FRIEDEN GEHT! Rede des Friedensforums beim Staffellauf in Freiburg

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Frieden geht! – Dienstag, 22. Mai 2018, Platz der Alten Synagoge

Kurz und schmerzhaft wird diese Rede sein, die ich im Auftrag des Freiburger Friedensforums halte. Aber auch eine seltsame Humor-Komponente hat ihren Platz in meiner Rede, denn als ich die Infos für „Frieden geht“ verteilte, schaute eine Frau entgeistert auf den Titel und sagte: „Um Gottes Willen nein – der Frieden soll nicht gehen, ich will keinen Krieg, wir müssen alles für den Friedenserhalt tun!“. So können Mißverständnisse entstehen. Ich konnte diese Frau beschwichtigen und auf den Friedenslauf hinweisen.

Aber grundsätzlich hat sie recht, wir müssen uns wehren gegen die im schönen Freiburg hergestellte, hoch spezialisierte Rüstungsforschung und Rüstungstechnik – ich nenne die US-Firma Northrop Grumman Litef, die Navigationsgeräte für Luft-, jetzt auch für Drohnen, Land- und Marineanwendungen produziert.

Und dann haben wir das bereits1959 gegründete Fraunhofer Ernst-Mach-Institut für Kurzzeitdynamik. Dessen Geschäftsfeld Verteidigung wurde allein 2017durch das Verteidigungsministerium mit 16.4 Millionen Euro finanziert. Geforscht wird in den Bereichen Schutz und Wirkung. Hört sich gut an. Heißt aber u.a.: Forschen für die Sicherheit der BW-Soldaten in Panzerfahrzeugen. In der EMI-Broschüre steht: „…Damit die Insassen dieser gepanzerten Fahrzeuge lu?ckenlos geschu?tzt sind, ist es notwendig, dass die transparenten Bereiche möglichst das gleiche Schutzniveau aufweisen wie die nicht durchsichtigen Teile der Panzerung.“ Soviel zu Schutz und Sicherheit!

Bezüglich Wirkung:

In hoch spezialisierten Labors werden Prozesse simuliert und wie es in der EMI-Broschüre heißt „Kennwerte unter hochdynamischen Lastbedingungen gemessen“, Davon bekommen wir hier in der Stadt nichts mit. Die Kriegsparteien aber bekommen die Ergebnisse gewaltig zu spüren. Ich zitiere weiter aus der Broschüre: Es werden auf dieser Basis Ingenieurprogramme für die einsatznahe praktische Anwendung entwickelt. Die beschriebenen Methoden stehen bei der Entwicklung neuer Technologien für Heer, Luftwaffe und Marine für experimentelle und simulationsbasierte Analysen zur Verfügung. Und: „Im Fahrzeugschutz analysieren wir die Wirkung von Schulterwaffen, Minen und IEDs (Improvised Explosive Devices) und entwickeln neue Ansätze für die Bedrohungsabwehr.

Ich möchte nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass das EMI außerdem zwei Außenstellen hat für Versuche in Efringen-Kirchen und in der Nähe von Kandern – im schönen Markgräfler Land – gut versteckt.

Hightech zur Überlegenheit gegenüber dem vermeintlichen Feind. Sicherheitsdenken und Sicherheitssforschen als Abwehr gegen den vermeintlichen Feind. Klare Struktur: Dort Feind, hier Freund. Feind wird eliminiert. Freund bekommt Sicherheitsweste und Sicherheitspanzer. Es geht nicht um Sicherheit der Zivilbevölkerung. Mit jedem Krieg auf unserem Globus verschlechtert sich die Sicherheit für die Menschen. Es geht nicht um Sicherheitsverbesserung durch diplomatisches Verhandeln zur Kriegsvermeidung.

Das EMI kooperiert, wie alle freiburger Fraunhofer Institute mit der Albert Ludwigs-Universität. Institutsleiter sind nicht nur Honorarprofessoren, sondern haben reguläre Vollprofessuren. So ist seit Jahren kaum unabhängige Forschung an der Uni gewährleistet.

