bleiberecht in Deutschland für Saeed Warraich:

Saeed muss bleiben!

Name Adresse Unterschrift

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Abschiebung nach Pakistan verhindern

Unterschriftenliste für Abdi Khan: u-liste_feb2018

ABDUL KHAN MUSS BLEIBEN!

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,

Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Liebe FreundInnen aus Pakistan,

Ein junger Mann, den wir gut kennen, ist 2013 aus Pakistan nach Deutschland geflohen. Er lebt in einer Unterkunft in der Umgebung von Freiburg und ist unmittelbar von Abschiebung bedroht. Seitdem er in Deutschland lebt, hat er gelernt sich auf Deutsch zu verständigen und ist gut integriert. Er hat eine feste Arbeitsstelle und verdient seinen Lebensunterhalt. Wenn er seinen Arbeitsplatz nicht verlieren will, muss er seinen Pass bei der Ausländerbehörde Breisgau-Hochschwarzwald abgeben. Damit kann er dann jederzeit abgeschoben werden.

Darum wurde einen Härtefallantrag bei der Härtefallkommission in Stuttgart eingereicht.

Abduls Asylantrag wurde zurückgewiesen. In Pakistan ist er jedoch an Leib und Leben bedroht. Wegen einer Ehrenverletzung wird er von einer Familie gesucht.

Wir wollen, dass Abdul Khan in Deutschland weiterhin wohnen kann und seine Arbeit nachgeht. Pakistanische Geflüchtete haben jedoch wenig Chancen auf einen Abschiebeschutz, sei denn sie können besondere humanitäre Gründe nachweisen. 2016 wurden 85% der Asylanträge der Pakistanis abgelehnt.

So geben Sie Ihre Unterschrift ab:

  • Per Post schicken: Freiburger Friedenszentrum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

  • Mailen: fff@fffr.de

  • Persönlich im Friedenszentrum abgeben.

Die Unterschriften werden an die Härtefallkommission des Landes weitergeleitet.

Abschiebeschutz für alleinstehenden jungen Afghanen in Freiburg

Bescheid des Bundesamtes: bescheid_feb2018

Nach einem Abschiebeversuch im Sommer 2017 hat ein junge Afghane in der Nähe von Freiburg über einen Asylfolgeantrag einen Abschiebeschutz erhalten.  Aus dem Bescheid geht hervor, dass das Bundesamt bei Entschiedungen über Afghanistan sich immer noch an die Bewertung des Auswärtigen Amtes hält, dass die unmittelbare militante Bedrohung für die afghanische Bevölkerung niedrig sei. Der aus Afghanistan geflüchtete junge Mann gehört der Ethnie der Hazara an.  Trotz den bekannten Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen gegenüber Hazara in Afghanistan weigert sich das Bundesamt nach wie vor hier eine Verfolgung auf Grund einer Gruppenzugehörigkeit zu erkennen. Auf Grund der aussagekräftigen fachärztlichen Atteste jedoch, die der Begründung des Folgeantrags beigefügt wurden, stellte das Bundesamt in diesem Fall eine erhebliche und konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit bei einer Abschiebung nach Afghanistan fest.  Nach der Ankunft in Afghanistan wäre mit einem Suizidversuch zu rechnen. Die Behandlung von psychischen Erkrankungen findet nach wie vor nicht in ausreichendem Maße in Afghanistan statt.  Es gibt in Kabul zwei psychiatrische Einrichtungen und in Herat sowie Jalalabad je eine.  Es mangelt in Afghanistan auch an einem Konzept für psychisch Kranke.  Da eine Behandlung der psychischen Erkrankung des Betroffenen in Afghanistan nicht gewährleistet werden kann, war ein „nationales Abschiebungsverbot im Sinne des §60 Abs. 7 AufenthG“ auszusprechen.

