Freiburger Friedenswochen 2020

Die Freiburger Friedenswochen stehen bevor!

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation werden die Veranstaltungen online stattfinden. Anmelden kann man sich per E-Mail an friedenswoche@rib-ev.de mit dem Namen der Referent*innen. Der Link für die Konferenz wird dann vor Beginn der Veranstaltung einzeln gesendet.

Am Dienstag den 17.November der Vortrag „100 Sekunden bis Mitternacht“ und Q&A mit Philipp Jennings 19 Uhr

Der Vortrag wird in Englisch gehalten mit deutscher Übersetzung.
Philipp J. Jennings ist Co-Präsident des IPB, des Internationalen Friedensbüros, das sich seit 1891 für den Frieden engagiert. Der kürzlich verstorbene legendäre US-Bürgerrechtler John Lewis hat einmal gesagt: „Wenn du etwas siehst, das nicht richtig oder fair ist oder einfach, musst du etwas sagen, du musst etwas tun. Du musst in Schwierigkeiten kommen, gute Probleme, notwendige Probleme.“ Im Januar dieses Jahres veröffentlichten die Atomwissenschaftler der USA die Weltuntergangsuhr 2020. Es war die nächste Mitternacht, seit die erste Weltuntergangsuhr 1947 veröffentlicht wurde. Die covid19-Pandemie, die sich verschlechternde Klimakrise, die wirtschaftliche Ungleichheit, die Erniedrigung der Menschenrechte, die massive Zunahme der globalen Militärausgaben, kollabierende Rüstungskontrollverträge, neue Investitionen in Atomwaffen, neue Szenarien für ihren praktischen Einsatz, neue Waffen auf dem Weg nach Europa haben die zweite Hand wahrscheinlich näher an Mitternacht getrieben. Philip Jennings ist der kürzlich gewählte Co-Präsident des ältesten Friedensbüros der Welt, das in der Friedenswoche darüber sprechen wird, warum wir „gute Probleme“ für Planet, Menschen und Frieden machen müssen.
Am Mittwoch den 18. November der Vortrag „Globale Kampagne zu Militärausgaben – Was wirklich zählt“
und Q&A mit Jordi Calvo Rufanges  19Uhr

Der Vortrag wird auf Spanisch gehalten und ins deutsche Übersetzt.Jordi Calvo Rufanges arbeitet im Centre Delas Barcelona.

Er wird darüber sprechen, wie Frieden, Krieg und Sicherheit auf ein liberales Paradigma reagieren, welches die Wahrscheinlichkeit, in den Krieg zu ziehen, erhöhen lässt. Zusätzlich wird er darüber sprechen wie Waffenhandel, Militärausgaben und die Finanzierung von Waffen und Rüstungsunternehmen die Welt unsicherer machen. Alternativen zu der liberalen Sicherheitspolitik und Militarisierung kommen von sozialen Bewegungen, welche jedoch Pazifismus und Abrüstung in ihre zentralen Werte mit aufnehmen müssen. Mehr Wissen gegen waffenverbreitung und Militarismus sind nötig und können uns als Möglichkeit dienen um eine Kultur des Friedens zu kreieren.

Am Mittwoch den 25. November der Vortrag „Kleinwaffen in Kinderhänden – deutsche Waffenexporte und schwere kinderrechtsverletzungen“ und Q&A mit Ralph Willinger 19Uhr
 
