Ostermarsch in Freiburg am 14.4.2022

Ostermarsch in Freiburg – Verzicht auf Waffenlieferungen gefordert

Von Peter Disch

Do, 14. April 2022 um 20:33 Uhr

Freiburg | 50

Mehrere hundert Menschen haben am ersten Freiburger Ostermarsch seit 1986 teilgenommen. Hauptredner Jürgen Grässlin sprach sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus.

 

Die Sanktionen gegen Russland funktionierten und sollten verschärft werden, sagte Grässlin. Er forderte ein gestaffeltes Öl- und Gas-Embargo. Der Westen solle auf die Hälfte der Lieferungen verzichten und die Quote nach und nach steigern, um den Druck zu erhöhen, und Russland so an den Verhandlungstisch zwingen.

Dann richtete Grässlin den Blick auf Freiburg. Die Stadt nenne sich werbewirksam Green City. „Aber das stimmt nicht“, weil eine Green City auch eine Friedensstadt sein müsse. Wer sich die Stadtkasse mit der Gewerbesteuer der Rüstungsfirma Northrop Grumman Litef füllen lasse, sei davon noch weit entfernt.

Grässlin präsentierte weitere Forderungen, wie sich Freiburg zu einer Friedensstadt entwickeln könne. Ein Konzept, das sich noch im Anfangsstadium befinde, sei von der Friedensbewegung Freiburgs formuliert worden. Grässlin rief die Kundgebungsteilnehmer dazu auf, es in die Stadtgesellschaft hineinzutragen, um es auf breiter Basis weiterzuentwickeln.

Der Ostermarsch, der von über 20 Organisationen organisiert worden war, führte nach der Kundgebung über die Bertoldstraße und die Kaiser-Joseph-Straße zum Europa-Platz.

OSTERMARSCH in Freiburg: 14. April, 17h, Platz der alten Synagoge

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OSTERMARSCH
14. APRIL
17 Uhr
PLATZ DER ALTEN SYNAGOGE

    • Stoppt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in der Ukraine!
    • NEIN zum 100-Milliarden-Euro-Aufrüstungsprogramm
    • Solidarität mit den Kriegsopfern

DER KRIEG IST ZURÜCK IN EUROPA. Unzählige Menschen sind schon gestorben
oder leiden unsäglich an den Folgen dieses militärischen Wahnsinns. Städte
werden zerstört und Felder verwüstet. Wir empfinden angesichts dessen
Wut, Verzweiflung, Trauer und haben Angst, dass dieser Krieg zum Atomkrieg
eskaliert. All das stärkt unsere Grundüberzeugung: Frieden schaffen gelingt
nur ohne Waffen! Die Ankündigung des Bundeskanzlers, das Militär zusätzlich
zu der schon geplanten Aufstockung auf bis zu 80 Milliarden Euro jährlich
und zusätzlich noch einmalig mit 100 Mrd. Euro aufzurüsten, ist unbegreiflich.
Wir sind entschieden gegen eine Festlegung von 2% des BIP für Militär-
ausgaben im Grundgesetz und gegen weitere Waffenlieferungen!

Freiburg muss Friedensstadt werden und darf keine weitere Waffen in Kriegs-
gebiete liefern oder Rüstungsforschung betreiben!

Wir stehen für soziale Gerechtigkeit. Der Krieg führt jetzt schon zu
Engpässen und enormen Preiserhöhungen. Damit können der Krieg und die neue
Aufrüstungspolitik uns alle hart treffen; vor allem aber die Menschen mit
niedrigem Einkommen, die schon jetzt Probleme haben, ihren Lebensunterhalt zu
bestreiten.