Und ich frage uns alle: Wie sollen aus jungen Menschen, die an der Albert Ludwigs-Universität studieren, unabhängig wissenschaftlich denkende Menschen werden? Immer wieder wurde auch von Studenten und Studentinnen die „Zivilklausel“ gefordert. Zur Zeit ist es an der Uni um die Zivilklausel recht still geworden. Die meisten jungen Menschen ziehen ihr Ding durch und schauen, dass sie einen gut dotierten Job finden. Da bietet sich geradezu genial ein Fraunhofer Institut an, wie z.B. das EMI für Kurzzeitdynamik.

Seit Jahren warnt das Freiburger Friedensforum und andere Gruppierungen, dass die Stadt mit Rüstungs-Hightec bei Litef und dem EMI „ein weltweit führendes Institut der Sicherheits- und Resilienzforschung“, den falschen Weg eingeschlagen hat. Im Gegenteil: Im November 2017 weihte das EMI seinen stolzen Ergänzungsbau in der Ernst Zermelo-Straße früher Eckertstraße ein. Es ist höher, als alle anderen dortigen Gebäude. Bürgermeister und Gemeinderat als Entscheidungsträger haben dieses Mehr an Forschungsraum zur Entwicklung von Kriegs-Hightech zu verantworten.

Unsere Albert-Ludwigs-Universität hat Professoren und Gelder der Fraunhofer Institute zur Verfügung, die somit ihre unabhängige Lehre aushebeln. Sie sollte sich nicht mehr Universität nennen, sondern Klientelbedienungsinstitut.

Sinnigerweise steht in der Information des EMI:“Forschung und Entwicklung braucht attraktive Arbeitsbedingungen, damit sich Kreativität entfalten kann.“ Ein wahrer Satz, aber am völlig falschen Platz.

Soviel zu unserer schönen Staffellaufstation Freiburg. Oberndorf hat Heckler & Koch.

Freiburg hat die Firma Litef, das EMI und eine von Interessensgruppen abhängige Lehranstalt, die sich noch Universität nennt.

Wohin geht der Frieden, wenn wir uns nicht gegen diese Entwicklung weiterhin wehren?

Freiburg, 22. Mai 2017

gez. Uta Pfefferle

FRIEDENSPLATZ statt SIEGESDENKMAL: Kundgebung zur Wiederaufstellung des Siegesdenkmals

Flyer_Kundgebung

FRIEDENSPLATZ statt SIEGESDENKMAL: Kundgebung zur Wiederaufstellung des Siegesdenkmals
am 3. Februar 2018, 11:00 Uhr am Siegesdenkmal
mit Beiträgen zur eigenen Position und über den Freiburger Tellerrand hinaus:
u.a. Tobias Pflüger (MdB die Linken)
Johannes Remmer (Rektor Dt.-Frz. Gymansium)
Hintergrund ist die bevorstehende Entscheidung des Gemeinderats zur Benennung des Platzes am Siegesdenkmal. Die Ratsmitglieder wurden eingeladen.
Veranstalter: Initiative Platzbenennung Siegesdenkmal
vertreten durch: Bastian Gabel, ini.platzname@web.de
unterstützt durch: Freiburger Friedensforum, Die LINKE Freiburg, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, u.v.m.
diskutiere und unterzeichne! – www.openpetition.de/!platzname

Pressemitteilung des Freiburger Friedensforums  zum bundesweiten Aktionstag für Frieden am 18. November 2017

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Friedensbewegung beteiligt sich das Freiburger Friedensforum  mit einer Friedens-Kundgebung am Samstag 18. November 2017 um 11.55 h auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg.

Wir rufen alle Menschen zur Teilnahme auf.

Wir wollen nicht länger mit der atomaren Bedrohung leben!

Mit diesem Wunsch möchten wir  die Ängste und Befürchtungen vieler Menschen vor einer  möglichen, unkontrollierten atomaren Auseinandersetzung aufgreifen. Aktuell wird diese Bedrohung von den Staatsmännern in den USA und Nordkorea ausgesprochen.

Die  aufrufenden Organisationen verbinden mit dem  Aktionstag die Hoffnung, dass sich noch mehr Menschen, angesichts zahlreicher Kriege und Bedrohungen  (Folgen des Klimawandels)   aktiv einmischen und sich gegen Krieg, Gewalt, Rüstung und Hass wenden. Es gibt immer Alternativen zu militärischer Gewalt: Ein klares Bekenntnis zu ziviler Konfliktbearbeitung, Dialog, sowie vertrauensbildenden und entspannungsfördernden Maßnahmen. Dies soll auch als eine klare Forderung an eine neue Bundesregierung gerichtet sein. Der Aktionstag gibt  uns auch die Gelegenheit den Friedensnobelpreis 2017 für ICAN und die gesamte Anti-Atomwaffenbewegung zu würdigen und zu feiern.