Der Vortrag wird auf deutsch gehalten.
Die Vereinten Nationen haben sechs schwere Kinderrechtsverletzungen in bewaffneten Konflikten definiert und dokumentieren diese jedes Jahr, darunter das Rekrutieren von Kindern als Soldaten, Tötung und Verstümmeln, sexuelle Gewalt und Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser. Deutschland liefert in viele Konfliktländer, in denen inderrechte schwer verletzt werden, Kleinwaffen, Munition und andere Waffensysteme und trägt damit zum Leid der Kinder bei. Ralf Willinger, Referent für Kinderrechte vom Kinderhilfswerk terre des hommes, stellt in seinem Vortrag Fakten und allbeispiele aus Lateinamerika, Afrika und Asien dar, berichtet von Kindersoldaten und Kindersoldatinnen, die er getroffen hat, und benennt die Verantwortung deutscher Rüstungsunternehmen.
Am Freitag den 27.November „Die Festung Europa: Abschottung um jeden Preis und ihre Folgen“ mit Beiträgen von Michaela Ruesse u.a. 19Uhr
Der Vortrag wird auf deutsch gehalten.
In der Flüchtlingspolitik hat sich die EU endgültig von ihren Werten verabschiedet. Menschenrechte und die Herrschaft des Rechts gelten noch innerhalb, an den Außengrenzen sind sie weitgehend abgeschafft und das Völkerrecht wird systematischgebrochen. Auf den griechischen Inseln werden zehntausende Geflüchtete in Lagern
festgehalten, in denen alle Grundsätze der Humanität nicht mehr gelten.
Im zentralen Mittelmeer arbeitet Frontex der sog. libyschen Küstenwache zu mit dem Ziel, alle, die die gefährliche Überfahrt in seeuntüchtigen Booten wagen sollten, wieder in die Folterlager zurück zu bringen. Staatliche Seenotrettung seitens der EU findet nur begrenzt oder nicht statt. Abschreckung ist das Prinzip und das Gesicht Europas nach außen geworden. Wir wollen Wege aufzeigen, wie humanitäre Grundsätze wieder Normalität werden können, und wie wir mit der Migration umgehen müssen.
Wir freuen uns auf eure Anmeldungen
RüstungsInformationsBüro und das Freiburger Friedensforum

VIDEO: Veranstaltung mit Andreas Zumach am 15.10.20

Schnitt:  Nur Vortrag von Andreas ohne Einleitung und Diskussion.
Dauer: ca 85 Minuten

Ihr findet das ganze unter dem u.a. Link, habe dazu einen Youtube-Kanal
DFG-VK Freiburg eingerichtet ( darüber kann in der Suchfunktion auch
gesucht werden )

https://www.youtube.com/watch?v=t8fiei3xJpE

PDF:Zumach20201015_dfgvk_ffr (1)

Einladung
Vortrag mit Andreas Zumach, Journalist und UN-Korrespondent,
ein profunder Sachkenner internationaler Politik und des Völkerrechts
Donnerstag, 15. Oktober, 19.00 h
Gewerkschaftshaus Freiburg, Großer Saal
Friedrichstraße 41- 43
Vom „Friedensprojekt“ zum globalen militärischen
Player? Zur Verantwortung Europas in der Welt
Das Credo deutscher und europäischer Politik lautet vermehrt,
Verantwortung in der Welt übernehmen. Gemeint ist fast immer,
mehr militärisch aufrüsten und stärker militärisch präsent sein, um
in Konflikten intervenieren zu können etc. Wäre dies eine
verantwortliche Politik? Wie sehen die Ergebnisse der Versuche
„Verantwortung übernehmen“ bisher aus?
Welche Ziele und Strategien werden verfolgt? Und: Wie kann
„Verantwortung in der Welt übernehmen“ in Zukunft aussehen und
entwickelt werden?
Nach dem Vortrag schließt sich eine Diskussion an.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt und es besteht eine
Maskenpflicht. Online email-Anmeldungen sind erwünscht und haben Vorrang. Anmeldungen bitte
an: freiburg@dfg-vk.de

Vi.S.d. P. Winfried Cordi Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Freiburg Stühlingerstr. 7,79106 Freiburg

ANTIKRIEGSTAG 2020 in Freiburg

Kranz_1-9-20

Aufruf PDFaufruf_1.Sept.2020

Dienstag, 1. September, 2020

Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Ecke Rotteckring und Rathausgasse

-Beginn um 17.30h
-Begrüßung und Moderation (DGB)
-Drei Redebeiträge von jeweils 5 Minuten (DGB, FFF, VVN-BdA)
-Musik und Gesang Wolfgang Gerbig Friedenslieder
-Gemeinsames Bukett der drei Hauptveranstalter nach Absprache
-Abschluss 18.15H

Anschließend  Friedensspaziergang vom Mahnmal zum Europaplatz, dem sogenannten Siegesdenkmal.
Zwei kurze Redebeiträge von Seebrücke und Die Linke
Bettlerchor mit Liedern
Ende 18.45h

 

AUFRUF:

 

Antikriegstag 2020

Gedenken am Mahnmal gegen Faschismus und Krieg,

Rotteckring, 1. September 2020, 17.30 h

Zum Vergessen? Zu lange her?

