ANTIKRIEGSTAG 2020 in Freiburg

Kranz_1-9-20

Aufruf PDFaufruf_1.Sept.2020

Dienstag, 1. September, 2020

Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Ecke Rotteckring und Rathausgasse

-Beginn um 17.30h
-Begrüßung und Moderation (DGB)
-Drei Redebeiträge von jeweils 5 Minuten (DGB, FFF, VVN-BdA)
-Musik und Gesang Wolfgang Gerbig Friedenslieder
-Gemeinsames Bukett der drei Hauptveranstalter nach Absprache
-Abschluss 18.15H

Anschließend  Friedensspaziergang vom Mahnmal zum Europaplatz, dem sogenannten Siegesdenkmal.
Zwei kurze Redebeiträge von Seebrücke und Die Linke
Bettlerchor mit Liedern
Ende 18.45h

 

AUFRUF:

 

Antikriegstag 2020

Gedenken am Mahnmal gegen Faschismus und Krieg,

Rotteckring, 1. September 2020, 17.30 h

Zum Vergessen? Zu lange her?

Vor 81 Jahren der Beginn des

2. Weltkrieges am 1. September 1939

Nur wer vergißt, wie dieser Krieg systematisch vorbereitet wurde und wer die Akteure waren, duldet die Zunahme des Rechtsradikalismus von heute und leugnet diese Gefahr.

Nach diesem grauenhaften 2. Weltkrieg war der Ruf sehr laut:

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg “.

Die Geschichte hat uns eines Schlechteren belehrt:

Krieg ist ein Geschäft: Rüstungsexporte aus Deutschland erreichen 2019

acht Milliarden Euro.

Wo Waffen landen oder weiter verkauft werden, wird Krieg geführt, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage, viele werden verletzt, verstümmelt, getötet.

Die, die versuchen, sich zu retten, schaffen es teilweise in Länder, die sie nicht

oder nur ungern aufnehmen. Fluchtursachen sind vielfältig, aber immer ausgelöst durch Armut, Not und Gefahr.

Was kümmert das die derzeitigen Diktatoren der Welt?

Sie kündigen Verträge auf, die die internationale Sicherheit verbesserten und rüsten anstatt dessen auf. Atomares Wettrüsten ist angesagt.

Wir rufen auf:

Abrüsten statt Aufrüsten!

Sicherheit neu denken, denn Militäreinsätze, Kriege zerstören Sicherheit

Verteidigung neu denken, mit dem Einsatz gewaltfreier ziviler Konfliktlösungen

Flüchtenden Menschen eine Lebenschance geben

Eine andere Welt ist möglich

Diesen Aufruf unterstützen: DGB Ortsverband Freiburg, Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes VVN-BdA e.V., Freiburger Friedensforum, Seebrücke Freiburg

V.i.S.d.P. Freiburger Friedensforum, Uta Pfefferle, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

HIROSHIMA: 75. Jahrestag in Freiburg

Presse_75JahreAtombombenabwurf: PDF

Pressebericht mit Bild 14.08.2020

Aktionen gegen Atomwaffe In Freiburg

Freiburger Gruppen fordern Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages

Anlässlich des 75 Jahrestages des Abwurfs von US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki führten neun Freiburger Aktionsgruppen eine gemeinsame Mahnwache in der Freiburger Innenstadt durch, und stellten dabei auch die atomare Lieferkette vom Uranabbau bis zur Bombenherstellung anschaulich dar.

Zudem finanzierten diese Gruppen, bestehend aus der Anti-Atom-Gruppe Freiburg, Freiburger Friedensforum, DFG/VK Freiburg, Rüstungsinformationsbüro RIB e.V. Freiburg, ICAN Hochschulgruppe Freiburg, Pax Christi Freiburg, Attac Freiburg, IPPNW Freiburg, Greenpeace Freiburg, AWC Freiburg sowie der Verein Fukushima-Nie-Vergessen, im Rahmen einer bundesweite Plakatkampagne drei große Mahnplakate in Freiburg. Vertreterinnen dieser Gruppe postierten sich unter dem Plakat an Gleis 8 des Hauptbahnhofes. ( siehe Bild, extra auch als Anlage ). Sie fordern die Unterzeichnung eines Atomwaffenverbotsvertrages, dem bereits 81 Staaten zugestimmt haben, durch der Bundesrepublik sowie den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Büchel.

