Flaggentag in Freiburg 2026: Mayors for PEACE

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Flaggentag 8. Juli 2026

Unser OB Martin Horn ist Mayor for Peace:

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versucht die Organisation Mayors for Peace durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Das internationale Netzwerk hieß früher „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“.

https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Politische-Gremien/Mayors-for-Peace/Wer-sind-die-Mayors-for-Peace

1991 wurden die Mayors for Peace vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert.

Inzwischen gehören dem Netzwerk über 8000 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern an. In Deutschland sind über 900 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. Die Landeshauptstadt Hannover ist eine der Vizepräsident- und Exekutivstädte des Bündnisses und Lead City für Deutschland.

2005 wurde durch intensives Bemühen des Freiburger Friedensforums OB Dieter Salomon (OB von 2002 bis 2018) Mayor for Peace und gab dieses Amt 2018 an OB Martin Horn weiter.

Geschichte:

1984 wurde im Freiburger Gemeinderat beschlossen, dass Freiburg „atomwaffenfreie Zone“ wird. (s. Gedenktafel am Hildaspielplatz)

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Tafel Atomwaffenfreie Zone auf dem Kinderspielplatz in der Freiburger Kreuzstrasse, auch Hildaspielplatz genannt

Vor 30 Jahren am 8. Juli 1996 veröffentlichte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag das Gutachten über die Anwendung von Atomwaffen, das bis heute für die Auslegung des geltenden Völkerrechts maßgebliche Bedeutung hat. Die Kernaussage des Gutachtens lautet: Die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen verstoßen generell gegen die in bewaffneten Konfllikten geltenden Regeln des Völkerrechts und insbesondere gegen die Grundsätze und Regeln des Humanitären Völkerrechts.

Am 7. Juli 2017 wurde der Atomwaffen-Verbotsvertrag (AVV) in der UNO mit 122 Stimmen angenommen. Er liegt seit 20. September 2017 zur Unterschrift aus und trat, nachdem 50 Staaten ihn ratifiziert hatten, am 22. Januar 2021 in Kraft. Aktuell haben den Vertrag 75 Staaten ratifiziert. 21 weitere Staaten haben den Vertrag unterzeichnet.  DEUTSCHLAND FEHLT!

(Zur Erinnerung :

US-Northrop Grumman Litef entwickelt Systeme für die zivile und militärische Luftfahrt.

Das Fraunhofer Ernst-Mach-Institut ist ein Institut, das sich mit einem breiten Spektrum von Themen aus der angewandten Physik befasst und ist spezialisiert auf die Untersuchung physikalisch-technischer Vorgänge in Werkstoffen, Strukturen und Komponenten. Die Forschungsarbeiten des EMI liegen in seinen Geschäftsfeldern Verteidigung, Sicherheit, Raumfahrt, Luftfahrt. Es wird auch finanziell vom Verteidigungsministerium unterstützt.

Zitat aus Information des Ernst-Mach-Instituts:

Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI baut seine Forschung in Freiburg aus. Das Institut, das in der militärischen und zivilen Sicherheitsforschung tätig ist, hat kürzlich im Freiburger Areal Nord – Green Industry Park ein Grundstück erworben. Verkäufer des rund 28.000 Quadratmeter großen Areals ist die Freiburg -S- Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG (FWI). Das Grundstück wird mit Mitteln des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) finanziert.

Zitat Oberbürgermeister Martin Horn: »Der Neubau des KTC (https://www.emi.fraunhofer.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/Fraunhofer-EMI-kauft-Grundstueck-im-Areal-Nord-Green-Industry-Park.html) durch das Fraunhofer EMI ist eine bedeutende Entwicklung für Freiburg als attraktiver Standort für Forschung und Entwicklung. Mit rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und insgesamt fünf Instituten ist Freiburg einer der größten Fraunhofer-Standorte in Deutschland.«)

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8. Juli 2026:

Wir bedanken uns für die Teilnahme von Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag, der stellvertretend für OB Martin Horn am 8. Juli 2026 auf dem
Rathausplatz zum „Flaggentag“ gesprochen hat. Damit hat die Stadt und die Verwaltung Freiburgs ein Zeichen gesetzt für Frieden und für die Abschaffung der
Atomwaffen im Sinne der Mayors for Peace. In heutiger Zeit ist es sehr notwendig, dass Stadtverwaltung und Bürger und Bürgerinnen in gegenseitigem Vertrauen
gut zusammenarbeiten. Das sollte sich nicht nur auf den von den Bürgern gewählten Gemeinderat beschränken.