Frieden braucht Bewegung – wir wollen das am bundesweiten Aktionstag eindeutig demonstrieren  und ein deutliches Zeichen setzen. Es liegt auch in Händen von uns Menschen, was aus der Situation zukünftig wird.

 Bekunden wir  unseren Friedenswillen im unüberhörbaren Protest.

Freiburg, 13. 11. 2017

Nagasaki-Tag in Freiburg am 9.8.

Am 9. August wird auf dem Rathausplatz von 16.00 – 19.00 h mit einer Mahnwache der  Atombombenabwürfe auf Hiroshima (6. August 1945)
und Nagasaki (9. August 1945) gedacht. Trotz der weiter nachwirkenden Folgen der Verstrahlung 72 Jahre danach, bestehen die Atommächte auf der
„Atomaren Abschreckung“. Allein in Deutschland lagern 20 US-Atombomben in Büchel in der Eifel. Die Veranstalter wollen, dass der Atomwaffenverbotsvertrag vom 7. Juli 2017, der ab 20. September 2017 zur Unterschrift freigegeben wird, auch von der Bundesregierung unterschrieben wird.

Es beteiligen sich:
Anti-Atom-Gruppe, BUND, Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte Kriegsdienstgegener (DFG-VK),
Freiburger Friedensforum

Abschiebungen nach Afghanistan: Brief vom Auswärtigen Amt

Das Freiburger Friedenszentrum beteiligt sich an einer Postkartenaktion gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Hier finden Sie die Postkarte und die Bestellmöglichkeit: postkarte_juli2017

Hier finden Sie eine Antwort des Auswärtigen Amtes:

ausw_amt_juli2017

Petition erfolgreich! Abschiebung eines afghanischen Mannes

Liebe Unterstützende,

heute (10.8.2017) erhielten wir die Nachricht, dass Navid Farzad ein Abschiebungsverbot nach §60 Abs. 7 Aufenthaltsgesetz erhalten wird und zunächst eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr, die danach verlängert werden kann.  Damit erhält er auch eine Arbeitserlaubnis.

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

 

Unterstützungsschreiben/Unterschriftenaktion PDF

Abschiebung eines afghanischen Mannes

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegung in Freiburg,
Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Ein 30-jähriger Mann, den wir gut kennen, ist im Alter von 23 Jahren von Afghanistan nach Pakistan geflohen. 2012 ist er in Deutschland eingereist. Navid Farzad wohnt in der Nähe von Freiburg. Bis vor kurzem hat er in Vollzeit mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag bei einem beliebten Döner-Restaurant in Freiburg gearbeitet.

Navid hat ab 2005 für die Internationalen Streitkräfte als Leibwächter und Begleiter von NATO-Konvois gearbeitet. Sein Asylantrag wurde dennoch abgelehnt, über einen Wiederaufgreifensantrag wurde noch nicht entschieden.

Da Navid bei seiner Tätigkeit im Afghanistan-Krieg traumatisierienden Erlebnissen ausgesetzt war, wurde bei ihm von einem Facharzt und zwei PsychologInnen eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt.

Nun soll jedoch nach einem Schreiben des Landratsamts die Abschiebung nach Afghanistan vorbereitet werden, falls er nicht bereit ist freiwillig auszureisen. Navid kann jedoch nicht nach Afghanistan zurückkehren. Als ehemaliger Beschäftigte der alliierten Streitkräfte ist er dort besonders gefährdet.

Navid kommt aus Jalres in Maidan-Wardak, einer Gegend, die nach einem neuen Bericht des „European Asylum Support Office“ seit 2008 durch die Taliban in einer besonderen Weise destabilisiert wurde. Im August 2015 hat der Gouverneur die Provinz Jalrez als explosiv beschrieben. Seit den Anschlägen auf deutsche Einrichtungen wissen wir auch, dass Kabul und Mazar-i-Sharif nicht mehr sicher sind. Nach dem Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul wurde im Juni 2017 ein bundesweiter Abschiebestopp nach Afghanistan von der Bundesregierung beschlossen.
Wir wissen jedoch nicht, wie lange dieser Abschiebestopp eingehalten wird. Straftäter, Gefährder und Menschen, die bei der Passbeschaffung nicht mitwirken werden ohnehin weiter abgeschoben.