Dafür gehen wir an Ostern auf die Straße:

Stoppt den Krieg!
Sofortiger Waffenstillstand! Verhandeln statt schießen.
Hilfen für alle vom Krieg Betroffenen
Schaffung einer gemeinsamen europäischen Friedensordnung
Entschlossen gegen Fluchtursachen und Klimawandel vorgehen
Gerechtigkeit, Demokratie und Menschenrechte für Alle
Keine Waffenlieferungen in Kriegsgebiete! Nein zu Rüstungsexporten
100 Milliarden € für Soziales und die klimagerechte Transformation
statt für das Militär

Wir zeigen unsere Solidarität mit allen von jeglichen Kriegen Betroffenen –
sie gilt den Menschen in und aus unserer Partnersteadt Lviv in der Ukraine sowie allen,
die sich weltweit für friedliche Lösungen einsetzen und damit ihre Freiheit
und ihr Leben aufs Spiel setzen. Lasst uns allen Menschen helfen, die unter
Krieg und Gewalt leiden und allen Flüchtenden unsere Grenzen öffnen!
Lasst uns die Betroffenen des Krieges in der Ukraine, des 20-jährigen Krieges
in Afghanistan, des Krieges in Jemen, der Kriege um Öl im Mittleren Osten
und aller anderen militärischen Auseinandersetzungen unterstützen!

Andreas Zumach: Stoppt den Krieg! Der Ukraine-Krieg und seine Folgen für Europa

05.04.2022  19:00h 21:00h
Evangelische Hochschule Freiburg, Gr. Hörsaal

Vortrag und Gespräch in der Reihe Friedenspolitische Hochschulgespräche

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und seine zerstörerischen Folgen für die Menschen in der Ukraine, für die Geflüchteten und für ganz Europa stehen im Mittelpunkt des Vortrags.

Andreas Zumach, Journalist und Experte für internationale Beziehungen spricht über die aktuelle Lage, die Bedingungen für ein Ende des Krieges nach einem Waffenstillstand. Dabei geht er auf die Vorgeschichte des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine und seine Eskalationen ein und erörtert die Folgen für die deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik.

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Gespräch mit dem Referenten.

Veranstalter

  • Friedensinstitut Freiburg

Format/Termin/Ort

Die Veranstaltung findet am 05.04.2022 in Präsenz in der Evangelischen Hochschule Freiburg, Großer Hörsaal (Gebäude B), statt.
Weitere Infos: Anfahrt/Wegbeschreibung

Zielgruppe

  • interessierte Öffentlichkeit
  • Studierende der EH Freiburg

Gebühren

Der Eintritt ist frei.

Corona-Regelung

Bitte halten Sie Ihren 3G-Nachweis bereit und beachten Sie die Abstands- und Hygieneregeln inkl. Tragen einer FFP2-Maske – danke!

Online-Anmeldung / Frist

Bitte melden Sie sich online an: pro Person 1x das Formular ausfüllen (nach unten scrollen!). Die Anmeldung schließt am 03.04.2022.
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Nächste Mahnwache des Friedensforums

Die nächste Mahnwache des Friedensforums findet voraussichtlich am

9. April

von 11 – 15h

auf dem Rathausplatz, Freiburg

statt.

Mahnwache für den Frieden im März 2022

Kein Geld für Krieg

Kein Geld für Krieg

DIE WAFFEN NIEDER – NEIN ZUM KRIEG!!!

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24.02.2022 Russland hat die Ukraine angegriffen