 

Antikriegstag 2020

AUFRUF DES DEUTSCHEN GEWERKSCHAFTSBUNDES ZUM ANTIKRIEGSTAG: 1. SEPTEMBER
2020

NIE WIEDER KRIEG! IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN STATT AUFRÜSTEN!

Für uns Gewerkschaften ist der Antikriegstag 2020 ein besonderer Tag
der Mahnung und des Erinnerns. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die
Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus jähren sich zum 75. Mal.
Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in
den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über
die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte. 75 Jahre nach
Kriegsende liegt es an uns, die Erinnerung an diese zahllosen Toten
wachzuhalten und der Millionen von Holocaust-Opfern zu gedenken, die von
den Nazis ermordet wurden. Und wir müssen die Erinnerung daran
wachhalten, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der
Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt. Nie wieder Krieg!
Nie wieder Faschismus! So lautet unumstößlich die Lehre, die wir
Gewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben – und für die wir uns
heute wieder mit all unserer Kraft stark machen müssen.

Wir erleben derzeit den internationalen Abgesang auf eine Politik der
Abrüstung, Entspannung und Zusammenarbeit und auf eine neue
multilaterale Weltordnung, die wir nach dem Fall des Eisernen Vorhangs
erhofft hatten. Stattdessen leben wir in einer Welt, die immer stärker
aus den Fugen gerät. Nationalismus und Militarismus greifen wieder um
sich und setzen eine neue Spirale der Aufrüstung in Gang. 75 Jahre nach
dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945
erreicht der nukleare Rüstungswettlauf ungeahnte Ausmaße. Alle neun
Atommächte stecken Unsummen in die Modernisierung ihrer Nukleararsenale
und Anfang des nächsten Jahres könnte mit dem russisch-amerikanischen
„New Start“-Vertrag das letzte verbliebene Rüstungskontrollregime
für Atomwaffen auslaufen. Auch deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass
die deutsche Bundesregierung sich weiterhin weigert, den UN-Vertrag
über das Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen.

Welche Dimensionen das Wettrüsten inzwischen erreicht hat, zeigen die
aktuellen Zahlen. Die globalen Rüstungsausgaben belaufen sich
inzwischen auf 2 Billionen US-Dollar. Die deutsche Bundesregierung
spielt dabei eine unrühmliche Vorreiterrolle. Deutschland ist nicht nur
viertgrößter Rüstungsexporteur weltweit, sondern ist bei den Ländern
mit den meisten Rüstungsausgaben auf den siebten Platz vorgerückt.
Wenn die Bundesregierung die NATO-Zielvorgabe erfüllen würde, zwei
Prozent des deutschen BIP für Verteidigung auszugeben, so könnte dies
eine weitere Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Milliarden Euro
bedeuten.

Die Corona-Krise führt drastisch vor Augen, wie verantwortungslos diese
Geldverschwendung ist. Besonders deutlich zeigt sich dies im Globalen
Süden. So sind etwa in vielen Ländern Lateinamerikas große
Bevölkerungsteile schutzlos dem Virus ausgesetzt, weil es an einer
flächendeckenden Gesundheitsversorgung fehlt und die dortige
Zwei-Klassen-Medizin Angehörige der Ober- und Mittelschicht
privilegiert. Gleichzeitig sind die Rüstungsausgaben in der Region in
jüngster Zeit stark angestiegen – Geld, das für den dringend
nötigen Ausbau der Gesundheits- und Sozialsysteme fehlt. Aber auch im
Falle Deutschlands legt die Corona-Krise schonungslos offen, wie
gravierend die Fehlverteilung öffentlicher Mittel ist. Im
Bundeshaushalt 2020 waren ursprünglich 12 Prozent der Ausgaben für den
Verteidigungsetat vorgesehen, während nur ein Drittel davon in das
Gesundheitssystem fließen sollte.