Darum wurde für Navid eine Petition beim Petitionsausschuß des Bundestags eingereicht.

Wir wollen, dass Navid Farzad eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland erhält und hier in Frieden ohne Angst leben kann.

So geben Sie Ihre Unterschrift ab:

Per Post schicken: Freiburger Friedensforum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg
Mailen: fff@fffr.de

Die Unterschriften werden an den Petitionsausschuß des Bundestags weitergeleitet.

Ich/Wir fordern ein Bleiberecht in Deutschland für Navid Farzad!

Name                                                   Adresse                                                 Unterschrift

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ErstunterzeichnerInnen: Peter Adler, Dr. Michael Berger, Dr. med. Arndt Dohmen, Virginia Edwards-Menz, Dr. Guntram Ehrlenspiel, Dorothea Adler-Flittner, Jürgen Grässlin, Martina Herrmann, Gideon Horowitz, Pfarrer Christian Keller, Dr. Oebel-Horowitz, Tobias Pflüger, Barbara Volhard, Dr. Manfred Westermeyer, Annegret und Helmut Zeilinger

Gruppen: Freiburger Friedensforum, Afghanischer Humanitärer Verein Freiburg, Betriebsgruppe Radio Dreyeckland

 

Gefahren des Krieges

Seit der Schöpfung der Menschheit gibt es Krieg. In den vergangenen Jahrhunderten haben die Menschen nicht gelernt mit dem Krieg aufzuhören,obwohl sie sich als Krönung der Schöpfung bezeichnen. Durch den Krieg haben sie nichts erreicht, außer der Selbstvernichtung und die Vernichtung von unschuldigen Menschen. Trotz ihrer Klugheit, ihres Wissens, ihrer Entdeckungen und Technologie, die jeden Tag für ihr eigenes Glück und für ihren Alltag weiterentwickelt wird, haben sie eine grundsätzliche Arbeit nicht geleistet. Wir dürfen nicht durch den Krieg die Erde, die darauf lebende Tiere sowie weitere Lebewesen und die Natur zerstören. Was sollen wir dagegen tun?

Die Gedanken des Friedens und des Glücks entsprechen die Wünsche der meisten Menschen der Welt. Es ist erforderlich zur Erreichung dieser Ziele unser Denken und Arbeit einzusetzen. Intelligente Menschen wie z.B. WissenschaftlerInnen, GeisteswissenschaftlerInnen und Menschen von anderen wissenschaftlichen Richtungen sollten sich zusammensetzen und für die Rettung der Menschheit und der Natur Wege suchen, damit dieses Unglück, welches wir selbst herbeigeführt haben, beseitigt wird. Wir müssen die Gedanken der Kriegstreiber verändern. Die Menschen sollen auf die Bedeutung des Lebens und des Glücks hingewiesen werden und es sollen Wege zur Beseitigung der Atomwaffen und anderen lebensvernichtenden Kriegsmittel gefunden werden. Dann können die Soldaten der Welt Schritt für Schritt entlassen werden. Nur unter der Aufsicht der UNO soll eine internationale Militärmacht entstehen. Wir sollten uns für die Beseitigung der Unruhen, für Frieden und Glück in der ganzen Welt bemühen, weil Frieden und Glück die Wünsche jedes Menschen eigentlich sein sollten.

Durch den ersten Weltkrieg sind tausende unschuldige Menschen getötet worden. Das Ergebnis war die Vernichtung der Städte, der Landwirtschaft und die Entstehung von Armut gewesen. Im Anschluss daran mussten die Kriegsgewinner und -verlierer wieder von Null anfangen. Kaum war der Wiederaufbau beendet, fing der zweite Weltkrieg an. Und die Menschen mussten neu mit dem Wiederaufbau beginnen. Falls ein dritter Weltkrieg angefangen werden würde, würden wahrscheinlich ein Atomkrieg und damit die Vernichtung der Erde und ihrer BewohnerInnen resultieren. Wir müssen die Menschheit davor retten.