Vor 81 Jahren der Beginn des

2. Weltkrieges am 1. September 1939

Nur wer vergißt, wie dieser Krieg systematisch vorbereitet wurde und wer die Akteure waren, duldet die Zunahme des Rechtsradikalismus von heute und leugnet diese Gefahr.

Nach diesem grauenhaften 2. Weltkrieg war der Ruf sehr laut:

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg “.

Die Geschichte hat uns eines Schlechteren belehrt:

Krieg ist ein Geschäft: Rüstungsexporte aus Deutschland erreichen 2019

acht Milliarden Euro.

Wo Waffen landen oder weiter verkauft werden, wird Krieg geführt, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage, viele werden verletzt, verstümmelt, getötet.

Die, die versuchen, sich zu retten, schaffen es teilweise in Länder, die sie nicht

oder nur ungern aufnehmen. Fluchtursachen sind vielfältig, aber immer ausgelöst durch Armut, Not und Gefahr.

Was kümmert das die derzeitigen Diktatoren der Welt?

Sie kündigen Verträge auf, die die internationale Sicherheit verbesserten und rüsten anstatt dessen auf. Atomares Wettrüsten ist angesagt.

Wir rufen auf:

Abrüsten statt Aufrüsten!

Sicherheit neu denken, denn Militäreinsätze, Kriege zerstören Sicherheit

Verteidigung neu denken, mit dem Einsatz gewaltfreier ziviler Konfliktlösungen

Flüchtenden Menschen eine Lebenschance geben

Eine andere Welt ist möglich

Diesen Aufruf unterstützen: DGB Ortsverband Freiburg, Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes VVN-BdA e.V., Freiburger Friedensforum, Seebrücke Freiburg

V.i.S.d.P. Freiburger Friedensforum, Uta Pfefferle, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

HIROSHIMA: 75. Jahrestag in Freiburg

Presse_75JahreAtombombenabwurf: PDF

Pressebericht mit Bild 14.08.2020

Aktionen gegen Atomwaffe In Freiburg

Freiburger Gruppen fordern Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages

Anlässlich des 75 Jahrestages des Abwurfs von US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki führten neun Freiburger Aktionsgruppen eine gemeinsame Mahnwache in der Freiburger Innenstadt durch, und stellten dabei auch die atomare Lieferkette vom Uranabbau bis zur Bombenherstellung anschaulich dar.

Zudem finanzierten diese Gruppen, bestehend aus der Anti-Atom-Gruppe Freiburg, Freiburger Friedensforum, DFG/VK Freiburg, Rüstungsinformationsbüro RIB e.V. Freiburg, ICAN Hochschulgruppe Freiburg, Pax Christi Freiburg, Attac Freiburg, IPPNW Freiburg, Greenpeace Freiburg, AWC Freiburg sowie der Verein Fukushima-Nie-Vergessen, im Rahmen einer bundesweite Plakatkampagne drei große Mahnplakate in Freiburg. Vertreterinnen dieser Gruppe postierten sich unter dem Plakat an Gleis 8 des Hauptbahnhofes. ( siehe Bild, extra auch als Anlage ). Sie fordern die Unterzeichnung eines Atomwaffenverbotsvertrages, dem bereits 81 Staaten zugestimmt haben, durch der Bundesrepublik sowie den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Büchel.

 

Hiroshima Tag in Freiburg am 6. August

75 Jahre Hiroshima und Nagasaki

Donnerstag, 6. August

15 – 18:30h

Rathausplatz

Unterstützende Gruppen:

Anti-Atom-Gruppe Freiburg, Attac Freiburg, AWC Weltbürgerverein Regionalgruppe Freiburg, DFG-VK Freiburg, Freiburger Friedensforum, Fukushima-nie-vergessen, Greenpeace Freiburg, Ican HSG Freiburg, IPPNW Freiburg, Pax Christi Freiburg, RüstungsInformationsBüro RIB e.V. Freiburg, u.a.