Nach diesem Bescheid hat der Betroffene nun das Recht auf einer Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr, die danach verlängert werden kann.  Zur Zeit werden jedoch Sicherheitsprüfungen für alle geflüchtete Menschen aus dem Mittleren Osten, die eine Aufenthaltserlaubnis oder Verlängerung beantragen, durchgeführt.  Geprüft wird beim Landeskriminalamt, Zollkriminalamt, Verfassungschutz, Verteidigungsministerium und Bundesnachrichtendienst.  Diese Prüfung kann über ein halbes Jahr dauern.

FRIEDENSPLATZ statt SIEGESDENKMAL: Kundgebung zur Wiederaufstellung des Siegesdenkmals

Flyer_Kundgebung

FRIEDENSPLATZ statt SIEGESDENKMAL: Kundgebung zur Wiederaufstellung des Siegesdenkmals
am 3. Februar 2018, 11:00 Uhr am Siegesdenkmal
mit Beiträgen zur eigenen Position und über den Freiburger Tellerrand hinaus:
u.a. Tobias Pflüger (MdB die Linken)
Johannes Remmer (Rektor Dt.-Frz. Gymansium)
Hintergrund ist die bevorstehende Entscheidung des Gemeinderats zur Benennung des Platzes am Siegesdenkmal. Die Ratsmitglieder wurden eingeladen.
Veranstalter: Initiative Platzbenennung Siegesdenkmal
vertreten durch: Bastian Gabel, ini.platzname@web.de
unterstützt durch: Freiburger Friedensforum, Die LINKE Freiburg, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, u.v.m.
diskutiere und unterzeichne! – www.openpetition.de/!platzname

Aktionstag für Frieden und Entspannung

Kundgebung: Samstag, 18. Nov. 11.55h, Platz der Alten Synagoge

Wir wollen nicht länger mit der atomaren Bedrohung leben!

Präsidenten von Atomwaffen-Staaten gefährden mit Drohgebärden unser aller Existenz. Erfolgreiche internationale Rüstungskontrollverträge , z. B. mit dem Iran, sollen gekippt werden. Bundeswehrkontingente in den unterschiedlichsten Krisen- und Kriegsgebieten stehen vor ihrer Aufstockung. Deutsche Militärinter-ventionen sollen durch milliardenteure Aufrüstung erkauft werden. Die Infragestellung des INF-Vertrags zur Vernichtung aller Flugkörper mit Reichweite von 500 bis 5500 Kilometer, verschärft den aktuellen Ost-West-Konflikt.  Nach Matthew Kroenig, einem einflussreichen Vordenker in US Kreisen, sollte die NATO einen „begrenzten nuklearen Krieg“ führen können (DIE ZEIT 26.10.2017 „Demnächst überm Westerwald“).

Der kürzlich beschlossene UN-Verbotsvertrag für Atomwaffen bietet die historische Chance, einen großen Schritt in Richtung einer atomwaffenfreien Welt zu gehen. Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA zeigen, dass ein möglicher Atomwaffeneinsatz wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schweben wird, solange Atomwaffen existieren. Annähernd 2 Billionen Dollar werden jährlich weltweit für Rüstung ausgegeben. 66 Millionen Flüchtlinge sind auf der Flucht (UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge).

Schluss mit Eskalation, Kriegsrethorik und neuem Wettrüsten. zivile Lösungen durch Dialog, Verhandlungen und entspannungsfördernde Maßnahmen.

Von der neuen Bundesregierung erwarten wir:

  • Beitritt zum UN Atomwaffenverbotsvertrag, Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Büchel,  Verzicht auf die „atomare Teilhabe“ in der Nato, Beendigung militärischer Interventionen , Stärkung der Strukturen ziviler Konfliktbearbeitung,

Das beharrliche Eintreten von friedensbewegten Menschen  kann  etwas bewirken. Das zeigt die Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN.  Das ist unser gemeinsamer Erfolg.

Wir fordern:

Frieden braucht eine starke Bewegung und Bemühung – packen wir das gemeinsam an!