Heutzutage ist jede Stadt sehr gefordert durch die restriktiven Massnahmen der Bundesregierung. Die Städte müssen im Städtetag zeigen, dass das Leben
in Städten und Gemeinden sich nicht zunehmend auf die mentale Mobilmachung einlassen kann, sondern, wie bei der Freundschaftspflege der Partnerstädte,
vom Bund genauso mit anderen Ländern in schwierigen Zeiten diplomatisches Verhandeln zu neuen Wegen des Verständnisses zu gehen sind.

Das Freiburger Friedensforum unterstützt den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag:

Verbotsvertrag

Prof. Wolfram Wette: Link zum Vortrag vom 22. Juni

Unsere Veranstaltung mit Prof. Wette, zum 85 Jahrestages des Überfalls und Vernichtungsfeldzuges gegen die Sowjetunion, am 22.6
unter dem Titel „Frieden und Verständigung mit Russland – eine noch immer unerledgte Aufgabe“ wurde von über 100 Gästen besucht.
Prof. Wolfram Wette, Militärhistoriker a.D. sprach über die unerledigte Aufgabe, Notwendigkeit und Möglichkeit der Verständigung
mit Russland statt zunehmender Konfrontation und Kriegsgefahr. Unter höchst strapaziösen Temparatur- und schlechten
Lautsprecher-Bedingungen hielt Prof. Wette einen ausgezeichneten Vortrag.
Wir haben den Vortrag auf Video aufgezeichnet, und auch der Ton ist dabei jetzt gut und verständlich.
Mit dem u.a. Link kann der Vortrag aufgerufen werden. Gerne kann der Link auch weiter geteilt werden.

https://www.youtube.com/watch?v=XUhMQQrDDKM

 

https://freiburg.dfg-vk.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/22juni.jpg

Flyer:

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11. Juni, 2026: Dr. Rolf Gössner im DGB Haus, Friedrichstr. 41-43

Veranstaltung mit Dr. Rolf Gössner (Rechtsanwalt und Publizist)
11. Juni | 19 Uhr, Gewerkschaftshaus Freiburg

Der Ton in der Innenpolitik wird rauer. Der Staat erweitert in den letzten Jahren kontinuierlich die Befugnisse von Polizei und Sicherheitsbehörden. Unter der Begründung eines Kampfes gegen Rechts erhält auch der Verfassungsschutz mehr Freiheiten und Kompetenzen. Gleichzeitig erleben wir seit geraumer Zeit eine Welle neuer Berufsverbote und damit eine Neuauflage der Berufsverbotspolitik vergangen geglaubter Zeiten. Was sich da in einzelnen Bundesländern entwickelt, wie es begründet und angewandt wird und gegen wen sich diese Politik mit welchen Folgen richtet, davon handelt der Vortrag von Rolf Gössner. Er richtet auch den Blick auf den Verfassungsschutz und geht der Frage nach, ob der Inlandsgeheimdienst ein Wächter gegen Rechts oder ein Problemfall der Demokratie ist.

Veranstaltet von: DGB SV Freiburg, ver.di OV Freiburg, Bündnis Freiburg gegen Rechts, VVN-BdA Freiburg, Humanistische Union und der GEW Kreis Freiburg

8.5.: Schulstreik gegen Wehrpflicht Mai 2026 in Freiburg

https://www.friedenskooperative.de/termine/schulstreik-gegen-wehrpflicht-mai-2026-in-freiburg

Termin

Freitag, 8. Mai 2026 – 10:00

Demonstration und Kundgebung „Schulstreik gegen Wehrpflicht in Freiburg“, Start: 10 Uhr, Platz der Alten Synagoge, anschl. Demo durch die Innenstadt wieder zurück zum Platz der Alten Synagoge, VA: Schulstreik gegen Wehrpflicht Freiburg

Ostermarsch für Frieden 2026 in Freiburg

Ostermarsch für Frieden 2026 in Freiburg
Karsamstag, 4. April
11h
Platz der Alten Synagoge

Flyer:Aufruf Ostermarsch 13-03-2026

Friedensfähig statt Kriegstüchtig!
Gegen Wehrpflicht und Aufrüstung!
Für Verhandlungen und Deeskalation!