Dschingis Khan, Napoleon, Hitler, die britische und russische Angriffe auf Afghanistan, die Taliban und der IS, Al-Qaida, ISIS usw. haben sich selbst durch den Krieg mehr geschädigt als ihren vermeintlichen Feinden. Ein Ergebnis des Krieges durch die Russen in Afghanistan war die Beschleunigung des Zerfalls der Sowjetunion und die Zerstörung der Stadt Kabul und weiterer Städte in Afghanistan. Heute ist das afghanische Volk kriegsmüde und hasst den Krieg. Den einzigen Vorteil im Krieg zogen die Besitzer der Waffenfabriken, die durch die Herstellung von Waffen Geld verdienen und die Dummheit der kriegsführenden Menschen ausnutzen. Deswegen benötigen alle Menschen den totalen Frieden in der ganzen Welt, damit sie sich miteinander vereinigen und eine Erde ohne Krieg zustande bringen.

Auf jeden Fall müssen die Menschen über die Gefahren des Atomkrieges belehrt werden, welches viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

Anschließend sollten alle chemische, atomarische und konventionelle Waffen und andere menschenvernichtende Waffen mit ihren Millionen Munitionen vernichtet werden. Um dieses Ziel zu erreichen soll ein Komitee von friedlichen Menschen und AtomwissenschaftlerInnen gebildet werden, welches die Bedingungen für die Beseitigung der Atomwaffen entwerfen wird. Viele denken, dass es nicht möglich ist, aber viele haben auch gedacht, dass Deutschland nie wieder vereinigt wird. Ähnlich haben viele nicht gedacht, dass ein kleines und schwaches Land wie Afghanistan die Briten und Russen zum Abzug zwingen würde. Die meisten Menschen der Welt wollen keinen Krieg. Nur die Waffenfabrikanten und einige Führer der Großmächte wollen den Krieg aufrechterhalten. Diese bilden nicht einmal 1% der Weltbevölkerung, die den Rest der Welt als Geisel genommen haben.

Wir alle müssen für den Frieden und für die Beseitigung der Armut in der Welt gemeinsam arbeiten. Diese Pflicht soll die UNO auf sich nehmen. Es soll eine Militärmacht unter die UNO gestellt werden, die für die Erreichung dieser Ziele arbeitet.

Lasst uns Hand in Hand zusammen für den Frieden, für die Beseitigung der Atomwaffen, für eine ewige Sicherheit in der Welt, für die Menschheit sowie für die Rettung der unschuldigen Menschen arbeiten.

Freiburger Friedensforum mit Hilfe eines Menschen aus Afghanistan

Abschiebung verhindern! Härtefallantrag für Golbedin Aslami

Freiburger Friedensforum

Unterstützungsschreiben/Unterschriftenaktion

Abschiebung nach Afghanistan verhindern

GOLBEDIN ASLAMI MUSS BLEIBEN!

Liebe FreundInnen der Asyl- und Friedensbewegungen in Freiburg,

Liebe KollegInnen, MitbürgerInnen, GemeinderätInnen,

Liebe FreundInnen aus Afghanistan,

Ein junger Mann, den wir gut kennen, ist 2013 aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Er lebt in einer Wohngemeinschaft in Freiburg und ist unmittelbar von Abschiebung bedroht. Seit er in Freiburg lebt hat er gelernt sich auf Deutsch zu verständigen und ist gut integriert. Er hat eine feste Arbeitsstelle und verdient sein Lebensunterhalt. Um die Arbeitsstelle zu erhalten, hat er seinen afghanischen Pass bei der Botschaft in Bonn beantragt. Wenn er seinen Arbeitsplatz nicht verlieren will, muss er den Pass bei der Ausländerbehörde Breisgau-Hochschwarzwald abgeben. Damit kann er dann jederzeit abgeschoben werden.

Darum wurde ein Härtefallantrag bei der Härtefallkommission in Stuttgart eingereicht.

Golbedins Asylantrag wurde zurückgewiesen. In Afghanistan ist er jedoch an Leib und Leben bedroht. Er wurde verletzt, weil er mit der Taliban nicht kooperieren wollte.