Erstunterzeichner: Freiburger Friedensforum, DFG-VK Freiburg, Jürgen Grässlin Vorsitzender Rüstungs-InformationsBüro (RIB e.V.) , VVN-BdA Freiburg, AWC Deutschland e.V. Weltbürgerinnen  u. Weltbürger, Dekan Markus Engelhardt ev. Kirche Freiburg, Theo Ziegler,  Forum Friedensethik  ev. Landeskirche Baden Antiatomgruppe Freiburg,  Fukushima nie vergessen e. V. Freiburg, Frieder Müller, Agus Antiatombewegung Markgräflerland, Dirk Spöri, Partei Die Linke

 

ViSdP: Freiburger Friedensforum, Stühlingerstr. 79106 Freiburg

Pressemitteilung des Freiburger Friedensforums  zum bundesweiten Aktionstag für Frieden am 18. November 2017

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Friedensbewegung beteiligt sich das Freiburger Friedensforum  mit einer Friedens-Kundgebung am Samstag 18. November 2017 um 11.55 h auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg.

Wir rufen alle Menschen zur Teilnahme auf.

Wir wollen nicht länger mit der atomaren Bedrohung leben!

Mit diesem Wunsch möchten wir  die Ängste und Befürchtungen vieler Menschen vor einer  möglichen, unkontrollierten atomaren Auseinandersetzung aufgreifen. Aktuell wird diese Bedrohung von den Staatsmännern in den USA und Nordkorea ausgesprochen.

Die  aufrufenden Organisationen verbinden mit dem  Aktionstag die Hoffnung, dass sich noch mehr Menschen, angesichts zahlreicher Kriege und Bedrohungen  (Folgen des Klimawandels)   aktiv einmischen und sich gegen Krieg, Gewalt, Rüstung und Hass wenden. Es gibt immer Alternativen zu militärischer Gewalt: Ein klares Bekenntnis zu ziviler Konfliktbearbeitung, Dialog, sowie vertrauensbildenden und entspannungsfördernden Maßnahmen. Dies soll auch als eine klare Forderung an eine neue Bundesregierung gerichtet sein. Der Aktionstag gibt  uns auch die Gelegenheit den Friedensnobelpreis 2017 für ICAN und die gesamte Anti-Atomwaffenbewegung zu würdigen und zu feiern.

Frieden braucht Bewegung – wir wollen das am bundesweiten Aktionstag eindeutig demonstrieren  und ein deutliches Zeichen setzen. Es liegt auch in Händen von uns Menschen, was aus der Situation zukünftig wird.

 Bekunden wir  unseren Friedenswillen im unüberhörbaren Protest.

Freiburg, 13. 11. 2017

Freiburger Friedenswoche 2017

fff_fw_2017-10-07      fff_fw2_2017-10-07

Mittwoch, 15. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG II, HS 2004

Die Rolle Deutschlands im grenzüberschreitenden Widerstand gegen Killerdrohnen

Vortrag und Diskussion mit Elsa Rassbach, deutsch-amerikanische Filmemacherin und Friedensaktivistin. Mitbegründerin der deutschen Drohnen-Kampagne.

Das Überwachen-und-Töten durch Kampfdrohnen ist ein neues Paradigma in der aggressiven Kriegsführung. Dieses lukrative Waffensystem wird durch mehr und mehr Länder entwickelt und/oder gekauft. Deutschland sollte eine Schlüsselrolle in den internationalen Bestrebungen spielen, die Ächtung von Kampfdrohnen durchzusetzen. US-Basen in Deutschland wie Ramstein und AFRICOM sind unerlässlich für die nach deutschem Recht illegalen US-Drohneneinsätze. Deutschland ist federführend in der Entwicklung einer europäischen Kampfdrohne. Wie kann der Widerstand gegen die Killerdrohnen in Deutschland verstärkt werden?

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Mittwoch, 22. November
20 – 22 Uhr, Universität KG I, Hörsaal 1016

Adinda Flemmich – Eine mutige Frau ihrer Zeit:  Zeitgeschichte und Biografie in Bildern

Ulrike Schubert vom Aktionskreis Kunst Vauban e.V.