Unsere Forderungen:
-Einhaltung des Völkerrechts. Die UNO-Charta verbietet allen Ländern
Androhung oder Anwendung von Gewalt und verpflichtet alle Kriegsparteien zu
Verhandlungsbemühungen. Dabei sollte nicht abhängig von geopolitischen
Interessen mit zweierlei Maß gemessen werden.
-Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine, Israel, Saudi-Arabien und andere
Länder. Insbesondere keine Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die
Ukraine, keine direkte Kriegsbeteiligung!
– Stopp des Völkermordes in Gaza und der völkerrechtswidrigen Besatzung
Palästinas
-Stopp der völkerrechtswidrigen Sanktionen, z.B. gegen Kuba
-Verhandlungen und Deeskalation
– Entspannungspolitik, Aufbau einer neuen europäischen Friedensordnung mit
Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen aller Beteiligten.
-Abrüstung, Keine US-Mittelstreckenraketen in Deutschland
-Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO
-Stopp der Militarisierung, Rücknahme des Ziels der Nato, 5% des BIP für Militär
auszugeben.
-Stattdessen Geld für Soziales, Bildung, Gesundheit, Umwelt- und Klimaschutz
-Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer
-Keine Wehrpflicht!

V.i.S.d.P: Friedensforum, Stühlinger Str. 7, Freiburg, https://www.fffr.de/
fff@fffr.de

 

Aufrüstung und Stationierung von US-Mittelstreckenraken bedrohen unsere Zukunft

Raketen sind Magneten – Schlachtfeld Europa

Flyer:LührHenken27.03.2026

2026 sollen die US-Raketen, darunter die neue Hyperschallwaffe Dark Eagle , exklusiv in Deutschland stationiert werden. Diese Raketen verändern das strategische Gleichgewicht, denn damit könnte die USA von Deutschland aus in einem Erstschlag Russland russische Kommandozentralen und Atomraketensilos ausschalten. Deutschland hat nichts zu sagen – die Entscheidung liegt allein beim unberechenbaren US-Präsident Trump. Zu diesem Thema wird als Experte Lühr Henken in Freiburg am 27.3. informieren.

 

5. März: Schulstreik und Kundgebung gegen Wiedereinführung der Wehrpflicht

Schulstreiks und Kundgebungen am 5. März 2026

Auftakt  um 10:00 auf
dem Platz der alten Synagoge

Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde,
am 5. März 2026 rufen bundesweit Schüler- und Jugendbündnisse zu
Schulstreiks und Kundgebungen gegen die Wiedereinführung der
Wehrpflicht auf.

Deshalb hier die Einladung: kommt alle, um die jungen Menschen zu
unterstützen und Mut zu machen, sich gegen die zunehmende
Militarisierung unseres Landes aufzustehen.

Freitag, 20.2. 19h: Claudia Haydt

Freitag, 20.2.2026
19:00 h, Mensa der
Hebelschule,
Escholzstrasse

Bringt die „Zeitenwende“ mehr Sicherheit?
Wohin führen Hochrüstung und Kriegsvorbereitungen?
Claudia Haydt

Vorstands- und Gründungsmitglied der Informationsstelle Militarisierung IMI e.V.
Autorin zahlreicher Publikationen zu deutscher und
europäischer Militärpolitik.
Deutschland bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Militärrepublik. Immer größere Anteile des öffentlichen Haushalts werden ins Militär investiert
(Stichwort 5% Ziel). Die Wehrpflicht soll wieder eingeführt und mit einem „Operationsplan Deutschland“ soll die gesamte Gesellschaft kriegstüchtig gemacht werden.
Was bedeutet es, wenn die wesentliche Aufgabe darin besteht Deutschland „als Drehscheibe für den Aufmarsch und die Versorgung verbündeter und eigener Streitkräfte
vorzubereiten? Die Referentin gibt einen Überblick über die aktuellen Pläne, wobei neben den Aufrüstungsprojekten auch die weiteren gesellschaftlichen Umbauprozesse
(Kriegswirtschaft, Sozialabbau, Abschaffung von Zivilklauseln) in den Blick genommen werden. Es geht aber auch um mögliche Auswege aus der Sackgasse der Militarisierung,
eine Stärkung von Diplomatie und neue Abrüstungsschritte.

03. Oktober 2025: Nie Wieder Kriegstüchtig! Protest gegen Kriegsvorbereitung

3.Okt. Aufstehen für den Frieden nach Stuttgart!