US-Manöver DEFENDER 2020 – Auf Kriegskurs gegen Russland

PDF: defender2seiten_20200223

Vortrag und Diskussion

mit Juergen Wagner, IMI e.V. Tuebingen

(Informationsstelle Militarisierung)

Mi., 4. März, 19.00 Uhr
Uni, KG III Hörsaal HS 3042

Mit dem US-Manöver DEFENDER 2020 mit NATO-Beteiligung wird eine aktive Kriegsführung gegen Russland geprobt. 37.000 Soldaten werden mit schwerem Gerät von Deutschland aus an die russische Grenze transportiert. 20.000 US-Soldaten mit voller Ausrüstung und Gerät werden dazu extra aus den USA eingeflogen. Deutschland unterstützt das US-Manöver und wirkt als Drehscheibe,Transitland und organisiert den Militärtransport nach Osten. Straßen, Brücken, Häfen, Eisenbahn werden fürs Militär mit EU-Milliarden nach Osten ausgebaut. Die USA machen ernst und proben ihre Kriegsfähigkeit und Tauglichkeit gegen Russland.

Quelle: Informationsstelle Militarisierung e.V. ,

Großmanöver Defender 2020

Krieg beginnt hier.

PDF Krieg beginnt hier1601


… In Freiburg bei der Rüstungsfirma Northrup Grumann Litef GmbH durch die Herstellung von Bordcomputer, Navigationssysteme und Militärelektronik für Kampfflugzeuge und Drohnen.
… Von deutschen Boden von Ramstein (Pfalz) geht täglich grundgesetzwidrig Krieg aus, die deutsche Regierung spielt den Affen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen, nichts wissen)
Über die US Airbase mit ca. 8.000 US-Soldaten läuft die Versorgung und Nachschub für US-Kriegseinsätze im Nahen und Mittleren Osten (Irakkrieg, Libyen-Krieg, Jemenkrieg)
Ramstein dient auch als Relais-Steuerstation für die tödlichen Drohnenangriffe der USA.
massive Kriegsvorbereitungen gegen Russland gab es schon lange vor der Ukraine- und Krimkrise:
durch die wortbrüchige Ausdehnung und Osterweiterung der NATO. Die systematische militärische Einkreisung Russlands führte zum Ukraine- und Krim-Konflikt, der wiederum Alibi für weitere Aktionen gegen Russland ist:
durch die Aufstellung neuer Raketensysteme in Polen und Rumänien gegen Russland;
durch vertragswidrige Verlegung von Kampftruppen und einer vollständigen US-Panzerbrigade möglichst nahe der russischen Grenzen unter Beteiligung deutscher Soldaten.
Nato 4×30: 30 Bataillone, 30 Flugzeugstaffeln, 30 Schiffe, binnen 30 Tagen einsatzbereit gegen Russland.
…. durch massive Aufrüstung:
Die Nato-Staaten rüsten massiv auf, dabei geben sie bereits ca.15 mal mehr als Russland fürs Militär aus (963 Mrd $ zu 61 Mrd $ im Jahr 2018, SIPRI)
Deutschland soll in wenigen Jahren allein 70 Mrd fürs Militär ausgeben, mehr als Russland heute. Der Rüstungswettlauf zielt auf militärische Überlegenheit gegenüber Russland oder dass es wirtschaftlich ausblutet.
mit dem US-Manöver DEFENDER 2020 mit NATO-Beteiligung wird aktive Kriegsführung gegen Russland geprobt:
37.000 Soldaten werden mit schwerem Gerät von Deutschland aus an die russische Grenze transportiert. 20.000 US-Soldaten mit voller Ausrüstung und Gerät werden dazu extra aus den USA eingeflogen. Deutschland ist stolz auf seinen herausragenden Beitrag als Drehscheibe, Transitland und für Transport. Straßen, Brücken, Häfen und Eisenbahn werden mit EU-Milliarden ausgebaut nach Osten fürs Militär. Die USA macht ernst und probt ihre Kriegsfähigkeit und Tauglichkeit gegen Russland.
Wie würden aber die USA reagieren, wenn russischen atomwaffenfähige Raketen direkt vor
ihrer Haustüre aufgestellt und an ihren Grenzen russische Manöver stattfänden?