Mit hohem persönlichen Einsatz, gegen starke Widerstände der Stadt Freiburg, gründete die heute eher unbekannte Adinda Flemmich (1867 Antwerpen
– 1942 Freiburg) im Vorfeld des Ersten Weltkriegs 1905 mit FriedensfreundInnen die Freiburger Sektion der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG).
Auf Weltfriedenskongressen, wie 1905 in Luzern, war Adinda Flemmich Mitglied der deutschen Delegation. In jenem Jahr wurde erstmals der Friedensnobelpreis an eine Frau, Bertha von Suttner, verliehen. In Freiburg engagierte sich Adinda Flemmich vor dem Ersten Weltkrieg gegen die zahlreichen
Kriegsvorbereitungen sowie während des Ersten Weltkriegs. Sie leitete die örtliche Friedensgesellschaft (DFG) bis ins Jahr 1920. Die Freiburger
Friedensgesellschaft engagierte sich aktiv bis zu ihrem Verbot 1933. Eine Straße im Stadtteil Vauban ist dieser mutigen Kämpferin für den Frieden
gewidmet.

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Freitag, 24. November
19 – 21 Uhr, KG III, HS 3043

Globale Eskalation oder Rückkehr zur Vernunft – Ein systemischer Blick

Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund, deutscher Zweig

Kriege im Mittleren Osten um Öl und Gas, der Klimawandel mit den Folgen der Verschlechterung von Süßwasser-Ressourcen,Wüstenbildungen und
Wirbelstürmen und die dadurch bedingte Migration von Millionen Menschen auf der südlichen Erdhalbkugel sowie die wachsenden Ungleichheiten zwischen
Arm und Reich stellen enorme Herausforderungen dar, zumal die Weltbevölkerung weiter wächst. Wie könnte eine Kultur der Vernunft und des
Friedens aussehen?

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Samstag, 25. November
15 – 18 Uhr, Katholische Akademie,Wintererstr. 1

Jubiläumsfeier: 125 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft

1892 gründeten die Friedensnobelpreisträger Bertha von Suttner und Alfred Herrmann Fried mit vielen Mitstreitern in Berlin die Deutsche Friedensgesellschaft.
Der Verband blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.“Die Waffen nieder!”, so hieß das 1889 von Bertha von Suttner veröffentlichte Buch, in dem die Brutalität und das durch Kriege verursachte Leiden geschildert werden. Damals wie heute engagieren sich Menschen gegen Krieg, Rüstung und Waffenexporte
und warnen vor der Anwendung von Massenvernichtungswaffen. Hauptredner ist Prof. Dr. Wolfram Wette. Durch die Veranstaltung führt Jürgen Grässlin. Die Feier wird musikalisch umrahmt. Alle FriedensfreundInnen sind herzlich eingeladen.

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Dienstag, 28. November
19 – 21 Uhr, Universität, KG I, HS 1221

Rüstungsexport ist oft Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen und zu Mord

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin und Stephan Möhrle

Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK und der Kampagne “Aktion Aufschrei”,Vorsitzender des RüstungsInformations-Büros (RIB e.V.) und
Bestsellerautor.
Stephan Möhrle, DFG-VKVertreter in der Kampagne “Aktion Aufschrei”, Mitglied im DFG-VKLandvorstand Baden-Württemberg und RIB-Büroleiter.

Maßgeblich verantwortlich für die Genehmigung von Kriegswaffenexporten an sogenannte “Drittländer” außerhalb von NATO und EU ist der Bundessicherheitsrat (BSR). Geführt von den Kanzlern Gerhard Schröder und Angela Merkel sowie je acht Ministern wurden und werden in geheimer Sitzung Waffentransfers in Krisen- und Kriegsgebiete genehmigt. Involviert waren Minister von CDU, CSU, SPD, Grünen und FDP.
Zahlreiche Kriegswaffenlieferungen an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten führten dazu, dass Millionen Menschen in die Flucht getrieben
wurden oder starben. Was muss sich ändern, damit Kriegswaffenexporte gestoppt werden? Welche Aktionen müssen wir durchführen, damit Menschenrechte geachtet und die Kriegsgefahr gemindert werden? Die beiden Referenten zeigen konkrete Handlungsansätze auf.

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