Es ist höchste Zeit, das Ruder herumzureißen! Die Pandemie, der
Klimawandel, die Digitalisierung – all diese gewaltigen
Herausforderungen bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und
vergrößern die soziale Ungleichheit. Wir müssen gegensteuern! Dafür
sind neben einem starken und solide finanzierten Sozialstaat immense
öffentliche Investitionen nötig – in Gesundheit und Pflege, in unser
Bildungssystem, in eine sozial-ökologische Gestaltung der Energie- und
Verkehrswende, in die kommunale und digitale Infrastruktur und in den
sozialen Wohnungsbau. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, sich
endgültig von der Zwei-Prozent-Vorgabe der NATO zu lösen und die für
Rüstungsausgaben vorgesehenen Mittel in ein sozial gerechtes
Deutschland und Europa mit nachhaltigen Zukunftsper-spektiven zu
investieren.

Um dieser Forderung politischen Nachdruck zu verleihen, ruft der DGB als
Partner der Friedensinitiative „Abrüsten statt Aufrüsten“
(https://abruesten.jetzt) öffentlich dazu auf, sich am diesjährigen
Antikriegstag mit zahlreichen Aktionen zu beteiligen.

Willi van Ooyen

Hiroshima Tag in Freiburg am 6. August

75 Jahre Hiroshima und Nagasaki

Donnerstag, 6. August

15 – 18:30h

Rathausplatz

Unterstützende Gruppen:

Anti-Atom-Gruppe Freiburg, Attac Freiburg, AWC Weltbürgerverein Regionalgruppe Freiburg, DFG-VK Freiburg, Freiburger Friedensforum, Fukushima-nie-vergessen, Greenpeace Freiburg, Ican HSG Freiburg, IPPNW Freiburg, Pax Christi Freiburg, RüstungsInformationsBüro RIB e.V. Freiburg, u.a.

US-Manöver DEFENDER 2020 – Auf Kriegskurs gegen Russland

PDF: defender2seiten_20200223

Vortrag und Diskussion

mit Juergen Wagner, IMI e.V. Tuebingen

(Informationsstelle Militarisierung)

Mi., 4. März, 19.00 Uhr
Uni, KG III Hörsaal HS 3042

Mit dem US-Manöver DEFENDER 2020 mit NATO-Beteiligung wird eine aktive Kriegsführung gegen Russland geprobt. 37.000 Soldaten werden mit schwerem Gerät von Deutschland aus an die russische Grenze transportiert. 20.000 US-Soldaten mit voller Ausrüstung und Gerät werden dazu extra aus den USA eingeflogen. Deutschland unterstützt das US-Manöver und wirkt als Drehscheibe,Transitland und organisiert den Militärtransport nach Osten. Straßen, Brücken, Häfen, Eisenbahn werden fürs Militär mit EU-Milliarden nach Osten ausgebaut. Die USA machen ernst und proben ihre Kriegsfähigkeit und Tauglichkeit gegen Russland.

Quelle: Informationsstelle Militarisierung e.V. ,

Großmanöver Defender 2020

Krieg beginnt hier.