Wir wollen, dass Golbedin in Freiburg wohnen bleiben darf und seine Arbeit nachgehen kann. Jedoch sind afghanische Flüchtlinge seit einem neuen Abkommen zwischen Deutschland und Afghanistan von Abschiebung verstärkt bedroht. Die Schutzquote für Afghanen ist auf unter 50% eingebrochen. Es wird behauptet, dass es in Afghanistan sichere Regionen gäbe. Aber Golbedin kommt aus Mazar-i-Sharif, wo vor kurzem erst die deutsche Botschaft angegriffen wurde. Auch in Kabul wird die Sicherheitslage von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe in einer Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 erheblich in Frage gestellt.

So geben Sie Ihre Unterschrift ab:

  • Per Post schicken: Freiburger Friedenszentrum, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

  • Mailen: fff@fffr.de

  • Persönlich im Friedenszentrum abgeben.

Die Unterschriften werden an die Härtefallkommission des Landes weitergeleitet.

Ich/Wir fordern ein Bleiberecht in Deutschland für Golbedin Aslami:

Golbedin muss bleiben!

Name Adresse Unterschrift

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Freiburger Friedenswochen 2016

Flyer PDF

Freitag, 11. November 2016
Vernichten, verhandeln, anerkennen, austrocknen, – wie umgehen mit dem IS?
Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist, Genf
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Der seit dem 11. September 2001 – schon 15 Jahre geführte „Krieg gegen den Terrorismus“ – ist gemessen an seinen erklärten Zielen nicht nur völlig
gescheitert, er wirkt sogar kontraproduktiv. Mit immer neuen Kriegen in der Welt ist die Zahl terroristischer Gewalttäter mit islamistischer Selbstrechtfertigung,
die Zahl ihrer Anschläge und die Zahl ihrer Opfer – überwiegend Muslime – in den letzten 15 Jahren erheblich angestiegen.
Es gibt keine Aussicht, den sogenannten „Islamischen Staat“ militärisch zu besiegen.Was wären die Alternativen zum „Krieg“ gegen den Terrorismus?
Darüber wird Andreas Zumach referieren – mit anschließender Diskussion.

Dienstag, 15. November 2016
„Türkei – ein politischer Reisebericht“?
Vortrag und Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund, deutscher Zweig
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Vom 13. bis 23. März 2016 war Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, mit einer
IPPNWDelegation unter der Leitung von Dr. Gisela Penteker in der Türkei. Gesprächspartner in Ankara und Diyarbakir waren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Menschenrechtsvereinen, der Anwaltskammer, der Ärztekammer, der deutschen Botschaft, der Gewerkschaft SES, der Fraktionsvorsitzende
der Partei HDP, der stellvertretende Fraktionschef der Partei CHP, der Journalist Erdem Gül von der Zeitung Cumhyriet, der inzwischen zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde wegen Landesverrats, sowie mehrere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Cizre, Mardin und Viransehir in der mehrheitlich kurdisch bewohnten Osttürkei.
Clemens Ronnefeldt wird anhand von Bildern seine Eindrücke vor dem Putsch vom Sommer 2016 schildern und Anregungen geben, welche Wege aus der
Eskalation herausführen könnten. Seit 1990 nahm er an Friedensdelegationen teil, die ihn nach Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Ägypten und Jordanien führten.
Er moderierte zusammen mit dem Journalisten Andreas Zumach eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten auf
der Nichtregierungsebene, in Bad Boll, an der 27 Personen aus neun Staaten der Region teilnahmen, darunter auch aus der Türkei.

Montag, 21. November 2016
„Internationale Flüchtlingskonvention am Ende? – Rettungsaktionen im Mittelmeer“
Vortrag von Sandra Hammamy, von Sea Watch,Politikwissenschaftlerin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie hat das Sea Watch Basiscamp in Lampedusa im vergangenen Jahr geleitet, sowie das Basiscamp Malta in dieser Saison und war im Winter drei Monate in der Ägäis zwischen Lesbos und der türkischen Küste im Einsatz.
20.00 – 22.00 h, Universität, KG 1, HS 1009
Sandra Hammamy ist bis kurz vor diesem Vortrag noch in Malta und wie man der Presse entnehmen konnte, hatte sie nach einem bewaffneten Überfall auf ein MSF Schiff alle Hände voll mit Umbau des Schiffes, standard operation procedures, und Sicherheitstraining zu tun, bevor Sea Watch wieder in Einsatz gehen konnte.
Zwischen der libyschen Küste und Malta fährt Sea Watch ein weiträumiges Operationsgebiet ab, um in Seenot befindliche Flüchtlingsboote zu finden und zu
versorgen. Ihr Vortrag gibt uns ein Bild aus erster Hand über die großen Flüchtlingsprobleme in Nordafrika und dem Mittelmeer und wird sicher Anlass zu einer angeregten Diskussion geben.