Die Waffen nieder – nein zum Krieg!
Wir verurteilen die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine. Für Krieg gibt es
keine Rechtfertigung. Die Mitschuld des Westens besonders der USA und der NATO
rechtfertigen keinesfalls diese militärische Aggression.
Die Bombardierungen müssen sofort gestoppt werden. Notwendig ist ein umfassender
Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und ein zurück an den Verhandlungstisch.
Politische Reaktionen des Westens sollten auf die Wiederaufnahme von Gesprächen
gerichtet sein, weiteren Hass und Konfrontation vermeiden und nicht die Bevölkerung
Russlands treffen. Deswegen lehnen wir Sanktionen ab.
Es gibt keine militärische, sondern nur eine politische Lösung auf der Basis der Prinzipien
der gemeinsamen Sicherheit.
Lasst uns gegen den Krieg, für eine Politik der gemeinsamen Sicherheit auf die Straße
gehen. Es gibt keine Alternative zu Dialog und Kooperation – gerade jetzt.
Gegen Krieg hilft auch nicht noch mehr Aufrüstung und mehr Krieg, sondern nur eine
politische Verständigung, Deeskalation und Abrüstung.
Es steht aber zu befürchten, dass dieser Konflikt zum Vorwand und Anlass genommen
wird, die bereits geplante massive Aufrüstung der NATO noch stärker zu erhöhen – und
dass hierdurch soziale Projekte und auch der Klimaschutz auf der Strecke bleibt
Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wir unterstützen die Forderungen des Internationalen Versöhnungsbundes an
die Bundesregierung, verfolgten Friedensgruppenmitgliedern, Kriegsdienst-Verweigerern
und Opfern von Vergewaltigungen als Kriegswaffe in Deutschland Asyl zu gewähren.
Darüber hinaus fordern wir die Bundesregierung auf, alle zur Verfügung stehenden Mittel
zur Deeskalation des Konfliktes zu nutzen und sich einzusetzen für:

1. Einen sofortigen Waffenstillstand und die Erarbeitung eines neuen
Waffenstillstandsabkommens auf der Grundlage des Minsk II-Abkommens.
2. Vertrauensbildende Maßnahmen: Anbieten eines Nato-Aufnahme-Moratoriums
und Rückkehr zu Verträgen wie dem Open-Sky-Abkommen.
3. Die Unterstützung humanitärer Hilfe vor Ort

v.i.S.d.P.: Friedensforum, W.Cordi, Friedenszentrum Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

Mittwoch, 2.2. 2022, 18:00 Uhr Ostermarsch-Besprechung

EinladungOstermarschBesprechungfinal

Lasst uns 2022 gemeinsam wieder in Freiburg einen Ostermarsch durchführen!
Kriegsgefahr bannen!
Eskalationsspirale, Atom- und Hochrüstung stoppen! Klima schützen!
Für mehr soziale Sicherheit und ein besseres Gesundheitssystem!
* die Gefahr eines Atomkrieges ist heute so groß, wie niemals seit der Kuba-Krise
* Die Zahl der einsatzbereiten Atomwaffen steigt (8000). Die Vorwarnzeit beträgt wenige
Minuten. Hyperschallraketen, modernste Trägersysteme werden gebaut, Kampfdrohnen
teilautonome Waffen und Maschinen entscheiden über Tod und Leben der Menschen.
* Feindbilder werden offensiv belebt.
* In Europa sorgen der Ukraine-Konflikt, entgegen dem Versprechen des Westens, die weitere Ausdehnung der Nato nach Osten, für Kriegsgefahr.
* Das beharrliche Ignorieren der Sicherheitsbedürfnisse Russlands, einseitige Schuldzuweisungen blockieren die Suche nach friedlichen Lösungen.
* Es droht eine Eskalation, die schnell außer Kontrolle geraten kann. Aufrüstung ist die falsche Antwort.
* Ein großer Krieg würde auch den Kampf für den Klimaschutz torpedieren und aussichtlos machen.

Wir brauchen dringend eine Politik der Entspannung und Abrüstung, der vertrauensbildenden
Maßnahmen und gemeinsamen Sicherheit.

Wir laden ein zur Online-Vorbesprechung !
Mittwoch, 2.2. 2022, 18:00 Uhr
https://meet.ffmuc.net/ostermarsch22-fr
Anmeldung zur Vorbesprechung bitte unter fff@fffr.de oder freiburg@dfg-vk.de

 

Mahnwache für den Atomwaffenverbotsvertrag am 22. Januar 2022

Deutschland fehlt

Fotos von unserer Mahnwache auf dem Rathausplatz zu 1. Jahr Gültigkeit des Atomwaffenverbotsvertrages der Uno.
Das Peace-Zeichen ist gut zu erkennen. Wir waren gut sichtbar mit Infostand und diversen Transparenten.
Die Fahnen der 59 Staaten die den Vertrag bisher ratifiziert haben, waren auf einer Leine sichtbar.
Etliche Passanten wollten wissen, um was es geht. Nur wenige war der Atomwaffenverbotsvertrag bekannt.
Es gab gute Einzelgespräche und viel Zuspruch für unsere Initiative.