PDF Krieg beginnt hier1601


… In Freiburg bei der Rüstungsfirma Northrup Grumann Litef GmbH durch die Herstellung von Bordcomputer, Navigationssysteme und Militärelektronik für Kampfflugzeuge und Drohnen.
… Von deutschen Boden von Ramstein (Pfalz) geht täglich grundgesetzwidrig Krieg aus, die deutsche Regierung spielt den Affen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen, nichts wissen)
Über die US Airbase mit ca. 8.000 US-Soldaten läuft die Versorgung und Nachschub für US-Kriegseinsätze im Nahen und Mittleren Osten (Irakkrieg, Libyen-Krieg, Jemenkrieg)
Ramstein dient auch als Relais-Steuerstation für die tödlichen Drohnenangriffe der USA.
massive Kriegsvorbereitungen gegen Russland gab es schon lange vor der Ukraine- und Krimkrise:
durch die wortbrüchige Ausdehnung und Osterweiterung der NATO. Die systematische militärische Einkreisung Russlands führte zum Ukraine- und Krim-Konflikt, der wiederum Alibi für weitere Aktionen gegen Russland ist:
durch die Aufstellung neuer Raketensysteme in Polen und Rumänien gegen Russland;
durch vertragswidrige Verlegung von Kampftruppen und einer vollständigen US-Panzerbrigade möglichst nahe der russischen Grenzen unter Beteiligung deutscher Soldaten.
Nato 4×30: 30 Bataillone, 30 Flugzeugstaffeln, 30 Schiffe, binnen 30 Tagen einsatzbereit gegen Russland.
…. durch massive Aufrüstung:
Die Nato-Staaten rüsten massiv auf, dabei geben sie bereits ca.15 mal mehr als Russland fürs Militär aus (963 Mrd $ zu 61 Mrd $ im Jahr 2018, SIPRI)
Deutschland soll in wenigen Jahren allein 70 Mrd fürs Militär ausgeben, mehr als Russland heute. Der Rüstungswettlauf zielt auf militärische Überlegenheit gegenüber Russland oder dass es wirtschaftlich ausblutet.
mit dem US-Manöver DEFENDER 2020 mit NATO-Beteiligung wird aktive Kriegsführung gegen Russland geprobt:
37.000 Soldaten werden mit schwerem Gerät von Deutschland aus an die russische Grenze transportiert. 20.000 US-Soldaten mit voller Ausrüstung und Gerät werden dazu extra aus den USA eingeflogen. Deutschland ist stolz auf seinen herausragenden Beitrag als Drehscheibe, Transitland und für Transport. Straßen, Brücken, Häfen und Eisenbahn werden mit EU-Milliarden ausgebaut nach Osten fürs Militär. Die USA macht ernst und probt ihre Kriegsfähigkeit und Tauglichkeit gegen Russland.
Wie würden aber die USA reagieren, wenn russischen atomwaffenfähige Raketen direkt vor
ihrer Haustüre aufgestellt und an ihren Grenzen russische Manöver stattfänden?

Verfahren zum Widerstand gegen Atomwaffen in Büchel

Landgericht Koblenz

Karmeliterstraße 14

56068 Koblenz

Betr: Berufungsverfahren zum gewaltfreien zivilen Widerstand gegen völkerrechtswidrige

Stationierung von Atomwaffen in Büchel

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 4.2.2020 werden erneut fünf Atomwaffengegner im Berufungsverfahren vor Ihrem Gericht für ihren gewaltfreien zivilen Widerstand gegen die völkerrechtswidrige Stationierung von Atomwaffen am Militärstandort Büchel angeklagt.

Wir halten dies für einen Skandal, dass nicht jene angeklagt werden, die die Erfüllung des Atomwaffensperrvertrages in Form von „nuklearen Teilhabe“ missachten und die täglich den Atomkrieg üben und vorbereiten, sondern Menschen, die sich dagegen auflehnen und mit friedlichen Mitteln den Militärstützpunkt unautorisiert betreten haben.

Diese Atomkriegsgegner verdienen höchste Anerkennung und Respekt, so wie es durch die Auszeichnung für ICAN zur Abschaffung der Atomwaffen mit dem Friedensnobelpreis 2017 durch das Nobel-Komitee beispielhaft geschehen ist. Atomwaffengegner erhalten einerseits den berühmten „Aachener Friedenspreis“ 2019 für die Kampagne „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt“ und viele warme Worte von Politik und Medien. Andererseits werden sie wegen öffentlichkeitswirksamen gewaltfreien Aktionen von Justiz und Staatsanwaltschaft angeklagt und mit Strafgeldern belangt.

Es kann nicht sein, dass von deutschem Boden wieder Krieg ausgeht,

  • so von der US-Airbase Ramstein als Start- und Nachschubbasis für Kriege im Nahen Osten
  • durch die US-Airbase Ramstein als Relais-Station für Hinrichtungen durch US-Drohnen
  • Deutschland selbst macht sich im Afghanistan-Krieg in Kundus am Tod von über 100 Zivilisten schuldig
  • Dadurch dass deutsche Soldaten im Rahmen der „Nuklearen Teilhabe“ den Abwurf von Atombomben üben.

Politik und Justiz tolerieren diese Verbrechen, die von deutschem Boden ausgehen und Kriegsgegner werden für ihre friedliche Demonstration verurteilt. Wo sind die Richter und Richterinnen, die es endlich wagen, das wirkliche Übel anzupacken

Wir fordern das Gericht auf, den Beschuldigten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen,

die Strafen zurückzunehmen und die Angeklagten freizusprechen.