Freitag, 25. November 2016
Das Oberndorf-Syndrom:Der Tod, die Waffen, das Schweigen
Ein Film von Wolfgang Landgraeber
anschließend Diskussion mit Wolfgang Landgraeber und Jürgen Grässlin, Bundessprecher “Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel”, DFG-VK und RIB
19.30 h Kommunales Kino, Urachstr. 40
Eintritt: regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Kartenreservierung unter: 0761-45 98 00 22
Wie kann eine Stadt vom Töten leben, in der viele ihrer Bewohner seit Generationen Kriegswaffen herstellen? Um eine Antwort zu finden, besucht Filmemacher
Wolfgang Landgraeber die schwäbische Kleinstadt Oberndorf am Ostrand des Schwarzwaldes, wo er vor dreißig Jahren – auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung – den Dokumentarfilm „Fern vom Krieg“ drehte.
Was hat sich seither geändert? Er sucht Bürger der Stadt, Friedensaktivisten und Gewerkschafter auf und versucht mit Beschäftigten des Rüstungskonzerns
Heckler & Koch (H&K) ins Gespräch zu kommen, wo die von Militärs und Terroristen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden.
Sein neuer Film zeigt Kriegsschauplätze im Nahen Osten, in Afrika und auf dem Balkan, wo mit H&K-Waffen gekämpft wurde und immer noch wird.
Millionen haben durch H&K-Waffen ihr Leben verloren – durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein Mensch.Tatsachen, die die meisten in der Waffenindustrie arbeitenden Menschen nicht gelten lassen. Sie pochen auf angeblich friedenserhaltende Effekte der Rüstungsproduktion. Oberndorf sieht sich an den Pranger gestellt.
Eine Koproduktion der EIKON Südwest mit dem Westdeutschen Rundfunk, entwickelt mit Mitteln des Media Programms der Europäischen Union, gefördert
aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Entwicklungsdienst.

Dienstag, 29. November 2016
„Die Waffen nieder!“
Die Dramatisierung des Nobelpreis-Romans von Bertha von Suttner
20.00h, Kulturzentrum „Glashaus“ Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz (Linie 5)
Eintritt:10 Euro, ermäßigt: 5 Euro (Arbeitslose,Studenten, Grundsicherung, Flüchtlinge)
Mit einem Highlight, nämlich mit einer Theateraufführung im „Glashaus“, Stadtteil Rieselfeld, wird die Veranstaltungsreihe der Freiburger Friedenswoche beendet. Brilliant und spannend gespielt von der in Linz geborenen Schauspielerin Lisa Wildmann, u.a. 6 Jahre Ensemble am Staatstheater Stuttgart.
Regie führt Nikolaus Büchel, u. a. Intendant an diversen Schauspielhäusern.
Angesichts der zahlreichen Kriege, Krisen und Flüchtlingsbewegungen ist das Theaterstück „Die Waffen nieder“ aktueller denn je.
Bertha von Suttner, die große Vorläuferin und Ikone des Anti-Militarismus und der ganzen Friedensbewegung, wurde vor 110 Jahren mit dem Friedensnobelpreis
weltweit gewürdigt. Die Vorzeige-Österreicherin, nicht nur auf Geldscheinen, Münzen und Briefmarken, hat den Romantitel „Die Waffen nieder“ als Aufschrei in die Welt gesetzt, der bis heute unerfüllt geblieben ist.
Die Theaterfassung fokussiert auf beeindruckende Weise die intellektuelle sowie politische Emanzipation einer jungen Frau, deren glückliche Beziehung
durch den Krieg aufs Brutalste zerstört wird, ihr Scheitern, das in der Vorhersage des Ersten Weltkrieges gipfelt. Sie zeigt aber auch das Samenkorn ihrer Sehnsucht nach Frieden.

Antikriegstag 2016 in Freiburg

Kundgebung und Demonstration

Donnerstag, 1. September

ab 17:30 Uhr

Rathausplatz

mit Redebeiträgen und musikalische Begleitung

Veranstalter: Freiburger Friedensforum, RIB e.V, DFG-VK, DGB Freiburg

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