Großmanöver DEFENDER 2020: Brief an Abgeordnete

An die Landtagsabgeordnete der SPD Baden-Württemberg
Frau Gabi Rolland
Freiburg, den 25. Januar 2020
Großmanöver DEFENDER 2020 von April bis Mai


Liebe Gabi Rolland,
sicher ist Ihnen in letzter Zeit einiges an Information vermittelt worden über das
Großmanöver DEFENDER 2020. Wir vom Freiburger Friedensforum sammeln die
Informationen und sind entsetzt, wie still und bedeckt sich Politiker und Politikerinnen
bezüglich dieses Themas geben. Was wir zu lesen bekommen, müßte jeden vernünftig
denkenden politischen Menschen zu einem „Nein-Aufschrei“ veranlassen.
Mit diesem Brief wenden wir uns an Sie als Landtagsabgeordnete von BadenWürttemberg, da aus den Informationen zu entnehmen ist, dass EUCOM in Stuttgart, in
Mannheim die Coleman Barracks und Ulm mit dem Joint Support and Enabling
Command (JSEC) in dieses Manöver aktiv involviert sind. Die USA und die europäischen
Staaten – insbesondere Deutschland – haben ihr altes Spiel des „Kalten Krieges“ wieder
aktiviert. So werden zur Übung aus USA eine Division mit 20.000 Soldaten mit
Flugzeugen, Schiffen zur logistischen Drehscheibe Deutschland transportiert und von
dort an die russischen Grenzen, denn im Osten sitzt der Feind, der Russe. Eine der
Transportrouten geht über Düsseldorf – Mannheim – Nürnberg – Dresden – Görlitz.
Von deutschem Boden aus wird Krieg vorbereitet. Dieses Manöver DEFENDER 20 ist
kein Deeskalationsbeweis des Westens an Russland. Es handelt sich um ein USManöver in Europa mit der NATO als Beimanöver. Insgesamt werden 37.000 Soldaten
u.a. mit der Deutschen Bahn in den Osten gebracht. Bereits am 23. Januar begannen die
Vorbereitungen zu dem Manöver DEFENDER 20 April-Mai. Um den alltäglichen Bahnund Strassenverkehr nicht allzu sehr einzuschränken, werden die Transporte zu einem
großen Teil in der Nacht durchgeführt. Dennoch ist für uns alle mit Behinderungen bei der
Bahn und im Straßenverkehr zu rechnen.
Die Bundeswehr wird die US-Truppen mit „Absicherung und Begleitung“,
„Routenplanung“, „Betankung“, „Unterkünfte“, „Verpflegung“ und „IT-Anbindung“
versorgen. Bereits stattgefundene Gespräche in Mannheim zwischen US-Militärs und
Bundes-Verteidigungsministerium haben ergeben, US-Gefechtsfahrzeuge, wie
Schützenpanzer Bradley, können und dürfen von deutschen Schwerlasttransportern
Mammut und Elefant gen Osten transportiert werden, sogar über das Manöver hinaus.

Über die Finanzierung dieses militärischen Großaufgebots, dem sich bislang niemand in
der Politik widersetzt – zumindest haben wir noch nichts gehört – kann nur spekuliert
werden. Aber es erklärt auch, warum die Bundesregierung inzwischen einen
Verteidigungsetat von 55 Milliarden Euro durchgewunken hat, denn das wird nicht das
letzte Manöver sein.
Dabei ergeben sich Fragen, die Sie sich vielleicht auch stellen sollten: Welche
umweltzerstörerischen Folgen haben diese Manöver? Wem dienen sie? Können Sie
diesen Raubbau gegenüber der Natur verantworten und die Zerstörung der Diplomatie
mittragen?
Mit friedlichen Grüßen
Freiburger Friedensforum
gez. Uta Pfefferle gez. Winfried Cordi


PS. Zur Information: Dieser Brief ging an die Fraktionen GRÜNE, CDU,SPD, FDP/DVP,
Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Minister
Strobel, Landesvorsitzender der CDU