Großmanöver DEFENDER 2020: Brief an Abgeordnete

An die Landtagsabgeordnete der SPD Baden-Württemberg
Frau Gabi Rolland
Freiburg, den 25. Januar 2020
Großmanöver DEFENDER 2020 von April bis Mai


Liebe Gabi Rolland,
sicher ist Ihnen in letzter Zeit einiges an Information vermittelt worden über das
Großmanöver DEFENDER 2020. Wir vom Freiburger Friedensforum sammeln die
Informationen und sind entsetzt, wie still und bedeckt sich Politiker und Politikerinnen
bezüglich dieses Themas geben. Was wir zu lesen bekommen, müßte jeden vernünftig
denkenden politischen Menschen zu einem „Nein-Aufschrei“ veranlassen.
Mit diesem Brief wenden wir uns an Sie als Landtagsabgeordnete von BadenWürttemberg, da aus den Informationen zu entnehmen ist, dass EUCOM in Stuttgart, in
Mannheim die Coleman Barracks und Ulm mit dem Joint Support and Enabling
Command (JSEC) in dieses Manöver aktiv involviert sind. Die USA und die europäischen
Staaten – insbesondere Deutschland – haben ihr altes Spiel des „Kalten Krieges“ wieder
aktiviert. So werden zur Übung aus USA eine Division mit 20.000 Soldaten mit
Flugzeugen, Schiffen zur logistischen Drehscheibe Deutschland transportiert und von
dort an die russischen Grenzen, denn im Osten sitzt der Feind, der Russe. Eine der
Transportrouten geht über Düsseldorf – Mannheim – Nürnberg – Dresden – Görlitz.
Von deutschem Boden aus wird Krieg vorbereitet. Dieses Manöver DEFENDER 20 ist
kein Deeskalationsbeweis des Westens an Russland. Es handelt sich um ein USManöver in Europa mit der NATO als Beimanöver. Insgesamt werden 37.000 Soldaten
u.a. mit der Deutschen Bahn in den Osten gebracht. Bereits am 23. Januar begannen die
Vorbereitungen zu dem Manöver DEFENDER 20 April-Mai. Um den alltäglichen Bahnund Strassenverkehr nicht allzu sehr einzuschränken, werden die Transporte zu einem
großen Teil in der Nacht durchgeführt. Dennoch ist für uns alle mit Behinderungen bei der
Bahn und im Straßenverkehr zu rechnen.
Die Bundeswehr wird die US-Truppen mit „Absicherung und Begleitung“,
„Routenplanung“, „Betankung“, „Unterkünfte“, „Verpflegung“ und „IT-Anbindung“
versorgen. Bereits stattgefundene Gespräche in Mannheim zwischen US-Militärs und
Bundes-Verteidigungsministerium haben ergeben, US-Gefechtsfahrzeuge, wie
Schützenpanzer Bradley, können und dürfen von deutschen Schwerlasttransportern
Mammut und Elefant gen Osten transportiert werden, sogar über das Manöver hinaus.

Über die Finanzierung dieses militärischen Großaufgebots, dem sich bislang niemand in
der Politik widersetzt – zumindest haben wir noch nichts gehört – kann nur spekuliert
werden. Aber es erklärt auch, warum die Bundesregierung inzwischen einen
Verteidigungsetat von 55 Milliarden Euro durchgewunken hat, denn das wird nicht das
letzte Manöver sein.
Dabei ergeben sich Fragen, die Sie sich vielleicht auch stellen sollten: Welche
umweltzerstörerischen Folgen haben diese Manöver? Wem dienen sie? Können Sie
diesen Raubbau gegenüber der Natur verantworten und die Zerstörung der Diplomatie
mittragen?
Mit friedlichen Grüßen
Freiburger Friedensforum
gez. Uta Pfefferle gez. Winfried Cordi


PS. Zur Information: Dieser Brief ging an die Fraktionen GRÜNE, CDU,SPD, FDP/DVP,
Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Minister
Strobel, Landesvorsitzender der CDU