Ein Jahr Atomwaffenverbotsver-trag

Atomwaffen ächten

Wo sind unsere Waffen?

Wir suchen unsere Waffen.

Freiburger Friedensforum: Brief zum Jahreswechsel 2021 / 2022

http://www.fffr.de/blog/wp-content/uploads/2021/12/Freiburger-Friedensforum-Unser-Friedens-Programm-fuer-die-naechsten-Wochen-per-16.4.21.pdf

Im Dezember 2021

Liebe Freiburger Friedensbewegte,

das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Wir wollen das zum Anlass nehmen, das vergangene Jahr ein Stück weit Revue passieren zu lassen und einen kleinen Ausblick zu geben, auf das was zum jetzigen Zeitpunkt schon geplant ist und mit welchen Aktionen wir uns im neuen Jahr in unserer regionalen Freiburger Friedensarbeit einbringen wollen.

Zunächst möchten wir uns jedoch bei Euch, den Freiburger Gruppen und Initiativen, denen das Thema „Frieden“ am Herzen liegt, für die gute Zusammenarbeit bedanken und, dass wir viele Veranstaltungen mit Euch gemeinsam durchführen konnten. Die Zusammenarbeit ist uns wichtig. Wir freuen uns auch, wenn wir Euch bei Eurer wichtigen Arbeit unterstützen können. Sei es, dass wir auf Eure Aktionen hinweisen und dafür werben oder als Co-Veranstalter auftreten und mitarbeiten oder dass wir präsent sind und „Flagge“ zeigen.

Weiter unten haben wir eine Auflistung all dieser Gruppen gemacht. Wir finden die Liste beeindruckend, zeigt sie doch, wie vielfältig und wichtig Friedensarbeit an jeweiliger Stelle (in Freiburg) ist. Die Vernetzung mit Euch ist uns sehr wichtig. Gemeinsam können wir mehr bewirken als jede Gruppe allein.

Das Jahr 2021 war, was die Außen- und Sicherheitspolitik angeht, bis auf wenige Ausnahmen von sehr negativen Entscheidungen, bzw.  Geschehnissen geprägt; besonders bedeutend erscheinen uns die folgenden:

  • Obwohl Geld für die dringenden und wichtigen sozialen Aufgaben fehlt, gab und gibt es dreiste Rufe nach mehr Geld für die Rüstung; inzwischen soll es sogar mehr als 2% des BIP sein.
  • Anschaffung von bewaffneten Drohnen
  • Anschaffung von Atomwaffenträgern im Rahmen des Future Combat Ais Systems (FCAS)
  • Beibehaltung von Sanktionen gegen Staaten, die nicht den „Werten“ des Westens entsprechen. Die Auswirkungen dieser Sanktionen, z.B. in Syrien, sind für die Menschen dort katastrophal.
  • Verstärkte Konfrontationspolitik und Gefahr weiterer Eskalation in Richtung China und Russland
  • Und aktuell sehr beängstigend, die Eskalation an der ukrainisch-russischen Grenze. Hier wird von den Nato-Staaten mit zu Russland grenznahen Manövern in unverantwortlicher Weise am Pulverfass gezündelt und die nachvollziehbaren „roten Linien“ Russlands werden ignoriert.

Vor dieser bedrohlichen Entwicklung zu resignieren ist nicht die Sache der Friedensbewegung: Kleine Schritte in Verbindung mit der Hoffnung, dass wir mehr Menschen auf Friedens-relevante Problematiken aufmerksam machen können und die Hoffnung auf eine Umsetzung in der Politik.