Erklärung des Freiburger Friedensforums zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Bundesverbandes der VVN-BDA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten)

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Bundesverbandes der VVN-BdA ist ein massiver Angriff auf alle antifaschistische Organisationen und alle Demokratinnen und Demokraten. Dies geschieht in einer Zeit, in der Neonazis und Rassisten immer aggressiver gegen Migrantinnen und Migranten und ihre politischen Gegnerinnen und Gegner vorgehen und dabei nicht einmal vor Morden Halt machen. Der Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA ist ein verheerendes politisches Signal.
Wir erinnern: Es waren die Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse, welche die VVN-BdA 1947 gründeten. Sie ist seitdem die größte, älteste, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation von Antifaschistinnen und Antifaschisten in Deutschland. Zugleich vertritt sie die Interessen von Verfolgten und Widerstandskämpfern, sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und Völkerverständigung ein und hat gegen große gesellschaftliche Widerstände wesentlich mit dafür gesorgt, dass die Verbrechen des Naziregimes nicht in Vergessenheit geraten sind. Wer Antifaschistinnen und Antifaschisten die Gemeinnützigkeit entzieht oder dies als politischer Entscheidungsträger zulässt, mißachtet das Wirken der Holocaust-Überlebenden und Widerstandskämpfer, darunter auch viele Träger des Bundesverdienstkreuzes, auf eine nicht zu entschuldigende Art und schwächt die demokratischen Kräfte.
Wir erwarten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), dass die Gemeinnützigkeit von Organisationen wie der VVN-BdA, dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac und dem Kampagnennetzwerk Campact dauerhaft anerkannt wird. Tut er das nicht, lässt er zu, dass die Arbeit demokratischen Organisationen, die zum gesamtgesellschaftlichen Gemeinwohl beitragen, erschwert und behindert wird. Und er fördert indirekt Neonazis und Rassisten aller Couleur.

Freiburg, den 28.November 2019
www.fffr.de

Friedenswoche 2019: Sicherheit neu denken: regional, national, global

PDFs: FW_Flyer2019

FriWo 19 Druckvorlage 2 18. 10. 19

Friwo19 Druckvorlage2 18. 10. 19

Montag, 11. November 19 Uhr,

Universität, KG II, HS 2006

Charlotte Kehne, Referentin für Rüstungsexportkontrolle

Rüstungsexportkontrolle in Europa – Quo vadis?

Freitag, 15. November 19 Uhr,

Universität, KG I, HS 1010

Andreas Zumach, freier Journalist, Genf

Vom gleichen Recht für alle zum (Un)Recht des Stärkeren

Freitag, 22. November 19 Uhr,

Universität KG I, HS 1010

Heike Hänsel, Mitglied des deutschen Bundestags

Kultur des Friedens in Deutschland, Europa und auf dem Mittelmeer

Mittwoch, 27. November 19 Uhr,

Universität KG II, HS 2006

Wolfgang Landgraeber, Filmemacher und Jürgen Grässlin, Buchautor

Profiteure der Abschottung

Freitag, 29. November 19 Uhr,

Universität KG I, HS 1010

Dr. Thomas Roithner, österreichischer Friedensforscher

Märkte, Macht und Muskeln – Die Außen-, Sicherheit- und Friedenspolitik der Europäischen Union

Veranstalter:

RIB – RüstungsInformationsBüro e.V., www.rib-ev.de

in Kooperation mit:

Freiburger Friedensforum, www.fffr.de

mit freundlicher Unterstützung von:

Stadt Freiburg, www.freiburg.de

DFG-VK – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Freiburg, www.freiburg.dfg-vk.de

Weitere Veranstaltung:

Montag, 4. November 19 Uhr

Theatersaal VHS Freiburg, Rotteckring

Michael Müller, Vorsitzender der Naturfreunde Deutschlands

Der doppelte Selbstmord droht: Klima und Atomkrieg

Veranstalter: Gabi Rolland MdL, Naturfreunde Freiburg, VHS Freiburg, BUND Südlicher Oberrhein, Pax Christi und Ev. Kirche Freiburg, Friedensforum, DFG-VK

V.i.S.d.P: Jürgen Grässlin, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

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