Erklärung des Freiburger Friedensforums zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Bundesverbandes der VVN-BDA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten)

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Bundesverbandes der VVN-BdA ist ein massiver Angriff auf alle antifaschistische Organisationen und alle Demokratinnen und Demokraten. Dies geschieht in einer Zeit, in der Neonazis und Rassisten immer aggressiver gegen Migrantinnen und Migranten und ihre politischen Gegnerinnen und Gegner vorgehen und dabei nicht einmal vor Morden Halt machen. Der Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA ist ein verheerendes politisches Signal.
Wir erinnern: Es waren die Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse, welche die VVN-BdA 1947 gründeten. Sie ist seitdem die größte, älteste, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation von Antifaschistinnen und Antifaschisten in Deutschland. Zugleich vertritt sie die Interessen von Verfolgten und Widerstandskämpfern, sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und Völkerverständigung ein und hat gegen große gesellschaftliche Widerstände wesentlich mit dafür gesorgt, dass die Verbrechen des Naziregimes nicht in Vergessenheit geraten sind. Wer Antifaschistinnen und Antifaschisten die Gemeinnützigkeit entzieht oder dies als politischer Entscheidungsträger zulässt, mißachtet das Wirken der Holocaust-Überlebenden und Widerstandskämpfer, darunter auch viele Träger des Bundesverdienstkreuzes, auf eine nicht zu entschuldigende Art und schwächt die demokratischen Kräfte.
Wir erwarten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), dass die Gemeinnützigkeit von Organisationen wie der VVN-BdA, dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac und dem Kampagnennetzwerk Campact dauerhaft anerkannt wird. Tut er das nicht, lässt er zu, dass die Arbeit demokratischen Organisationen, die zum gesamtgesellschaftlichen Gemeinwohl beitragen, erschwert und behindert wird. Und er fördert indirekt Neonazis und Rassisten aller Couleur.

Freiburg, den 28.November 2019
www.fffr.de

Friedenswoche 2019: Sicherheit neu denken: regional, national, global

PDFs: FW_Flyer2019

FriWo 19 Druckvorlage 2 18. 10. 19

Friwo19 Druckvorlage2 18. 10. 19

Montag, 11. November 19 Uhr,

Universität, KG II, HS 2006

Charlotte Kehne, Referentin für Rüstungsexportkontrolle

Rüstungsexportkontrolle in Europa – Quo vadis?

Freitag, 15. November 19 Uhr,

Universität, KG I, HS 1010

Andreas Zumach, freier Journalist, Genf

Vom gleichen Recht für alle zum (Un)Recht des Stärkeren

Freitag, 22. November 19 Uhr,

Universität KG I, HS 1010

Heike Hänsel, Mitglied des deutschen Bundestags

Kultur des Friedens in Deutschland, Europa und auf dem Mittelmeer

Mittwoch, 27. November 19 Uhr,

Universität KG II, HS 2006

Wolfgang Landgraeber, Filmemacher und Jürgen Grässlin, Buchautor

Profiteure der Abschottung

Freitag, 29. November 19 Uhr,

Universität KG I, HS 1010

Dr. Thomas Roithner, österreichischer Friedensforscher

Märkte, Macht und Muskeln – Die Außen-, Sicherheit- und Friedenspolitik der Europäischen Union

Veranstalter:

RIB – RüstungsInformationsBüro e.V., www.rib-ev.de

in Kooperation mit:

Freiburger Friedensforum, www.fffr.de

mit freundlicher Unterstützung von:

Stadt Freiburg, www.freiburg.de

DFG-VK – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Freiburg, www.freiburg.dfg-vk.de

Weitere Veranstaltung:

Montag, 4. November 19 Uhr

Theatersaal VHS Freiburg, Rotteckring

Michael Müller, Vorsitzender der Naturfreunde Deutschlands

Der doppelte Selbstmord droht: Klima und Atomkrieg

Veranstalter: Gabi Rolland MdL, Naturfreunde Freiburg, VHS Freiburg, BUND Südlicher Oberrhein, Pax Christi und Ev. Kirche Freiburg, Friedensforum, DFG-VK

V.i.S.d.P: Jürgen Grässlin, Stühlingerstr. 7, 79106 Freiburg

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