So haben wir im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von Veranstaltungen organisiert, mitorganisiert oder waren dort unterstützend vertreten – vergleiche die Liste in der Anlage.

 

Und es gab auch einen, wie wir finden, großen Erfolg zu feiern. Am 22. Januar 2021 trat der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) mit der Ratifizierung des 50. Landes in Kraft. Seitdem fordern wir regelmäßig und mit noch mehr Vehemenz, dass sich die Stadt Freiburg und die dort vertretenen Parteien dafür einsetzen, dass auch Deutschland diesem Atomwaffenverbotsvertrag endlich beitritt. Ein stärkeres Engagement seitens der Stadt Freiburg für den AVV wäre auch nur logisch und konsequent, hat sie sich doch bereits am 12. März 1985 per Gemeinderatsbeschluss zur „atomwaffenfreien Zone“ erklärt. Zudem hat Freiburgs OB Martin Horn, als Mitglied der Städtebewegung „Mayors for Peace“, am 30. April 2019 den Städteappell gegen Atomwaffen unterzeichnet.

Für die ersten Wochen des neuen Jahres 2022 sind derzeit folgende Aktivitäten in Planung:

  • Wir werden versuchen, weiterhin ca. monatlich eine Mahnwache für den Frieden zu organisieren, die erste ist geplant für Sa. 22.1.2022, 11.00 – 14.00 Uhr, voraussichtlich am Rathausplatz.
  • Zu Ostern (am Gründonnerstag) möchten wir – nach langjähriger Pause – in Freiburg wieder einen Ostermarsch auf die Beine stellen. Und am Ostermontag werden wir den Müllheimer Ostermarsch unterstützen.
  • Auch im neuen Jahr werden wir uns an den alljährlich wiederkehrenden Gedenkveranstaltungen beteiligen oder sie ausrichten.
  • Darüber hinaus ist eine ganze Reihe von Aktivitäten – derzeit noch unkonkret – in einer Überlegungsphase (Vorplanung).

Wir freuen uns darauf, mit Euch gemeinsam auch im neuen Jahr Veranstaltungen zu organisieren und wünschen Euch friedliche und schöne Weihnachtsfeiertage und alles Gute im neuen Jahr.

FFF – Freiburger Friedensforum                               DFG VK – Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

 

Anlagen

  • Aktivitäten des Freiburger Friedensforums und der DFG-VK Freiburg im Jahr 2021
  • Friedensbewegte Freiburger Bürgerschaftsgruppen und Initiativen im Jahr 2021

 

Anlage 1:    Aktivitäten des Freiburger Friedensforums und der DFG-VK Freiburg im Jahr 2021   –   Seite 1

Datum Veranstalter Aktion
22.1.21 FFF, DFG-VK,
FIF, Pax Christi
Kundgebung am Rathausplatz anlässlich des in Krafttretens des
UN-Atomwaffenverbotsvertrages (AVV)
mit kurzen Ansprachen von
Karen Hinrichs (FIF Friedensinstitut Freiburg der evangelischen Hoch­schule), Uta Pfefferle (FFF), Markus Weber (Pax Christi Freiburg)
20.2.21 FFF, DFG-VK Mahnwache am Rathausplatz mit den Themen:

·         Julian Assange

·         Abrüstung ist das Gebot der Stunde

·         Atomwaffenverbotsvertrag (mit Stuhl: Deutschland fehlt)

5.3.21 VVN-BdA,
FFF, DFG-VK
Kundgebung am Mahnmal am Rotteckring zum Gedenken an den 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg mit einer Ansprache von Erika Weiser, Zitaten von Rosa Luxemburg, vorgetragen von Ute Pfefferle und Natalia Herrera und musikalischer Begleitung von Wolfgang Gerwig
12.3.21 FFF, DFG-VK Mahnwache am Rathausplatz mit den Themen:

·         Julian Assange

·         Abrüstung ist das Gebot der Stunde

·         Atomwaffenverbotsvertrag (mit Stuhl: Deutschland fehlt)

·         Platz für Sorge

5.4.21 Friedensrat
Müllheim
FFF, DFG-VK
Ostermarsch in Müllheim
24.4.21 FFF, DFG-VK Mahnwache am Rathausplatz mit den Themen:

·         Julian Assange

·         Atomwaffenverbotsvertrag (mit Stuhl: Deutschland fehlt)

·         Gegen militärischen Heimatschutz für innere Sicherheit

·         Was wäre, wenn – Rüstungs- und Sozialausgaben im Vergleich

·         Abrüstung ist das Gebot der Stunde

·         Büchel ist überall – Protest geg. die dort gelagerten US-Atomwaffen

·         Schulfrei für die Bundeswehr – Lernen für den Frieden

1.5.21 DGB Stadtverband Freiburg
FFF, DFG-VK
Kundgebung zum 1. Mai
10.5.21 FFF, DFG-VK,
VVN-BdA,
SchweresLos,
Hebelschule,
Schulfrei für die Bundeswehr,
SPD-Stühlinger
Gedenken-Gang an 4 geschichtsträchtige Orte im Stühlinger, zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Faschismus, anlässlich des 81. Jahrestages der Bombardierung des Stühlinger Kinderspiel­platzes am 10. Mai 1940 und anlässlich des 8. Mai 1945, dem Ende des 2. Weltkrieges mit kurzen Ansprachen von Max Heinke (FFF), Uta Pfefferle (FFF), Maren Moormann (SchweresLos), Hanjo Glatting (Hebelschule), Rolf Beck (Zeitzeuge), Marie Battran-Berger (Schulfrei für die BW), Uwe Stöhr (SPD-Stühlinger.)
20.5.21 FFF, DFG-VK Online-Vortrag von Prof. Dr. Karl Hans Bläsius (Hochschule Trier, Fachbereich Informatik) zum Thema: Atomkrieg aus Versehen
19.6.21 FFF, DFG-VK Mahnwache am Rathausplatz mit den Themen:

·         Julian Assange

·         Atomwaffenverbotsvertrag (mit Stuhl: Deutschland fehlt)

·         Geld für Gesundheit statt für Rüstung

·         Abrüstung jetzt – Militär und Kriege sind die größten Umweltkiller

Anlage 1:   Aktivitäten des Freiburger Friedensforums und der DFG-VK Freiburg im Jahr 2021   –   Seite 2

Datum Veranstalter Aktion
21.6.21 VVN-BdA,
FFF, DFG-VK
Vortrag des Historikers Prof. Dr. Wolfram Wette zum Thema „Kreuzzug gegen den Bolschewismus und deren Fortwirkung im Kalten Krieg bis heute“ im Vorderhaus
15.7.21 FFF, DFG-VK Vortrag von Karin Leukefeld und Diskussion zum Thema „Sanktionen – Krieg mit anderen Mitteln? Dargestellt am Beispiel Syriens“ im Gemeindesaal der Kreuzkirche im Stühlinger
6.8.21 FFF, DFG-VK,
AntiAtom, ICAN Hochschulgruppe, IPPNW, Attac, GREENPEACE, Fukushima nie vergessen
Gedenkveranstaltung zu den Atombombenabwürfen in Hiroshima (6.8.45) und Nagasaki (9.8.45) am Rathausplatz mit Ständen der beteiligten Gruppen sowie einer Mahn-Aktion an 4 Orten in der Innenstadt mit: Rundgang mit Bomben-Attrappen, Sirenengeheul, Flugzeuggeräusch, lauter Knall, umfallenden Menschen, Sensenmann
1.9.21 FFF, DFG-VK, DGB, verdi, Fridays for Future Gedenkengang zum Antikriegstag an 4 Stationen mit Redebeiträgen von Bürgermeisterin Christine Buchheit am Rathausplatz, Julia Söhne (verdi) am Europa-Platz, Jule Pehnt (Fridays for Future) vor dem Rektorat der Uni FR, Tobias Pflüger (u.a. IMI, Friedensinstitut der ev. Hochschule FR) und dem Musiker Benni Feldmann am Mahnmal am Rotteckring
4.9.21 FFF, DFG-VK Mahnwache am Rathausplatz mit den Themen:

·         Julian Assange

·         Atomwaffenverbotsvertrag (mit Stuhl: Deutschland fehlt)

·         Büchel ist überall – Protest geg. die dort gelagerten US-Atomwaffen

·         Abrüstung jetzt – Militär und Kriege sind die größten Umweltkiller

5.9.21 WfgA
FFF, DFG-VK
Fahrt nach Büchel, zur Demonstration am Bundeswehr-Standort, wo die US-Atombomben gelagert sind.
24.9.21 Fridays for Future
u.v.a
Klimastreik – Unser Hinweis auf die verheerende Wirkung von Militär und Krieg auf das Klima und die Umwelt
3.10.21 Parents for Future,
FFF, DFG-VK
u.v.a.
Friedensstand für Klimaschutz bei den „KlimaTischen“ auf der gesperrten B 31 (Schwarzwaldstraße) – Unser Hinweis auf die verheerende Wirkung von Militär und Krieg auf das Klima und die Umwelt
15.10.21 Schulfrei für die Bundeswehr,
FFF, DFG-VK
Mitmach-Tage-Freiburg des Friedenspädagogischen Runden Tisches mit den Themen „Schulfrei für die Bundeswehr“ und „Rote Hand“ (gegen Kindersoldaten) an der Ecke Kaiser-Josef-Straße / Schiffstraße
12.11.21

 

Fridays for Future u.v.a. Klimastreik – Unser Hinweis auf die verheerende Wirkung von Militär und Krieg auf das Klima und die Umwelt
19.11.21 FFF, DFG-VK Mahnwache an der Ecke Bertholdstraße / Niemensstraße mit den Themen:

·         Julian Assange

·         Atomwaffenverbotsvertrag (mit Stuhl: Deutschland fehlt)

·         Geld für Gesundheit statt für Rüstung

·         Abrüstung jetzt – Militär und Kriege sind die größten Umweltkiller

 

 

Anlage 2: Friedensbewegte Freiburger Bürgerschaftsgruppen und Initiativen im Jahr 2021

  • AntiAtomFreiburg
  • ATTAC Freiburg
  • AWC Association of Worldcitiziens
  • DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigung der KriegsgegnerInnen Freiburg
  • DGB Deutscher Gewerkschaftsbund Freiburg
  • Ecotrinova Freiburg
  • Eine Welt Forum Freiburg
  • FFF Freiburger Friedensforum
  • Fridays for Future Freiburg
  • FIF Friedensinstitut Freiburg der evangelischen Hochschule Freiburg
  • Friedenspädagogischer Runder Tisch Freiburg
    • mit ihrer Mitmachkampagne: Schulfrei für die Bundeswehr
  • Friedensrat Müllheim
  • Fukushima nie vergessen e.V.
  • GEW Freiburg
  • GREENPEACE Freiburg
  • Haus des Engagements
  • International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) Hochschulgruppe Freiburg
  • Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer
    Verantwortung e.V. (IPPNW) Freiburg
  • Omas gegen Rechts Freiburg
  • Parents for Future Freiburg
  • Pax Christi Freiburg
  • Platz für Sorge Freiburg
  • Quäker Freiburg
  • RIB Freiburg
  • Schwere(s)Los Freiburg
  • verdi Freiburg
  • WfgA Werkstatt für gewaltfreie Aktion

Antikriegstag 2021 in Freiburg

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1.September 2021: Antikriegstag
Die Welt retten statt zerstören!