Am 3. Oktober findet bundesweit in Berlin und Stuttgart ein gemeinsamer Protest gegen die aktuelle Kriegsvorbereitung, Kriegshetze und Aufrüstung und gegen Sozialabbau statt. Wehren wir uns dagegen, dass Medien, Politiker und NATO uns in einen Krieg gegen Russland treiben wollen. Beginn in Stuttgart ist um 13:00 Uhr auf dem Schlossplatz . Wir organisieren Bus – und Bahnfahrten nach Stuttgart. Infos dazu: freiburg@dfg-vk.de

Aufruf: Nie wieder kriegstüchig! Stehen wir auf für Frieden!

Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung
des Fünf-Prozent-Ziels, würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt
in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung,
drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft.

Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut. Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und
verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit
und seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung:

Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta,
auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten.
Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.

Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen
alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Zusatz-Bus von Lörrach/Neuenburg/Freiburg zur Friedensdemo nach Stuttgart am 3.10.

In unserem Bus von Freiburg nach Stuttgart sind alle Plätze vergeben. Aber es soll ein Zusatz-Bus von Lörrach mit Zusteigemöglichkeit bei Neuenburg und in Freiburg eingesetzt werden. Details weiter unten. Zudem kann man per Bahn ( ICE oder Nahverkehr) oder Flixtrain zur Demo kommen. Abfahrtszeiten haben wir hier ebenfalls nachfolgend zum Download zusammengestellt. Informiert Euch hier…

 

 

Zusatz-Bus fährt wenn genügend Anmeldungen!

Lörrach: Abfahrt 8:00 Uhr, Bushaltestelle am Bahnhof

Neuenburg: Abfahrt ca. 8:30 Uhr, Bushaltestelle (ehem.dt.Zollstelle )

Freiburg, Abfahrt ca. 9:00 Uhr, Konzerthaus

Der Bus kostet leider 30€ pro Kopf um annähernd kostendeckend zu sein. Wer mitfahren will. soll sich schnell entscheiden und handeln, damit die Fahrt stattfinden kann.

Bus organisiert Frieder Müller von der DFG-VK, email-Adresse friedensfrieder@gmx.de. Wer mitfahren will, muss die 30 Euro überweisen, und dabei unbedingt Name, Emailadresse und wichtig: Einstiegsort ( Lö, Nbg, FR ) angeben. Die Kontonummer lautet:
C24Bank: Friedrich Müller
DE66 5002 4024 7855 3789 01
Bic: DEFFDEFFXXX

Sollten sich nicht genügend Teilnehmer*innen melden und der Bus abgesagt werden müssen, findet von Frieder Müller eine Rücküberweisung des Betrages statt.

Rede des Friedensforums am 1. September 2025 (Antikriegstag)

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Rede des Friedensforums am 1.9.2025

Liebe FreundInnen und Freunde,
Liebes Publikum,

Das Freiburger Friedensforum begrüßt hier alle, die
am Antikriegstag ein Zeichen für Frieden weltweit
setzen wollen. Wir Menschen hier in Deutschland
und in den meisten Ländern wollen für ihre
Communities und Familien ein Leben ohne Krieg
und überall die unbedingte Einhaltung der
universellen Menschenrechte.
Das Friedensforum distanziert sich von jeder Form
von Gewalt und Terror. Wir setzen uns für die
Gewaltfreiheit und zivile Konfliktlösungen ein. Wir
sind parteiunabhängig und überkonfessionell.
1940 mitten im 2. Weltkrieg schrieb Stefan Zweig,
deutscher Pazifist und Schriftsteller, der von
Deutschland fliehen musste (ich zitiere):
„. . .steigert sich das Tragische ohne Maß, so
vermindert es eher die Fähigkeit mitzufühlen…Wir

alle fühlen heute diese verhängnisvolle Proportion:
Je länger das Weltdrama vor unseren Blicken
dauert, je grauenhafter seine Szenen werden, je
aufregender seine Episoden, umso mehr lässt
unsere Fähigkeit des innerlichen Miterlebens nach.
Das fortwährende Denken an den Krieg zerstört das
Denken. . .Nicht wir fühlen zu wenig, sondern es
geschieht in solchen sogenannten ‚historischen
Zeiten‘ zu viel. . .Es ist die Kraft die uns fehlt und
nicht der gute Wille.“ (Zitatende)
Diese Worte treffen leider in der heutigen Zeit noch
genauso zu wie damals. Unsere Empörung gegen
die Kriege in 13 Ländern dieser Erde übersteigen
unsere Kraft. Dadurch geschieht die Fokussierung
besonders auf die Kriege gegen die Menschen in
der Ukraine und gegen die Menschen im
Gazastreifen.
Wir müssen dabei seit Jahren und Monaten
feststellen, dass die Regierungen nicht in der Lage
sind, auch nur für diese beiden Kriege Frieden
herbei zu führen. Täglich müssen wir die
schlimmsten Bilder von verhungernden,
verstümmelten und verwundeten Kindern,
verzweifelnden, trauernden Müttern und komplett