Klima: Der Klimakollaps könnte mit $ 8 Billionen gestoppt werden. Das entspricht den Kosten, die in 4 Jahren global für Rüstung und Militär verschwendet werden.
Atomkrieg: Deutschland beherbergt 20 Atombomben in Büchel und übt mit den USA deren Abwurf auf Russland. Neue Flugzeuge hierzu kosten zig Milliarden Euro.
Soziale Sicherheit statt militärischer Unsicherheit!
Eine Eurofighter-Flugstunde kostet 67.582 Euro oder soviel wie die öffentlichen Mittel für eine Sozialwohnung.

Krieg und Waffen schaffen keinen Frieden!

z.B. Afghanistan-Krieg:
über 240.000 Tote (Quelle NZZ 19.08.2021); davon 2450 tote US-Soldaten, 59 tote deutsche Soldaten Kosten für Deutschland mindestens 12 Mrd. € ; Kosten für USA mehr als $2 Billionen.
Das Interventionsergebnis: das Land Afghanistan verarmt; ein gescheiterter Staat wie Libyen, Irak.

Antikriegstag: Die Eskalations-Spirale beenden! Abrüsten jetzt!

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Nazideutschlands auf Polen der zweite Weltkrieg. Seine fürchterliche Bilanz:weltweit mehr als 60 Millionen Tote, unzählige Verwundete, Traumatisierte und Flüchtlinge. Deshalb gilt dieser Tag als Antikriegstag – zur Mahnung an die Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus und daran, dass Deutschland eine besondere Verantwortung für den Frieden trägt.
Deutschland ist diesem Anspruch nie gerecht geworden. Weder bei der Wiederbewaffnung seit 1950, noch bei den aktuellen massiven Aufrüstungsplänen.
Weltweit hat Deutschland mit knapp 47 Milliarden Euro den siebtgrößten Militärhaushalt, der sich nach NATO-Zielen bis 2030 noch um weitere 20 Milliarden Euro jährlich steigern soll. Statt Zusammenarbeit und Entspannung trägt Deutschland den NATO-Kurs der Aufrüstung und Konfrontation aktiv mit. Statt einem Verteidigungsbündnis wird der Weg hin zu einer Interventionsallianz für Militäreinsätze außerhalb des Bündnisgebiets beschritten. Durch eine Stärkung der nuklearen Abschreckung und durch Pläne für eine stärkere militärische Präsenz im indopazifischen Raum setzt die NATO dabei gezielt auf Konfrontation gegenüber Russland und China.
Die Gefahr eines großen Krieges nimmt drastisch zu. Steigende Rüstungsausgaben haben zudem auch fatale Auswirkungen auf Umwelt-, Klima-, Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik. Denn genau diesen Bereichen wird das Geld entzogen, das nötig wäre, um eine zukunftsfähige und solidarische Gesellschaft zu gestalten.

Aktionen am Antikriegstag mit vier Stationen:
Beginn Mittwoch, 1. September, ab 17.30 Uhr
• Rathausplatz: „Städte sind keine Ziele“ – Freiburgs OB hat den
internationalen Städteappell zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnet.
Frau Bürgermeisterin Christine Buchheit wird die Stadt Freiburg vertreten und für die Stadt als Mayors-for-Peace-Mitglied einen kurzen Redebeitrag bei der Eröffnungskundgebung um 17.30 Uhr auf dem Rathausplatz halten.
• Siegesdenkmal: Thema Rüstung und Sozialpolitik , Julia Söhne ( Stadträtin )
• Beim Uni-Rektorat: Thema Militär als Klima-, Umwelt- und Ressourcenzerstörer;
Jule Pehnt ( Fridays for Future )
• Mahnmal für die Opfer des Faschismus: „Die Eskalationsspirale stoppen – neue Kriege
verhindern“ , Tobias Pflüger (IMI Tübingen und MdB)

Veranstalter: Friedensforum, DfG-VK, DGB-Stadtverband, attac, VVN-BdA Freiburg,
unterstützt von GREENPEACE und FRIDAYS FOR FUTURE.

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