zerstörten bombardierten Städten ansehen. Wir
sehen wie hunderttausende Menschen aus Kriegsund
Krisengebieten fliehen müssen und erleben
gleichzeitig, wie menschen-verachtende Strategien
eingesetzt werden, Flüchtende nicht aufzunehmen.
Anstatt dass verurteilte Kriegsverbrecher wie
Netanyahu und sein Verteidigungsminister Gallant
verhaftet werden (seit November 2024 liegen
Haftbefehle vor), durfte Netanyahu am 2. Februar
problemlos durch den französischen Luftraum
reisen. Wenn Verhandlungen zwischen Präsident
Trump und Präsident Putin anstehen, wird sorgfältig
nach einem Verhandlungsort gesucht, wo Putin nicht
verhaftet wird, denn gegen Putin liegt seit den 17.
März 2023 ein Haftbefehl vor.
Wir sind inzwischen überzeugt, dass die meisten
Politiker unfähig oder nicht Willens sind, alles zu tun,
Frieden zwischen den Ländern und für deren
Bewohner zu schaffen, weil ein anderer Motor sie
bestimmt. So müssen wir als Völker selbst dafür
Sorge tragen, dass der Friede erhalten wird.
Denn wem nützen eigentlich die Kriege?
Die Politiker nicht nur der Bundesregierung
Deutschland setzen auf Wirtschaftsaufschwung
durch Rüstungsproduktion. Das ist ihre Antwort auf
die Kriege der Welt. Sie sind unfähig zu
Friedensverhandlungen, unfähig zu
ernstzunehmender Diplomatie. Die Chefs der
Rüstungsfirmen machen ihren Profit auf Grund
dieser Unfähigkeit. Der damit verbundene

Ressourcenverbrauch und Materialeinsatz in den
Kriegen zerstört durch diese verbrecherische
Unfähigkeit zunehmend die Lebensgrundlagen und
fördert weiter die klimatischen Veränderungen.
Da die Waffenherstellung, deren Transport und
Benutzung massiv Öl und Gas verbrauchen, tragen
die Rüstungsindustrie und die Kriege wesentlich
dazu bei, dass die Erderwärmung zunimmt. Nahezu
30 Prozent der Gewinne der 50 größten Öl- und
Gaskonzerne gehen alleine in die USA.
In Deutschland sind die Gewinne des
Rüstungskonzerns Rheinmetall um 1600% seit
Beginn des Ukraine-Krieges gestiegen (von ca. 97€
pro Aktie im Februar 2022 auf aktuell 1630€). Seit
der Ankündigung von Kanzler Merz: „Whatever it
takes!“ vor einem halben Jahr hat sich der
Aktienkurs von Rheinmetall sogar mehr als
verdoppelt (von 724€ auf 1630€).
Der Vorsitzende des Rüstungskonzerns Rheinmetall
Armin Papperger sieht seine Branche als
„Jobmaschine“. Er sagte: „Rheinmetall ist
erfolgreich auf seinem Weg ein globaler
Rüstungschampion zu werden. Unsere
Auftragsbücher sind voll und werden sich in Zukunft
weiterfüllen.“
Firmen wie Airbus, Daimler Benz, Diehl Defence,
Dornier-Werke, Heckler und Koch, Helsing,
Hensoldt, Krauss-Maffei, MAN, Rheinmetall,
Thyssenkrupp und Carl Walther GmbH um einige zu
nennen, setzen aber ungeachtet dieser Wirklichkeit
auf zerstörerische Rüstungsproduktion.

Wir stellen fest:

Kriege brechen nicht aus – sie werden von Menschen
gemacht, genauer von Generälen, Regierenden,
Rüstungs- und Kriegsgewinnlern, von
machtbesessenen Politikern und Teile der Medien!
Es kann im Krieg keine Sieger geben, sondern nur
Verlierer!
Wir erklären uns solidarisch mit allen Opfern von
Kriegen und staatlichem Terror, mit allen Menschen,
die Frieden wollen und sich dafür einsetzen!
Entweder wir schaffen die Atomwaffen ab oder die
Atomwaffen schaffen uns ab. Eine andere Welt ist
möglich!
Wir wollen eure Kriege nicht! Wir haben eure Kriege
mehr als satt!

 

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